Citrix Systems bleibt trotz Finanzkrise auf der Überholspur

Dienstag, 6. September 2011 13:41
Citrix

(IT-Times) - Der US-Softwarehersteller Citrix Systems bleibt weiter auf Einkaufstour. Nachdem sich Citrix Mitte Juli den Cloud-Spezialisten Cloud.com für geschätzte 200 Mio. US-Dollar einverleibt hat, kaufte Citrix Mitte August den Virtualisierungsspezialisten RingCube auf.

RingCube soll den Kompromiss zwischen Personalisierung und zentralisiertem IT-Management aufheben. Dies soll durch die Schaffung sogenannter "personal vDisk" Systeme geschehen. Jeder Mitarbeiter erhält dadurch einen eigenen virtuellen Desktop, der speziell auf ihn mit speziellen Anwendungen, Daten und Einstellungen zugeschnitten ist. Dadurch sollen die IT-Kosten weiter sinken.

XenDesktop 5.5 soll neue Standards setzen
Die RingCube-Technik hält auch Einzug in Citrix XenDesktop 5.5, der neuen virtuellen Desktop-Lösung von Citrix, die das Unternehmen Ende August vorstellte. Citrix XenDesktop 5.5 soll laut Citrix neue Standards im Bereich Desktop Virtualisierung setzen und virtuelle Desktops bis zu drei Mal schneller über LAN und WAN ausliefern.

Mit Hilfe von XenDesktop 5.5 sollen Kunden erstmals echte "private Desktop Clouds" realisieren können, verspricht Citrix Systems (Nasdaq: CTXS, WKN: 898407). Der Einsatz virtueller Desktops erfreut sich nicht nur aus Kostengründen zunehmender Popularität bei den Unternehmen. Die PC-Ära neigt sich dem Ende, das moderne Cloud-Zeitalter hat begonnen, nachdem Flexibilität, die Sicherheit und die Kostenersparnisse virtueller Desktop-Lösungen immer mehr in den Vordergrund rücken.

Marktforscher: 70 Millionen virtuelle Desktops bis 2014
Die Marktforscher aus dem Hause Gartner erwarten in den kommenden Jahren einen regelrechten Boom bei virtuellen Desktops. Der Markt dürfte zum Massenmarkt avancieren, wobei die Revolution zwischen den Jahren 2012 bis 2014 stattfinden dürfte. Im Jahr 2014 wird es dann bereits 70 Millionen Nutzer geben, die an virtuellen Desktops sitzen, glauben die Gartner-Marktforscher.

Grund genug für Citrix weiter in den Bereich virtuelle Desktoplösungen zu investieren. Diese Investitionen dürften sich in den nächsten Jahren auszahlen. Analysten gehen davon aus, dass Citrix schon in diesem Jahr erstmals die Umsatzmarke von zwei Mrd. Dollar überschreiten wird.

Kurzportrait

Die im Jahre 1989 gegründete und in Fort Lauderdale/Florida ansässige Citrix Systems wird seit 1995 an der Technologiebörse Nasdaq notiert. Das Unternehmen schaffte in der Vergangenheit vor allem durch seine MetaFrame-Software (vormals WinFrame) den Aufstieg in die erste Liga der Softwareanbieter.

Citrix MetaFrame Application Server erlaubt es innerhalb von Unix- oder Windows-basierten Systemen, Anwendungen anderer Betriebssysteme von einem zentralen Server aus zu starten. Dieses System soll dem jeweiligen Anwender einerseits eine größtmögliche Flexibilität einräumen und andererseits Kosten für Firmen in Form von geringerem Speicherbedarf senken.

Neben der MetaFrame-Produktfamilie bietet Citrix auch so genannte Access Portal Software an. Damit sollen Mitarbeiter schnell und einfach auf Inhalte und Softwarelösungen der Zentrale zugreifen können, ohne lange Installationsroutinen und Vertragskonditionen abarbeiten zu müssen. Citrix liefert de facto damit auch die technologische Plattform für das ASP-Geschäft. Durch die Übernahme von XenSource in 2007 stieg Citrix in das Geschäft mit Virtualisierungslösungen ein. Das Produktportfolio des Unternehmens umfasst heute Lösungen wie XenDesktop, XenApp sowie Online-Services wie GoToMeeting, GoToTraining, GoToAssist und GoToMyPC. Daneben bietet Citrix Virtualisierungslösungen wie CitrixXenServer und Citrix Essentials für XenServer und Hyper-V an.

Citrix Systems betreut heute mehr als 230.000 Firmenkunden und über 100 Millionen Nutzer in mehr als 100 Ländern weltweit. Das Unternehmen gilt als Pionier und Marktführer im Zusammenhang mit dem virtuellen Arbeitsplatz außerhalb des Büros, denn Citrix-Software ist neben dem Extranet auch im Intranet, als auch im Internet und drahtlosen Kommunikationsnetzen einsetzbar. Zu den Kunden des Softwarehauses zählen neben AT&T, auch Ericsson, IKEA und Emerson sowie die deutschen Sparkassen. Darüber hinaus kooperiert Citrix neben seinem Vertriebsnetz bestehend aus mehr als 7.000 Händlern, mit weiteren Technologieunternehmen wie mit IBM und Oracle.

Neben dem Softwaregeschäft, welches inzwischen auch Lösungen für Handheld-Computer umfasst, bietet Citrix auch Beratung und Support an. Auch diverse Softwareprodukte rund um den Bereich Load-Balancing zählen zum Produktportfolio des Softwareanbieters. Ende 2003 verstärkte sich Citrix mit der Übernahme des Softwarespezialisten Expertcity. Ende 2004 kaufte Citrix den Sicherheitsspezialisten Net6. Mitte 2005 übernahm Citrix den Sicherheitsspezialisten NetScaler. Im Frühjahr 2006 kaufte Citrix den Client-Server-Softwarespezialisten Reflectent Software. Mitte 2006 folgte die Übernahme des WAN-Spezialisten Orbital Data, wobei gegen Jahresende der Spezialist Ardence zugekauft wurde. Im Frühjahr 2007 schluckte Citrix den Test-Softwareanbieter ThinGenius. Im Herbst 2007 wurde die Übernahme des Virtualisierungsspezialisten XenSource abgeschlossen. Daneben schluckte Citrix den Softwarespezialisten QuickTree. Anfang 2010 verstärkte sich Citrix durch die Übernahme des Suchspezialisten Plago. Ende 2010 kaufte Citrix den Software-as-a-Service Spezialisten NetViewer AG. Mitte 2011 übernahm Citrix den Cloud-Spezialisten Cloud.com.

Zahlen

Für das vergangene Juniquartal meldet Citrix einen Umsatzanstieg um 15 Prozent auf 530,8 Mio. US-Dollar. Der Gewinn kletterte zunächst auf 82 Mio. US-Dollar oder 43 US-Cent je Aktie, nach einem Profit von 48 Mio. Dollar oder 25 US-Cent je Aktie im Jahr vorher.

Meldung gespeichert unter: Citrix

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