Gelingt HTC das Comeback des Jahres?

Taiwans führender Smartphone-Hersteller in der Krise

Montag, 7. Januar 2013 14:15
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(IT-Times) - Der taiwanische Smartphone-Hersteller HTC Corp hat im vergangenen vierten Quartal 2012 einen Gewinneinbruch von 91 Prozent hinnehmen müssen. Dennoch gibt sich HTC CEO Peter Chou optimistisch, dass das Schlimmste wohl überstanden ist.

Der HTC-Aktienkurs (WKN: A0RGRD) war im vergangenen Jahr 2012 um rund 40 Prozent eingebrochen, nachdem sich der Marktanteil HTCs im weltweiten Smartphone-Markt auf 4,6 Prozent im dritten Quartal 2012 im Vergleich zum Vorjahr mehr als halbiert hat. Als Hauptgrund für die Misere beim weltweit fünftgrößten Smartphone-Hersteller sehen Analysten den intensiven Wettbewerb in der Branche.

HTC in der Krise: HTC-Chef sieht schlechtes Marketing mitverantwortlich
HTC konnte zuletzt einfach nicht mehr mit Apple und Samsung mithalten. HTC CEO Peter Chou gab dann auch zu, dass man zu wenig an der Marketingfront getan habe. Inzwischen hat HTC Marketing und Vertrieb neu strukturiert, erste Früchte sollen die Maßnahmen bereits im laufenden Jahr tragen.

Zudem brachte HTC mit dem Butterfly J Ende 2012 ein neues high-end Smartphone auf den Markt. Es ist das erste Telefon aus dem Hause HTC mit einem 5-Zoll großen 1080p Full HD-Display mit einer 8-Megapixel-Kamera. Im inneren verrichtet ein schneller 1,5 GHz Quad-Core Snadragon S4 Prozessor seinen Dienst, der Multi-Tasking zum Kinderspiel macht.

HTC Buttefly J - hohe Nachfrage aus Japan
In Taiwan wird das Butterfly J über den Taiwans führendem Telekom-Carrier Chunghwa Telecom vertrieben. In Japan kommt das neue Hightech-Telefon aus dem Hause HTC ebenfalls gut an, wie die Taipei Times berichtet.

Laut HTC Nord Asien Manager Jack Tong, hat HTC derzeit sogar Probleme die hohe Nachfrage aus Japan zu erfüllen. Die Nachfrage nachdem HTC J Butterfly sei höher als erwartet. Täglich sei das gelieferte Kontingent "sofort ausverkauft", so der Manager. Das HTC Butterfly sei ein "neuer Meilenstein" für das Unternehmen, so Tong.

In den USA wird das Telefon unter dem Namen "Droid DNA" verkauft. Wann das Telefon auch nach Europa kommen wird, steht noch nicht genau fest. Zunächst einmal hat HTC das Telefon nach Australien gebracht, wo das Android-Smartphone Mitte Januar zur Auslieferung kommen soll.

HTC CEO Peter Chou gibt sich jedenfalls kämpferisch. Man habe viel gelernt und sei nach der Restrukturierung flexibler, so der HTC-Lenker. Marktbeobachter erwarten noch im ersten Quartal 2013 ein neues Smartphone aus dem Hause HTC.

Kurzportrait

Die im Jahre 1997 gegründete HTC (vormals High Tech Computer Corp) ist einer der führenden Smartphone-Hersteller Taiwans. Das Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren vor allem durch eine Reihe erfolgreicher Android-Mobiltelefone einen Namen gemacht, nachdem das Unternehmen zunächst ausschließlich Windows Mobile-basierte Telefone anbot. Unter anderem fertigte das Unternehmen auch das Nexus One des Suchmaschinengiganten Google. Das Unternehmen entwickelt und vermarktet nicht nur Android-Telefone, sondern nutzt auch andere Betriebssysteme (Windows Phone 7 etc.) für seine Endgeräte.

Im November 2007 schloss sich HTC der Open Handset Alliance an, die von Google initiiert wurde. Neben dem Nexus One von Google, hat HTC aber auch eine Reihe eigener Android-basierter Smartphones im Programm: Hierzu zählen unter anderem das sehr erfolgreiche HTC Desire, das HTC Wildfire, HTC Salsa, HTC ChaCha, HTC Sensation, HTC Legend und die neue HTC One Serie. Daneben stellte HTC zuletzt weltweit rund 70 Prozent aller Windows Mobile-basierten Smartphones her.

Beim Vertrieb seiner Produkte kooperiert HTC mit einer Reihe von namhaften Mobilfunknetzbetreibern weltweit. Vertriebskooperationen bestehen unter anderem mit T-Mobile, Vodafone und O2. In Deutschland vertreibt HTC seine Smartphones direkt unter der Marke HTC.

HTC vermarktet insbesondere Produkte in drei Kategorien: Touch, Touch or Type und Type. Im Bereich Touch bietet HTC insbesondere Smartphones mit einem berührungsempfindlichen Touchscreen-Display an, die sich mit dem Finger steuern lassen. Die Geräte der Klasse Touch or Type verfügen sowohl über einen Touchscreen-Display, als auch über ein physisches Keyboard, über das Nutzer eingaben machen können. Die Geräte der Kategorie Type kommen ohne ein berührungsempfindlichen Display aus.

Anfang 2011 stieg HTC beim Lodoner Multimedia-Spezialisten Saffron Digital ein. Zudem hat HTC Anteile am Online-Spielespezialisten OnLive erworben. Mitte 2011 übernahm HTC den Chip-Designer S3 Graphics für 300 Mio. Dollar. Zudem wurden mit Dashwire und Beats Electronics weitere Unternehmen übernommen. Die mehrheitliche Übernahme von Beats (51 Prozent der Anteile) ließ sich HTC 309 Mio. Dollar kosten, allerdings verkaufte HTC wieder 25 Prozent dieser Anteile an Beats Electronic zurück.

Neben dem Hauptsitz in Taiwan ist HTC noch mit weiteren Niederlassungen weltweit vertreten. So betreibt das Unternehmen unter anderem ein Software-Design-Center in Seattle sowie eine Tochter in China (HTC Electronics Shanghai).

Meldung gespeichert unter: HTC

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