IBM beruhigt die Märkte

Dienstag, 15. Januar 2008 14:17
IBM Unternehmenslogo

(IT-Times) Trotz drohender Konjunkturkrise konnte der amerikanische IT-Servicespezialist IBM (NYSE: IBM, WKN: 851399) zuletzt mit positiven Zahlen für das vierte Quartal die Wall Street überzeugen.

Keine Spur von Rezession
Eine starke Performance in Asien, Europa und in den Entwicklungsmärkten habe die Ergebnisse positiv beeinflusst, so IBM-Chairman und CEO Samuel Palmisano. Auch für 2008 sieht Palmisano sein Unternehmen gut gerüstet. Zudem sei man weiterhin im Plan, die langfristigen Ziele für 2010 zu erreichen. IBM hofft in zwei Jahren einen Jahresgewinn von 11,0 Dollar je Aktie realisieren zu können, nachdem man in 2007 einen Nettogewinn von 7,18 Dollar je Aktien einfahren dürfte.

Ein Schlüssel für den weiteren Erfolg dürfte sein, inwieweit IBM sein Softwaregeschäft weiter ausbauen kann, nachdem das Hardware-Geschäft in den letzten Quartalen etwas geschwächelt hat. Die Hoffnung ruhen dabei unter anderem auf dem Bereich Sicherheitstechnik, indem sich IBM zuletzt durch Zukäufe verstärkt hat, sowie auf einem neuen Software-as-a-Service (SaaS) Angebot, dass IBM jüngst im Reich der Mitte auf den Markt gebracht hat. Durch eine stärkere Diversifizierung seiner Umsatzbasis wäre IBM in der Lage, die Risiken aus dem IT-Finanzservicebereich weiter zu minimieren.

Zudem plant IBM nach US-Medienberichten ohnehin eine Neuausrichtung seiner Hardwaresparte. Die Einheit soll künftig hinsichtlich der Kundentypen organisiert sein, bisher wurde in verschiedene Produktsegmente unterschieden. Auf diese Weise will IBM Kunden schneller individuelle Lösungen anbieten können. Besonders kleine und mittlere Firmen sollen so als neue Kunden gewonnen werden. Diese mittelständischen Kunden braucht IBM auch, um entgegen der drohenden Wachstumsdelle weiter wachsen und seine ehrgeizigen Ziele erreichen zu können.

Kurzportrait

Der New Yorker Computer- und Softwaregigant International Business Machines (IBM) zählt zu den weltweit größten Technologiekonzernen weltweit. Das Unternehmen belegt im Softwaresegment den zweiten Platz hinter dem Redmonder Softwarekonzern Microsoft. IBM beschränkt sich dabei nicht nur auf die Entwicklung von Hard- und Software für einfache Computersysteme, sondern bietet daneben auch Netzwerkserver, sowie Halbleiter an.

Insgesamt operiert IBM von vier Kerngeschäftsbereichen heraus. Die Einheit IBM Global Services bildet dabei die größte Einheit. Weitere Einheiten sind Systems and Technology Group, sowie das Softwaresegment als auch die Einheit Global Financing. Der PC-Bereich wurde zuletzt an die chinesische Lenovo Group für 1,75 Mrd. Dollar verkauft.

Über seinen Servicearm (IBM Global Services) bietet IBM eine Reihe von IT-Dienstleistungen an, darunter E-Commerce Dienste, sowie ERP- und CRM-Services. Das Geschäft mit elektronischen Beschaffungssystemen gehört ebenfalls zum Aufgabenbereich der IT-Serviceeinheit. Diesen Bereich verstärkte der Computerkonzern im Jahr 2002 mit der Übernahme der Serviceeinheit von PricewaterhouseCoopers. Später kaufte IBM die IT-Einheit des Ölkonzerns Schlumberger. Im Jahr 2004 übernahm IBM unter anderem die dänischen IT-Spezialisten Maersk Data und DMdata. Auch die kanadische Systemcorp wurde von IBM übernommen. Daneben wurden im Jahr 2005 mit dem Softwareanbieter Isogon, dem Spezialisten PureEdge Technologies, dem Softwareintegrator DWL und dem Sicherheitsspezialisten DataPower weitere Firmen hinzugekauft. Ende 2005 verstärkte sich IBM durch die Übernahme des Softwarespezialisten Micromuse. Zuvor wurde die Softwarefirma Bowstreet aufgekauft. Im Jahr 2006 verstärkte sich IBM dann im Softwarebereich durch die Übernahme von Webify, sowie MRO Software und FileNet. Im Spätsommer 2006 wurde der Netzwerksicherheitsspezialist Internet Security Systems sowie die Softwarefirma Vallent übernommen. Auch in 2007 blieb IBM auf Einkaufstour und schluckte die Spezialisten Telelogic AB, Softek Storage Solutions Corp, DataMirror, WatchFire, WegDialogs und das kanadische Softwarehaus Cognos.

Mit seinem Datenbanksystem DB2, sowie durch sein Serverangebot WebSphere ist IBM auch im Server- und Softwaregeschäft eine feste Größe. Über seine 100%ige Tochter Lotus Development bietet das Unternehmen eine Reihe weiterer Softwarewerkzeuge für Desktopsysteme an. Über die Tochter Tivoli Systems vertreibt IBM Netzwerk- und Management Software.

Zahlen

So berichtet IBM von einem vorläufigen Umsatzanstieg im jüngsten Quartal auf 28,9 Mio. US-Dollar, was einem Zuwachs von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Gewinn aus der operativen Geschäftstätigkeit kletterte im jüngsten Quartal um 24 Prozent auf 2,80 US-Dollar.

Analysten hatten in diesem Zusammenhang lediglich mit einem Plus von 2,60 Dollar je Aktie bei Einnahmen von 28,9 Mrd. Dollar kalkuliert. Wie IBM weiter mitteilt, sei der Jahresgewinn je Aktie um 18 Prozent auf 7,18 Dollar je Anteil gestiegen.

Meldung gespeichert unter: International Business Machines (IBM)

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