Check Point stellt neue Sicherheitsprodukte gegen DDOS-Attacken und Bots vor

Montag, 25. Juni 2012 12:45
Check Point Software Technologies

(IT-Times) - Nachdem Höhenflug zu Jahresbeginn sind Check Point-Aktien wieder günstig zu haben. Analysten raten zum Einstieg, notieren die Papiere nachdem Jahreshoch bei rund 65 US-Dollar aktuell unter 50 US-Dollar.

Dabei sind die Absatzchancen für die Produkte von Check Point Software (Nasdaq: CHKP, WKN: 901638) besser den je. Die Marktforscher aus dem Hause Gartner rechnen in einer aktuellen Studie mit einem jährlichen Wachstum des weltweiten Marktes für Sicherheitssoftware von rund 14 Prozent pro Jahr. Hintergrund ist die wachsende Zahl von Cyber-Attacken gegen Server und Webseiten.

Erst jüngst bekannte sich die Hacker-Vereinigung UgNazi für den Ausfall bei der populären Microblogging-Plattform Twitter. Gegenüber Reuters gab UgNazi an, mit einer Distributed Denial-of-Service (DDoS) Attacke die Server zum Absturz gebracht zu haben. Bei Twitter wiegelte man zwar ab und führt den Ausfall auf einen Cascading-Fehler bei einer Infrastrukturkomponente zurück, dennoch wird deutlich welche Macht inzwischen Hacker-Vereinigungen wie UgNazi oder Anonymous inzwischen haben.

Check Point stellt neue Lösung gegen DDOS-Attacken vor
Um die Cyber-Kriminalität effektiv zu bekämpfen, hat Check Point Mitte April gemeinsam mit Radware mit dem DDOS Protector Appliance eine neue Produktlinie vorgestellt, die Firmen vor derartigen DDOS-Attacken besser schützen sollen. Die Lösung verspricht einen Schutz auf mehreren Ebenen bei einem Datendurchsatz von 12GB/s. Bei einer DDOS-Attacke versuchen Hacker eine Internetseite oder ein Netzwerk gezielt mit extrem hohen Traffic oder Anfragen zu bombardieren, um die Seite so zum Absturz zu bringen.

Das Radware Emergency Response Team hat in 2011 rund 135 solche Attacken ausgemacht. Der Cloud-basierte DDOS-Migrator Prolexic spricht von 45 Prozent mehr DDOS-Attacken im vierten Quartal 2011 als im Vorjahr. Die DDOS-Attacken dürften in 2012 zwar kürzer sein, als bisher, aber mehr Schaden verursachen, da die Datenpakete pro Sekunde an Volumen zunehmen würden, so Proexic CTO Paul Sop. Die Ausfälle kosten Firmen jährlich Millionenbeträge. Laut einer aktuellen Neustar Insight Umfrage beziffern große Firmen die Kosten bei einem Ausfall auf 50.000 US-Dollar pro Stunde bzw. 1,2 Mio. US-Dollar pro Tag. Bei Online-Händlern ist der Schaden sogar noch höher (über 2,0 Mio. Dollar pro Tag).

Check Point: ThreadCloud und GAiA für mehr Sicherheit in Unternehmen
Neben DDOS-Attacken sorgen auch Bots, die immer Internet nach Passwörtern und anderen Daten suchen, für großen Schaden. Hierfür hat Check Point mit ThreatCloud im April das weltweit erste Collaboration-Netz für die Bekämpfung von Cyberkriminalität vorgestellt. Die Lösung bezieht Daten von über 250 Millionen Adressen, 4,5 Millionen Malware-Signaturen sowie 300.000 infizierte Webseiten, um Bots und Viren frühzeitig zu erkennen. Passend hierzu stellte Check Point mit GaiA auch gleichzeitig ein neues Sicherheitsbetriebssystem vor, welches mit mehr als 100 neuen Sicherheitsfeatures Sicherheitsstandards in Unternehmen verbessern helfen soll.

Kurzportrait

Mit Hauptsitz in Ramat Gan/Israel, steuert Check Point Software Systems seine Geschäfte über sein Stammhaus in Redwood City/Kalifornien. Der Absatzmarkt Israel trägt lediglich nur ein bis zwei Prozent der gesamten Umsätze der Gesellschaft.

Check Point Software gilt als einer der weltweit führenden Anbieter von Firewall-Software und Sicherheitsanwendungen rund um VPN-Netze. Die von Check Point entwickelte Architektur soll eine sichere Verbindung nicht nur über das Internet, sondern auch über Virtual Private Netzwerke (VPN) bieten. Das Flagschiffprodukt und die mehrfach ausgezeichnete 1er Produktfamilie soll vor allem Firmennetzwerke vor Virenattacken und Hackerangriffen schützen. Mit Hilfe der INSPECT Engine wird jeder ausgehender und eingehender Traffic auf Schadsoftware gescannt.

Mit der Lösung ConnectControl bietet Check Point Software auch eine Load-Balancing-Lösung an, die Internet-Inhalte schneller durch das weltweite Datennetz fließen lassen. Gleichzeitig bietet Check Point weitere Netzwerküberwachungssoftware an, welche Administratoren das Konfigurieren von komplexen Computer- und Firmennetzwerken erleichtern soll.

Insgesamt setzen weltweit mehr als 500.000 Firmen auf die Firewall-Lösungen von Check Point, wobei mehr als 200.000 Unternehmen gleichzeitig auch auf die VPN-Lösungen aus dem Hause Check Point Software vertrauen. Check Point Software vertreibt seine Produkte aber nicht nur direkt an Endkunden, sondern auch mit Hilfe von Distributoren und Systemintegratoren. Insgesamt vertreiben mehr als 2.500 Partner, darunter namhafte Technologiefirmen wie IBM und Hewlett-Packard in 149 Ländern Software aus dem Hause Check Point.

Neben den Hauptniederlassungen in Ramat Gan und Redwood City, unterhält Check Point noch weitere Vertriebsbüros in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Norwegen, Schweden, den Niederlanden, Italien, Spanien, der Schweiz, Japan, Singapur, Australien, Mexiko und Kanada. Zuletzt verstärkte sich Check Point durch die Übernahme von Zone Labs und vermarktet somit nunmehr auch das Produkt ZoneAlarm. Anfang 2007 schloss Check Point die Übernahme des Netzwerküberwachungsspezialisten NFR Security ab. Gleichzeitig übernahm man den schwedischen Sicherheitsspezialisten Protect Data AB inklusive der Tochter Pointsec Mobile Technologies. Ende 2008 kaufte Check Point das Appliance-Sicherheitsgeschäft der finnischen Nokia. Im November 2009 schluckte Check Point die Sicherheitsanwendung FaceTime. Mitte 2010 wurde mit Liquid Machines ein weiteres Unternehmen übernommen, Ende 2011 kaufte Check Point den Spezialisten Dynasec Ltd.

Zahlen

Für das vergangene Märzquartal meldet Check Point einen Umsatzanstieg um elf Prozent auf 313,1 Mio. US-Dollar, nach Einnahmen von 281,3 Mio. Dollar in der Vorjahresperiode. Der Gewinn kletterte dabei um 18 Prozent auf 143,6 Mio. Dollar oder 68 US-Cent je Aktie, nach einem Profit von 122,1 Mio. Dollar oder 57 US-Cent je Aktie im Jahr vorher.

Meldung gespeichert unter: Check Point Software Technologies

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