Eine Digitale Agenda für die Schule

Verbände

Mittwoch, 7. Mai 2014 14:49
BITKOM

- Ein Drittel der Lehrer hält Ausstattung nur für mittelmäßig 

- Jeder zweite würde gerne häufiger elektronische Medien nutzen 

- 79 Prozent fordern mehr Weiterbildung  

Berlin, 7. Mai 2014

Elektronische Medien sind in deutschen Schulen weit verbreitet und werden im Unterricht nach Möglichkeit auch eingesetzt. Die Lehrer stehen neuen Medien im Unterricht außerordentlich positiv gegenüber. Gleichzeitig beklagen sie eine mittelmäßige Qualität der Ausstattung und fordern mehr Weiterbildung. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 502 Lehrern der Sekundarstufe I im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM, die heute in Berlin vorgestellt wurde. „Seit unserer letzten Studie vor drei Jahren hat sich viel bewegt. In unseren Schulen verabschieden wir uns allmählich von der Kreidezeit, aber von der Digitalen Schule und vernetztem Lernen sind wir noch weit entfernt“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Wir brauchen eine Digitale Agenda für unsere Schulen. Wir müssen die Ausstattung verbessern, die Weiterbildung vorantreiben und den Unterricht auf die Anforderungen der digitalen Welt ausrichten.“

Zur Grundausstattung fast aller Schulen gehören heute PC und Notebook (99 bzw. 89 Prozent), Beamer (98 Prozent) oder auch digitale Foto- und Videokameras (91 Prozent). 83 Prozent der Lehrer geben an, dass es an ihrer Schule spezielle Lernprogramme gibt, 80 Prozent können ein Schulnetzwerk nutzen, etwa für den Zugriff auf Unterrichtsmaterialien. Und 6 von 10 Lehrern berichten, dass es interaktive Whiteboards oder Smartboards, also digitale Tafeln, an ihrer Schule gibt. Wenig verbreitet sind hingegen Tablet Computer (18 Prozent) oder E-Book-Reader (4 Prozent). Das Internet können alle Lehrer im Unterricht nutzen. Zwei Drittel (65 Prozent) in speziellen Räumen, rund jeder zweite (46 Prozent) sogar in allen Schulräumen. „Web-Recherchen und netzbasierte Lernangebote haben so erstmals die Chance, ein selbstverständlicher Teil des Unterrichts zu werden“, so Kempf. Mehr als ein Drittel der Lehrer (36 Prozent) hält die vorhandene Ausstattung allerdings nur für mittelmäßig. Viele Lehrer bringen deshalb ihr privates Notebook (57 Prozent), den eigenen Tablet Computer (23 Prozent) oder ihre Digitalkamera (19 Prozent) mit in die Schule.

Die schulischen und privaten Geräte werden im Unterricht häufig eingesetzt. 84 Prozent der Lehrer geben an, regelmäßig einen Beamer zu nutzen, mehr als ein Drittel sogar an allen Unterrichtstagen. Zwei Drittel der Lehrer (64 Prozent) setzen regelmäßig einen PC ein. Mehr als jeder zweite Lehrer (52 Prozent) nutzt zudem Smartboards regelmäßig. „Dort, wo interaktive Tafeln und andere hochwertige Geräte angeschafft wurden, werden sie auch genutzt“, resümiert Kempf. „Das sollte Ansporn sein, digitale Tafeln flächendeckend zu installieren.“

Rund die Hälfte der Lehrer (47 Prozent) würde gerne häufiger elektronische Medien nutzen. Fast jeder Zweite (45 Prozent), der auf den Einsatz im Unterricht ab und an verzichtet, sagt, dies liege an fehlenden Geräten. Jeder Fünfte (21 Prozent) sorgt sich, dass die Technik versagt und 14 Prozent geben an, dass die eigenen Technikkenntnisse nicht ausreichen. Zugleich haben aber 40 Prozent der Lehrkräfte in den vergangenen drei Jahren keine entsprechende Fortbildung besucht.

Meldung gespeichert unter: BITKOM

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