Ergebnis von Infineon leidet unter Insolvenz von Qimonda

Freitag, 6. Februar 2009 10:27
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MÜNCHEN - Nach der Insolvenz des Tochterunternehmens Qimonda sieht es in 2009 auch düster für den Münchner Chipkonzern Infineon Technologies AG (WKN: 623100) aus. Das Unternehmen erwartet im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2009 sinkenden Umsatz.

Infineon erwirtschaftete im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2009, das am 31. Dezember 2008 endete, einen Umsatz in Höhe von 830 Mio. Euro. Im Jahr zuvor hatte das Unternehmen noch 1,09 Mrd. Euro ausweisen können. Das ist ein Rückgang um rund 28 Prozent. Die Reduktion sei in allen operativen Segmenten aufgetreten, erklärte Infineon. Am stärksten seien jedoch die Segmente Automotive und Wireless Solutions betroffen. Grund dafür sei die sinkende Nachfrage in Folge des weltweiten Wirtschaftsabschwungs sowie Lagerbestandsanpassungen in der gesamten Zulieferkette für Elektronikprodukte.

Infineon Technologies wies für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2009 ein Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten in Höhe von minus 116 Mio. Euro aus. Das entspricht einem Verlust von 0,16 Euro je Aktie (verwässert und unverwässert). Im Vorjahresquartal hatte das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten bei einem Plus von 48 Mo. Euro gelegen. Das entspricht einem positiven Ergebnis von rund 0,05 Euro pro Aktie (verwässert und unverwässert). Zum 31. März 2008 hatte Infineon die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten vom Tochterunternehmen Qimonda in der zusammengefassten Konzern-Bilanz in „Zur Veräußerung stehende Vermögenswerte“ und „Zur Veräußerung stehende Verbindlichkeiten“ neu strukturiert. Daher handelt es sich hier nur noch um die Ergebnisse von Infineons fortgeführten Aktivitäten ohne Qimonda.

Die Ergebnisse, die sich auf Qimonda beziehen hat Infineon hingegen als Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten abzüglich Steuern ausgewiesen. Hier wurde noch immer ein Minus von 288 Mio. Euro erzielt, doch im entsprechenden Zeitraum 2007 lag der Verlust noch bei 577 Mio. Euro. Je Aktie liegt damit das Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten abzüglich Steuern bei minus 0,34 Euro im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2009 im Vergleich zu einem Minus von 0,60 Euro im Jahr zuvor.

Auch den Konzernfehlbetrag konnte Infineon zumindest teilweise eindämmen. So war im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2007 noch ein Minus von 529 Mio. Euro ausgewiesen worden. Aktuell belief sich der Verlust auf 404 Mio. Euro. Das entspricht einem Verlust je Aktie von 0,55 Euro im ersten Quartal 2007 und im ersten Geschäftsquartal 2009 von rund 0,50 Euro (verwässert und unverwässert).

Meldung gespeichert unter: Infineon Technologies

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