JA Solar hofft auf Subventionen aus China

Chinas Solarindustrie gibt Gas

Mittwoch, 16. Januar 2013 13:09
JA Solar Holdings

(IT-Times) - Für die Aktien des chinesischen Solarzellen- und Modulherstellers JA Solar ging es zuletzt kräftig nach oben. Notierten die Papiere im Dezember noch unter der Marke von 4,0 US-Dollar, legten die Papiere in den vergangenen Wochen um 40 Prozent zu.

Der Grund sind positive Nachrichten aus China. Die chinesische National Development and Reform Commission hat ein Förderprogramm für die einheimische Solarindustrie aufgelegt, wodurch etwa 10 Gigawatt an Solarkapazitäten in 2013 hinzukommen sollen.

Im Rahmen des verabschiedeten "Golden Sun" Projekts sollen Solarprojekte mit Subventionen von 5,5 Yuan (0,88 US-Dollar) pro Watt gefördert werden. Voraussetzung, um in den Genuss der Förderung zu kommen: Das Solarprojekt muss noch bis Ende Juni 2013 fertiggestellt sein.

China will Installationsziele anheben - 40 Gigawatt statt 21 Gigawatt bis 2015?
Die Regierung in Peking ist fest entschlossen, der einheimischen Solarindustrie unter die Arme zu greifen, gleichzeitig soll damit auch der umweltpolitische Wandel vollzogen werden, nachdem China nach wie vor von Kohlekraftwerken abhängig ist. Der von der Regierung in Peking verabschiedete 12-Jahresplan für Solarenergie sieht bislang vor, dass sich die installierten Solarkapazitäten bis 2015 auf 21 Gigawatt in etwa versechsfachen sollen.

Schon gibt es Gerüchte, wonach die chinesische Regierung das Ziel noch weiter nach oben schrauben will, nachdem die USA Straf- bzw. Importzölle auf chinesische Solarprodukte verhängt haben. Wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua mit Verweis auf einen Industrie-Insider berichtet, will China möglicherweise das Installationsziel bis 2015 auf 40 Gigawatt verdoppeln.

JA Solar beginnt mit Produktion neuer Solarmodul-Generation
Marktbeobachter gehen davon aus, dass von dem Subventionsprogramm vor allem chinesische Solarfirmen wie JA Solar (Nasdaq: JASO, WKN: A0F5W9) profitieren werden. Ja Solar gilt als einer der kosteneffizientesten Solarfirmen in China, schreibt aber wie viele andere Unternehmen auch tiefrote Zahlen.

Um sich für die Zukunft zu rüsten, hat JA Solar jüngst mit der Produktion von 5-Zoll großen monokristallinen Solarmodulen begonnen, die über eine maximale Leistungsabgabe von 215 Watt verfügen. Dadurch sollen Kosteneinsparungen von über zwei Prozent allein beim Transport, Platzbedarf und Material einhergehen.

Mit dem Vorstoß will sich JA Solar seine führende Position als Anbieter von hocheffizienten Solarmodulen sichern, erklärt JA Solar Cheftechnologe Ying Liu. Ob dies allein ausreichen wird, um JA Solar aus den roten Zahlen zu hieven, bleibt fraglich. Analysten rechnen bei JA Solar auch in 2013 mit roten Zahlen.

Kurzportrait

Die im Jahre 2005 gegründete JA Solar Holdings Co Ltd. gilt heute als einer der führenden Solarkonzerne in China. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Shanghai fertigt Solarzellen und Solarmodule und inzwischen auch Solar-Wafer in seinen eigenen Fertigungsfabriken in Hebei/China.

Das Unternehmen hat sich dabei auf die Herstellung von mono- und multikristallinen Solarzellen spezialisiert. Die von JA Solar produzierten Solarzellen weisen Wirkungsgrade von 16 bis 18 Prozent auf. JA Solar verkauft seine Solarzellen mehrheitlich an Solarmodulehersteller in China, Deutschland, Schweden, Spanien, Südkorea und in die USA. Zu den größten Kunden der Gesellschaft gehören unter anderem die Solarspezialisten Canadian Solar, Wuxi Jiacheng, Shanghai Chaori, Jiangsu Aide Solar Energy S&T Co und Shanghai Solar Energy S&T Co.

Erst im Dezember 2007 gründete JA Solar mit der JA Solar Hong Kong Limited eine neue Einheit. Operativ wird das Geschäft von der 100%igen Tochterfirma JingAo Solar Co (JA Hebei) voran getrieben. Zudem hält das Unternehmen 100 Prozent der Anteile an den Firmen Shanghai JA Solar PV Technology Co (JA Zhabei) und JA Solar Technology Yangzhou Co (JA Yangzhou).

Neben dem Verkauf von Solarzellen bietet JA Solar auch Prozessabwicklungsservices für seine Kunden. Liefert der Kunde seine eigenen Solar-Wafer an JA Solar, verarbeitet das Unternehmen diese zu Solarzellen und schickt die fertigen Zellen dann zurück an den Kunden. Daneben bietet JA Solar auch OEM-Services an und fertigt Solarzellen bzw. Solarmodule nach den Spezifikationen des Herstellers an. Inzwischen fertigt JA Solar auch multi- und monokristalline Solarmodule. In 2010 ist JA Solar auch in die Produktion von Ingots und Solar-Wafern eingestiegen und sich damit vertikal im Markt aufstellen. Mitte 2009 wurde der Solarspezialist Greenhills S.a.r.l. übernommen und in JA Solar Luxembourg S.a.r.l umbenannt. Mitte 2010 übernahm JA Solar zudem den chinesischen Solarspezialisten Shanghai Jinglong Solar Technology Co. Mitte 2011 gab JA Solar die Übernahme der britischen Silver Age Holdings Limited (Solar Silicon Valley Electronic Science and Technology) bekannt.

Um sich Silizium für seine Produktion zu sichern, unterhält JA Solar langfristige Lieferverträge wie mit dem Silizium-Produzenten Jiangsu Zhongneng Polysilicon Technology Development Co.

Meldung gespeichert unter: JA Solar Holdings

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