BVDW: 10 Tipps für das sichere Einkaufserlebnis im Internet

Montag, 14. November 2011 10:39
BVDW

Unseriöse Anbieter, versteckte Kostenfallen und unsichere Zahlungsmethoden leicht erkennen  

Düsseldorf, 14. November 2011 - Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. veröffentlicht zehn Tipps für das sichere Einkaufserlebnis im Internet. Besonders zur Vorweihnachtszeit greifen Internetnutzer verstärkt auf Online-Shops zu, um bequem nach individuellen Geschenken zu suchen und die besten Schnäppchen zu erstehen. Damit die Käufer aber beim virtuellen Einkaufsbummel keine böse Überraschung erleben, empfiehlt die Fachgruppe E-Commerce im BVDW grundlegende Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Indem Schnäppchenjäger die einfachen Regeln befolgen, können sie während ihrer Shoppingtour unseriöse Anbieter, versteckte Kostenfallen und unsichere Zahlungsmethoden leichter erkennen. Die 10 Tipps ergänzen den Leitfaden "Sicher online einkaufen" der Fachgruppe E-Commerce im BVDW, der bereits kostenfrei auf der BVDW-Website unter www.bvdw.org erhältlich ist.  

Verbraucher sollen auf der sicheren Seite stehen  

"Deutsche Verbraucher sollen beim digitalen Einkauf auf der sicheren Seite stehen. Wir empfehlen jedem Käufer und insbesondere den Schnäppchenjägern, diese einfachen Tipps zu befolgen, damit ihre Online-Shoppingtour ohne böse Überraschungen ein sicheres Einkaufserlebnis im Internet bleibt. Nicht zu unterschätzen sind die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Online-Shops, die Käufer am besten zusammen mit dem Kaufdatum speichern oder ausdrucken sollten, so dass immer alle Vertragsregelungen bei eventuellen Reklamationen vorliegen. Doch auch Händlern empfehlen wir, für ihre Kunden den Online-Einkauf möglichst bequem und einfach zu gestalten, um das Weihnachtsgeschäft ideal zu nutzen", sagt Michael Hülsiggensen (EOS Payment Solutions), Leiter der Unit Payment in der Fachgruppe E-Commerce im BVDW.    

10 Tipps für das sichere Einkaufserlebnis im Internet  

1. Seriöse Anbieter verstecken sich nicht  

Achten Sie auf ein klares Impressum mit vollständiger Firmenanschrift, die als ladungsfähige Adresse mit Straße, Hausnummer und Ort sowie Ansprechpartner oder gesetzliche Vertreter für mögliche Abwicklungsprobleme der Bestellung angegeben sein muss. Anbieter ohne Kontaktinformationen oder nur mit Postfachadresse haben etwas zu verbergen. Letztere macht gerade bei der Rücksendung die Zustellung von größeren Paketen nahezu unmöglich. Auch die Wahl des Firmensitzes  hat einen großen Einfluss auf ihre Bestellung. Für ausländische Anbieter gelten andere Rechtsgrundlagen und nicht zuletzt andere Preise. Deshalb sollten die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Anbieters jederzeit und vollständig abrufbar sein.  Auch beim Einkauf über das Internet gilt das jeweilige Recht des Staats, in dem der Anbieter des Online-Shops seine Leistung erbringt oder in dem der Käufer wohnt. Wenn Sie in Deutschland wohnen, können Sie etwaige Ansprüche vor einem deutschen Gericht klären lassen. Die Entscheidungen deutscher Gerichte können insbesondere bei Anbietern der EU-Mitgliedstaaten durchgesetzt werden.  

