Deutsche nutzen Auskunfts- und Informationsdienste nicht nur, wenn der Flugverkehr zusammenbricht

Montag, 26. April 2010 14:53
VATM

Studie zeigt Bedeutung des TK-Teilsegments für Verbraucher, Unternehmen und  Volkswirtschaft auf – 15,7 Milliarden Euro Umsatzeffekt

Köln, 26. April 2010. Sie möchten während einer Fernsehsendung spenden oder bei einer Castingshow mitabstimmen? Sie benötigen dringend eine Auskunft zu Flugzeiten, brauchen Hilfe bei der Einrichtung des DSL-Anschlusses, möchten ein Spiel herunterladen oder telefonisch eine Überweisung tätigen? Tagtäglich werden im Festnetz und im Mobilfunk millionenfach Auskunfts- und Mehrwertdienste (AMWD) in Anspruch genommen. „Es gibt so viele verschiedene Anwendungsgebiete von Auskunfts- und Mehrwertdiensten, die im Alltag von den Bürgern genutzt werden. Sie kommen in nahezu allen Branchen und Sektoren der deutschen Volkswirtschaft zum Einsatz und bieten sowohl für private und geschäftliche Endkunden als auch für Inhalteanbieter bedeutsame Mehrwerte“, sagt VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner. Das unterstreichen auch die Ergebnisse der Studie „Gesamtwirtschaftliche Aspekte von Auskunfts- und Mehrwertdiensten in Deutschland“, die die WIK-Consult GmbH, Tochter des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK), im Auftrag des VATM erstellt hat.

„Rund 15,7 Milliarden Euro wurden 2008 laut WIK-Studie insgesamt durch Auskunfts- und Mehrwertdienste direkt und indirekt durch nachgelagerte Prozesse umgesetzt. Neben den 2.000 unmittelbar im Kernbereich Telekommunikation Beschäftigten sind rund 240.000 Arbeitsplätze in Call Centern und bei Inhalteanbietern mit diesem Markt verknüpft“, unterstreicht Grützner: „AMWD sind ein essenzieller Bestandteil der Wertschöpfung in weiten Teilen der Volkswirtschaft.“ Der `Wertschöpfungseffekt´ habe sich 2008 auf rund 11,7 Milliarden Euro belaufen, so ein weiteres Ergebnis der Untersuchung.

„Gerade für den Mittelstand in Deutschland von besonderer Bedeutung“

Neben Spezialisten der Auskunfts- und Mehrwertdienste sowie Inhalteanbietern tragen mittelbar Medien, Werbeindustrie, technische Ausrüster und Systemanbieter, Softwareentwickler und Inkassodienstleister zur Bereitstellung dieser Dienste bei. „Marktuntersuchungen unseres Instituts haben gezeigt, dass neben Großunternehmen vor allem eine Vielzahl kleinerer und mittlerer Unternehmen im Zusammenhang mit der Entwicklung und Erbringung von AMWD tätig sind. Insofern sind Auskunfts- und Mehrwertdienste gerade für den Mittelstand in Deutschland von besonderer Bedeutung“, erläutert einer der Autoren der Studie, Ralf. G. Schäfer von der WIK-Consult GmbH.

Im deutschen TK-Markt können die Verbraucher im Wesentlichen zwei Formen von Auskunfts- und Mehrwertdiensten nutzen: Dienste, die über Servicerufnummern abgewickelt werden, und mobilfunkspezifische Dienste. Dienste über Servicerufnummern umfassen 0800-Freephone-Dienste, 0180-Service-Dienste, 0900-Premium-Rate-Dienste, 0137-MABEZ-Dienste (Massenverkehr zu bestimmten Zielen; zum Beispiel Voting) und 118xy-Auskunftsdienste. Zu den mobilfunkspezifischen Diensten gehören Premium-SMS/-MMS, Premium-Voice-Dienste und Payment-Dienste. Während die Servicerufnummern in der Regel aus Fest- und aus Mobilfunknetzen gleichermaßen erreichbar sind, können mobilfunkspezifische Dienste über entsprechende Kurzwahlnummern nur von Mobilfunkteilnehmern genutzt werden.

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