EU verhängt Milliardenstrafe gegen Intel

Mittwoch, 13. Mai 2009 14:43
Intel

BRÜSSEL (IT-Times) - Die EU-Kommission hat wie erwartet den US-Halbleiterkonzern Intel Corp (Nasdaq: INTC, WKN: 855681) mit einer Rekordstrafe in Höhe von 1,06 Mrd. Euro bzw. 1,45 Mrd. US-Dollar belegt.

Die EU-Kartellwächter sahen es als erwiesen an, dass Intel seine marktbeherrschende Stellung in den vergangenen Jahren ausgenutzt hat, um den Rivalen AMD aus dem Markt zu drängen. Das Bußgeld übersteigt damit die Strafe, die im Februar 2008 gegen Microsoft verhängt (899 Mio. Euro) wurde. Intel bezeichnete das Urteil als „falsch“ und kündigte eine Anfechtung an.

Neben der Rekordstrafe verlangt die EU-Kommission von Intel, dass der Halbleiterkonzern seine rechtswidrigen Geschäftspraktiken umgehend einstellt, sowie dies noch nicht geschehen ist. Intel soll in vergangenen Jahren mit direkten Zahlungen an Computerherstellern dafür gesorgt haben, dass Computer mit AMD-Prozessoren nicht in die Vertriebskanäle gelangen bzw. nur verzögert auf den Markt kommen. Daneben soll Intel Herstellern wie Acer, Dell, HP, Lenovo und NEC Rabatte eingeräumt haben, damit diese x86 Prozessoren von Intel verwenden und stattdessen auf AMD-Chips weitgehend verzichten.

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