2. Zertifikate und Gütesiegel geben Sicherheit  

Verbraucher profitieren von Zertifikate für die Betreiber von Online-Shops, indem verschiedene unabhängige Prüfstellen die Angebote nach verschiedenen Kriterien bewerten. In Deutschland stehen die Gütesiegel von z.B. Trusted Shops, "EHI Geprüfter Online-Shop" oder das TÜV-Siegel "Safer-Shopping" für sicheres Einkaufen im Netz. Die Verleiher der Zertifikate testen die Betreiber der Online-Shops dabei auf Garantieleistungen und Preistransparenz, Lieferbedingungen und Kundenservice sowie Datenschutz und nahezu 100 weitere Kriterien. Sind diese zur Zufriedenheit erfüllt, erhält der Shop-Betreiber ein Zertifikat und kann damit werben. Vor dem Online-Kauf hilft auch ein einfacher Anruf beim Händler oder eine Anfrage per E-Mail. Dieser ganz persönliche Test hilft jedem Kunden, die Erreichbarkeit des Kundendienstes selbst auszutesten und konkrete Antworten auf seine Fragen zu erhalten.  

3. Guter Kundenservice zahlt sich aus  

Trotz der in Deutschland hohen Servicequalität kann es bei Online-Einkäufen auch zu logistischen Problemen oder Unklarheiten zu den angebotenen Produkten kommen. Ein freundlicher, gut erreichbarer Kundenservice kann hier schnell Abhilfe schaffen. Neben einer telefonischen Hotline bieten viele Anbieter den direkten Kontakt per E-Mail und zunehmend auch Live-Chat-Dienste an. So können Sie Ihr Anliegen schnell aus der Welt schaffen. Achten Sie bei der telefonischen Hotline aber auf die Kosten. Teure Servicenummern mit langen Warteschleifen sind keine Seltenheit. Hingegen ist der Kontakt über E-Mail kostengünstig, aber unter Umständen auch langwierig. Auch hier lohnt ein Blick auf die Bewertungen und Erfahrungen anderer Käufer.  

4. Achten Sie auf die richtigen Empfehlungen und erkennen Sie falsche Bewertungen  

Sie sollten sich einen Überblick verschaffen, wie viele Empfehlungen zu einem Produkt bereits im Online-Shop abgegeben wurden. Zehn bis fünfzehn Aussagen zu einem bestimmten Produkt vermitteln eine erste Sicherheit, dass die dort getätigten Aussagen vertrauenswürdig erscheinen. Wenn eine Person ein Produkt negativ bewertet, bedeutet dies aber noch lange nicht, dass ein Produkt gänzlich schlecht ist. Einerseits können Negativempfehlungen den entscheidenden Nachteil eines Produktes beschreiben, welchen Sie vermeiden möchten. Andererseits wird nur selten jeder Kunde von einem Produkt überzeugt sein. Auch drei von fünf Sternen können eine positive Bewertung darstellen. Achten Sie daher auf eine ausreichende Anzahl negativer Aussagen, bevor Sie auf den Kauf eines Produktes verzichten sollten. Finden Sie nur sehr positive und nahezu keine negativen Bewertungen oder kritischen Produktrezensionen, sollten Sie bereits vor dem Kauf skeptisch werden. Selbstverständlich gibt es Produkte, welche nur positive Bewertungen erhalten. Eine neue Innovation wie das Tablet-PCs oder Smartphones bekommt sehr oft positive Bewertungen. Diese wenigen "Überfliegerprodukte" sind jedoch weitläufig bekannt, sodass Sie hierfür eigentlich keine Empfehlungen oder Rezensionen lesen müssten. Jedoch empfiehlt sich, Bewertungen gerade bei Produkten zu Rate zu ziehen, falls diese nicht im Rampenlicht der Medien und Marketer stehen. Auch helfen Ihnen die Berichte in Foren, Blogs oder unabhängigen Bewertungsportalen. Werden die Produkte auf verschiedenen Portalen ähnlich bewertet, können Sie davon ausgehen, dass die Bewertungen authentisch sind. Achten Sie generell auf den Inhalt von Bewertungen, falls der Betreiber des Online-Shops direkten Einfluss auf die Bewertungsinhalte nehmen kann. Dies ist in der Regel von Vorteil, sobald einzelne Nutzer negative Kommentare mit mutwilligen oder schadhaften Inhalten veröffentlicht haben, ohne dass diese Rezension nachweislich auf das jeweilige Produkt bezogen ist. Sollten negative Meinungen zu den Artikeln gänzlich unterdrückt werden, hinterfragen Sie dieses Vorgehen beim Betreiber des Online-Shops.  

Meldung gespeichert unter: BVDW

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