Intel geht zuversichtlich ins neue Jahr - Ivy Bridge soll für kräftiges Wachstum sorgen

Dienstag, 24. Januar 2012 14:06
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(IT-Times) - Intel-Aktien markierten jüngst ein 4-Jahreshoch, nachdem der weltgrößte Halbleiterkonzern abermals die Markterwartungen der Analysten übertreffen konnte. Gleichzeitig blickt Intel nach zwei starken Jahren zuversichtlich ins Jahr 2012.

Nachdem Intel die Umsätze in 2010 um 24 Prozent steigern konnte, stand in 2011 ein Umsatzplus von 25 Prozent zu Buche. Intel-Finanzchef Stacy Smith sprach dann auch von einem außergewöhnlichen Jahr 2011. Gleichzeitig stellt der Manager für 2012 ein hohes einstelliges Umsatzwachstum in Aussicht. Dabei verspricht der Intel-Finanzchef auch weiterhin "sehr gesunde Bruttomargen".

Erste Windows 8 Tablets mit Intel-Chips in Planung
Intel (Nasdaq: INTC, WKN: 855681) dürfte im laufenden Jahr weiterhin von den Trend-Themen Mobile Computing profitieren. Wie Intel CEO Paul Otellini gegenüber CNET durchblicken ließ, seien bereits erste Windows 8 basierte Tablet PCs mit Intel-Chipsätzen in Planung. Diese sollen mit dem neuen Google-Betriebssystem Android 4.0 bestückt sein, wodurch die Tablets konkurrenzfähiger zum iPad von Apple werden sollen.

Intel sieht sich dabei in einer guten Position im Tablet-Markt stärker Fuß fassen zu können. Otellini verweist dabei auf das Know-how im Bezug auf die Integration von Silizium und Halbleitern, das bei Intel vorhanden sei.

Romley soll in Q1 2012 kommen - Ivy Bridge in Q2
Ansonsten ist die Produkt-Pipeline von Intel für das kommende Jahr gut gefüllt. Schon Ende des ersten Quartals 2012 soll die neue Romley Plattform verfügbar sein, dabei handelt es sich um die nächste Generation der Xeon-Plattform, basierend auf einen Socket R (LGA-2011) und B2 (LGA-1356). Die Romley-Plattform soll einen Performance-Vorteil von rund 20 Prozent gegenüber der Vorgängergeneration bieten und wird mit Hilfe des 32nm-Fertigungsverfahrens gefertigt.

Der nächste Meilenstein soll dann im April kommen, dann sollen Intels erste 3D Trigate-Chipsätze auf den Markt kommen. Die erste Generation der Dual-Core 3D-Chips mit dem Namen Ivy Bridge soll dann zum Volumengeschäft für Intel avancieren, so Intel-Manager Tom Kilroy, der für den Vertrieb und das Marketing bei Intel verantwortlich zeichnet.

Erste Dual-Core Chips der neuen Generation sollen dann im zweiten Quartal in Notebooks und Desktops zum Einsatz kommen. Damit rüstet sich Intel bereits für das bevorstehende Marktdebüt von Windows 8 - die Markteinführung des neuen Windows-Betriebssystems dürfte die Nachfrage nach PCs anheizen, wovon auch Intel in diesem Jahr profitieren dürfte.

Kurzportrait

Der Halbleitergigant Intel, ansässig in der kalifornischen Technologieschmiede Santa Clara, stieg in den 80er und 90er durch sein Bündnis mit dem Softwarehersteller Microsoft zum weltweit führenden Prozessorhersteller auf. Das Unternehmen rüstet dabei mehr Personalcomputer mit Prozessoren aus, als jeder andere Hersteller auf der Welt. Insgesamt wird Intel ein Marktanteil von rund 80 Prozent im Bereich PC-Chips zugeschrieben.

