EU-Kommission: Videospiele - Fortschritte beim Jugendschutz

Dienstag, 22. April 2008 17:26
EU-Kommission

22.04.2008 - Die EU-Kommission hat Fortschritte beim Jugendschutz im Videospiele-Sektor begrüßt. Gleichzeitig mahnte sie eine bessere Selbstregulierung der Branche an. Deutschland liegt im europäischen Vergleich beim Jugendschutz vorne. Hier gelten besondere verbindliche Vorschriften und ein Verbot für bestimmte Gewalt-Videospiele. Der europäische Videospiele-Sektor entwickelt sich dynamisch und wird Ende 2008 voraussichtlich ein Umsatzvolumen von 7,3 Milliarden Euro erreichen. Gewachsen ist aber auch die Besorgnis in der Öffentlichkeit über aggressives Verhalten als Folge von Videospielen. Die EU-Kommission hat daher die Vorschriften Vorschriften zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor jugendgefährdenden Videospielen geprüft. In 20 EU-Mitgliedstaaten wird gegenwärtig das Alterseinstufungssystem PEGI angewandt, das seit 2003 mit EU-Unterstützung von der Branche entwickelt wurde. Nach Ansicht der EU-Kommission müssen die Unternehmen mehr in das PEGI-System investieren, damit es wirklich effektiv europaweit eingesetzt werden kann. Ein Verhaltenskodex für Einzelhändler mit Regeln für den Verkauf von Videospielen an Minderjährige sollte innerhalb von zwei Jahren aufgestellt werden.

„Videospiele sind zu einem Hauptpfeiler der europäischen Inhalte-Industrie geworden. Überall in Europa werden steigende Verkaufszahlen verzeichnet. Das ist zu begrüßen, erlegt der Branche aber auch eine größere Verantwortung auf, dafür zu sorgen, dass die Eltern wissen, was ihre Kinder spielen,“ erklärte Viviane Reding, die EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien. „Als Beispiel einer verantwortungsbewussten Selbstregulierung und als einziges europaweit angewandtes System seiner Art, ist PEGI zweifellos ein sehr guter erster Schritt. Ich glaube aber, dass noch erhebliche Verbesserungen möglich sind, sowohl in Europa als auch darüber hinaus. Dazu muss PEGI in der Öffentlichkeit besser bekannt gemacht und überall vollständig eingeführt werden. Außerdem rufe ich die Mitgliedstaaten und die Branche auf, den Verkauf von Videospielen in den Läden so zu regeln, dass der grundlegende Jugendschutz gewährleistet wird.“

Meldung gespeichert unter: Europäische Kommission (EU-Kommission)

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