Gartner erwartet knapp sechs Prozent Wachstum im deutschen Software Markt

Mittwoch, 21. November 2007 13:43
Gartner

Gartner erwartet knapp sechs Prozent Wachstum im deutschen Software Markt – Unternehmen riskieren drastische Fehlinvestitionen, wenn sie Veränderungen bei Softwarearchitektur nicht antizipieren

Implikationen für deutsche Unternehmen Thema auf der Gartner Strategie & Technologie Konferenz am 3. und 4. Dezember in Frankfurt
 

München, 19. November 2007 –– Für das kommende Jahr rechnet das IT Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner in Deutschland mit einem deutlichen Zuwachs bei den Ausgaben für Unternehmenssoftware. Die Analysten erwarten 2008 Umsätze in Höhe von 2,2 Milliarden Euro für CRM, ERP und SCM Anwendungen.1 Das entspricht einem Wachstum von 5,9 Prozent gegenüber 2007. Im Vorfeld der am 3. und 4. Dezember in Frankfurt stattfindenden Strategie & Technologie Konferenz rät Gartner den Unternehmen, unbedingt in moderne Software-Architektur zu investieren, die eine flexible Anpassung an sich ändernde Geschäftsprozesse erlaubt. Angesichts der Veränderungen bei den Software-Anwendungen ist das von überragender Bedeutung: „Unternehmen, die nicht genug Aufmerksamkeit auf die strategische Ausrichtung der Software richten und stattdessen schlicht den Upgrade-Fahrplänen der Software-Hersteller folgen, riskieren nicht nur Fehlinvestitionen, sondern auch ein Verkrusten von Strukturen, was letztlich zu reduzierter Innovationsfähigkeit führt“, so Gartner-Analyst Christian Hestermann.

Neue Software-Modelle in Deutschland

Nach relativ schwachem Wachstum in den vergangenen Jahren steht in vielen deutschen Unternehmen nun zum ersten Mal seit der Jahrtausendwende ein größeres Software-Update an. Begünstigt wird die Dynamik dabei von der positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Ein wichtiger Wachstumstreiber ist die verstärkte Orientierung mittelständischer Unternehmen am internationalen Markt. Die entsprechend gewachsenen Anforderungen an  Prozesse und Regularien spiegeln sich in verstärkter Nachfrage nach global einsetzbaren Plattformen wider. Auch neue Abrechnungsmodelle, die zunächst abwartend betrachtet worden sind, werden für Innovationen im Markt sorgen: „Die aktuellen Kampagnen der großen Hersteller wie beispielsweise von SAP für „Business ByDesign“ und Microsoft für „Software and Service“ werden das Interesse für neue Servicemodelle steigern und zu wachsender Akzeptanz im Markt führen,“ so Hestermann. „Von diesen Angeboten der „Mega-Vendors“ werden aber auch kleine Spezialisten profitieren, die bereits länger entsprechende Angebote im Portfolio haben“.

Um den Anwendern klare Entscheidungshilfen bei diesen anstehenden Weichenstellungen zu geben, werden die Entwicklung der Unternehmensanwendungen und die Herausforderungen für deutsche Unternehmen eines der Schwerpunktthemen auf der Gartner Strategie & Technologie Konferenz am 3. und 4. Dezember in Frankfurt sein.
 

Von „Application Ability“ zu „Process Agility“

In den nächsten Jahren erwartet Gartner dramatische Veränderungen bei Unternehmensanwendungen. Getrieben von neuen Technologien, rechtlichen Anforderungen, Wünschen der Endanwender, neuen Collaboration- und Web 2.0 Tools sowie der wachsenden internationalen Ausrichtung der Unternehmen werden sich die Anwendungen wesentlich stärker an die Geschäftsprozesse anpassen. Entsprechend müssen bei Investitionen in neue Software zunächst die Unternehmensziele und Geschäftsprozesse und die daraus entstehenden Anforderungen an die Anwendungen klar definiert werden. Eine enge Abstimmung mit Geschäftsleitung und Fachabteilungen ist hierfür unabdingbar. “Unsere bisherige Sicht von “Applikationen” wie sie von den Anwendern und Herstellern in den letzten 20 Jahren geprägt worden ist, wird bis zum Jahr 2010 nicht mehr gültig sein“, so Hestermann. „Gerade bei kritischen Prozessen werden Anwendung in Zukunft nicht mehr allein aus einem monolithischen Block von einem Hersteller bestehen. Um flexibel reagieren zu können, werden diese mit Komponenten aus unterschiedlichen Quellen wie etwa Software as a Service oder Open Source ergänzt und zu unternehmensspezifischen „Composite Applications“ verbunden.“


Empfehlungen an die Anwender

Als einen der ersten Schritte, um bestmögliche Ergebnisse mit Software-Investitionen zu erzielen, empfiehlt Gartner, das Business Process Management als speziellen Management-Bereich in der Geschäftsleitung anzusiedeln um so eine ganzheitliche Sicht auf die Prozesse zu erlangen. Entsprechend den primären Unternehmenszielen – sei es Effizienzsteigerung, Produktionserhöhung oder schnellere Produktentwicklung - können dann mit Hilfe der IT einzelne Prozesse optimiert werden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Einbindung des gesamten „Ökosystems“, in dem das Unternehmen agiert. Die passende Software-Stuktur ermöglicht es, die Zusammenarbeit mit Partnern, Kunden und Lieferanten zu vereinfachen und dabei trotzdem die Integrität der eigenen Prozesse zu gewährleisten.
 

Zu Gartner

Gartner, Inc (NYSE: IT) ist der führende Anbieter für Studien und Analysen im Technologiebereich. Die Informationen von Gartner helfen den Kunden, die richtigen Entscheidungen für ihr Unternehmen zu treffen. Gartner berät mehr als 60.000 Kunden in über 10.000 Unternehmen und Organisationen, unter ihnen CIOs und andere hochrangige IT-Verantwortliche in Unternehmen innerhalb und außerhalb der IT-Branche, in Behörden und im Finanzsektor. Zu Gartner gehören die Bereiche Gartner Research (Studien und Research), (Mitgliedschafts- und Networking-Programm), Gartner Consulting (individuelle Unternehmensberatung) und Gartner Events (Veranstaltungen).  Gartner hilft seinen Kunden dabei, die IT jeweils entsprechend der individuellen Rolle im Unternehmen zu nutzen. Der Hauptsitz des 1979 gegründeten Unternehmens befindet sich in Stamford, Connecticut. In über 75 Ländern auf der Welt arbeiten rund 3.900 Mitarbeiter, darunter 1.200 Analysten und Berater. Weitere Informationen sind im Web unter www.gartner.com erhältlich.
 

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