Neben Prozessoren entwickelt das Unternehmen aber auch Flashspeicher. Ferner bietet der Halbleiterhersteller auch andere Mikrochips an, welche im Zusammenhang mit Netzwerken und industriellen Anwendungen eingesetzt werden. Insgesamt operiert Intel heute aus neun Geschäftssegmenten heraus: PC Client Group, Data Center Group, Embedded and Communications Group, Digital Home Group, Ultra-Mobility Group, NAND Solutions Group, Wind River Software Group, Software and Services Group and Digital Health Group. Der größte Geschäftsbereich ist die PC Client Group, in der das Geschäft mit Desktop- und Netbook-Chips zusammengefasst ist. Der Geschäftsbereich beinhaltet unter anderem das Geschäft mit Core i7-, Core i5-, Core i3-Prozessoren.

Der US-Computerhersteller Dell gehört mit zu den größten Kunden des Halbleitergiganten. Neben dem Kerngeschäft hält das Unternehmen auch zahlreiche Beteiligungen an anderen Technologieunternehmen. Im Jahr 2001 übernahm Intel den Modemspezialisten Xircom. Das Unternehmen ist inzwischen ein Teil von Intels Netzwerkaktivitäten und entwickelt neben Modemkarten für PCs auch Schnittstellen für drahtlose Übertragungstechniken.

Im Oktober 2000 kaufte Intel den US-Spezialisten Ziatech auf. Im Jahr 2003 beteiligte sich Intel an Japans DRAM-Hersteller Elpida. Gleichzeitig übernahm Intel den Spezialisten für optische Netzwerke West Bay Semiconductor. Im Jahr 2006 verkaufte Intel sein Media- und Signaling-Geschäft an Eicon Networks, gleichzeitig trennte man sich vom Mobilfunk- und Anwendungsprozessorgeschäft und gab diesen Bereich an Marvel ab. Auch die RFID-Einheit verkaufte Intel an den Spezialisten Impinj. Im Herbst 2008 verstärkte sich Intel durch die Übernahme des Ethernet-Spezialisten NetEffect sowie durch den Linux-Spezialisten OpenedHand. Gleichzeitig trennte sich Intel von seinem Geschäftsbereich Communication Rackmount Server. Im Mai 2009 stieg Intel mit fünf Prozent beim Halbleiterausrüster ASM International ein. Mitte 2009 schluckte Intel den Softwarespezialisten Wind River. Zudem übernahm Intel die Mobilfunkchipsparte des Münchner Halbleiterkonzerns Infineon. Im Herbst 2010 kaufte Intel den Anti-Virusspezialisten McAfee für rund 7,7 Mrd. Dollar. Anfang 2012 wurde zudem das Infiniband-Geschäft von Qlogic übernommen.

Über seinen Kapitalarm Intel Capital investierte der Chiphersteller zuletzt in eine Reihe von Startup-Firmen wie Gteko, Synacor, Telligent Systems und Zinio Systems. Gemeinsam mit STMicrelectronics gründete Intel das Flashspeicher-Venture Numonyx, welches inzwischen an Micron verkauft wurde.

Zahlen

Für das vergangene Dezemberquartal meldete Intel einen Umsatzanstieg um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 13,9 Mrd. US-Dollar, nach Einnahmen von 11,5 Mrd. Dollar im Jahr vorher. Der Nettogewinn kletterte dabei auf 3,36 Mrd. Dollar oder 64 US-Cent je Aktie, nach einem Profit von 3,18 Mrd. Dollar oder 56 US-Cent je Aktie im Jahr vorher.

Ausgenommen außergewöhnlicher Sonderbelastungen konnte Intel im jüngsten Quartal einen Nettogewinn von 68 US-Cent je Aktie realisieren und damit die Markterwartungen der Analysten übertreffen. Diese hatten im Vorfeld mit einem Profit von 61 US-Cent je Aktie bei Einnahmen von 13,7 Mrd. Dollar gerechnet.

Für das somit abgeschlossene Gesamtjahr 2011 meldet Intel einen Umsatz von 54 Mrd. Dollar und einen Nettogewinn von 12,9 Mrd. Dollar, nachdem Intel im Jahr 2011 43,6 Mrd. Dollar umsetzte und einen Nettogewinn von 11,5 Mrd. Dollar generieren konnte.

Meldung gespeichert unter: Intel

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