Bundesministerin Aigner und BITKOM-Präsident Scheer: Seniorinnen und Senioren für die Chancen des Internets begeistern

Mittwoch, 3. November 2010 13:14
BITKOM

Umfrage: Nur 32 Prozent der älteren Menschen nutzen das Netz Berlin, 3. November 2010 Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner und BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer haben die stärkere Teilhabe älterer Menschen am Internet als eine „wichtige Aufgabe für Wirtschaft und Politik“ bezeichnet. „20 Prozent der Deutschen sind 65 Jahre und älter. Doch nur elf Prozent aller Internetnutzer sind Senioren. Wir müssen den älteren Menschen die Scheu vor dem Internet nehmen und ihnen den Zugang erleichtern. Das Internet ist nicht nur Informationsquelle, sondern erleichtert auch Kontakte im täglichen Leben“, sagten Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner und BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer am Mittwoch in Berlin anlässlich der Veröffentlichung einer Untersuchung zur Internetnutzung von Senioren. Dabei wurden auch Empfehlungen für Senioren im Internet vorgestellt, die vom  Bundesverbraucherministerium und dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) erstellt wurden.

„Das Internet ist heute längst nicht nur für junge und mittlere Altersgruppen attraktiv“, sagte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner. „Ich möchte, dass alle Generationen vom technischen Fortschritt profitieren und Zugang zur digitalen Welt erhalten. Wir müssen Ängste und Hemmschwellen älterer Menschen vor dem Internet abbauen, aber gleichzeitig mögliche Risiken offen benennen und über Sicherheitsmaßnahmen informieren. Daher fördern wir verschiedene Projekte und Broschüren mit Tipps, wie man sich sicher und leicht in der digitalen Welt bewegt.“

Das Bundesverbraucherministerium und BITKOM haben für ältere Verbraucherinnen und Verbraucher Tipps zusammengestellt, wie der Einstieg ins Internet einfach und sicher gelingen kann. Das Informationsblatt ist unter  www.bmelv.de und www.bitkom.org online kostenfrei verfügbar.

„Nur jeder Dritte ab 65 nutzt bisher das Internet“, sagte BITKOM- Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Nach einer Erhebung von BITKOM und dem Hamburger Meinungsforschungsinstitut Aris sind erst 32 Prozent der Senioren online. „Wer einmal vernetzt ist, macht dabei in aller Regel hervorragende Erfahrungen“, so Scheer. Die sogenannten „Silver Surfer“  geben dem Internet Bestnoten: So sagen 95 Prozent, das Internet sei ein Gewinn durch nützliche Informationen, 90 Prozent betrachten das Netz als Plus an Flexibilität, und 86 Prozent sehen es als Gewinn für ihre Lebensqualität.

Bemerkenswert ist, welch große Rolle das Internet für das soziale Leben älterer Nutzer spielt: Zwei Drittel (64 Prozent) sagten, sie hätten bestehende Freundschaften aufgefrischt, mehr als die Hälfte (58 Prozent) nach eigenem Bekunden gute Freunde kennengelernt. Jeder vierte Surfer ab 65 hat der Studie zufolge sogar einen neuen Lebenspartner im Internet gefunden. „Das Internet boomt als Freundschafts- und Partner-Netzwerk für ältere Menschen“, erklärt Scheer. 82 Prozent der älteren Anwender machen nach eigenen Angaben nur positive Erfahrungen mit anderen Internetnutzern.

Nach einer Erhebung von BITKOM und Forsa ist inzwischen jeder sechste Internetnutzer ab 65 auch Mitglied eines sozialen Netzwerks (Community). „Für ältere Nutzer werden Communitys zunehmend attraktiv. Die Zahl der älteren Mitglieder wird rasch steigen, und es wird zunehmend Netzwerke speziell für Senioren geben“, kommentiert BITKOM-Präsident Scheer. „In sozialen Netzwerken sollten aber auch die älteren Nutzer darauf achten, für wen ihre persönlichen Informationen sichtbar sind. In der Regel ist dies in der Grundeinstellung das gesamte Netzwerk. Hier würde ich eine Beschränkung auf Freunde empfehlen“, sagte Bundesministerin Aigner. Auch von den sozialen Netzwerken forderte Aigner, dass sie die Privatsphäre ihrer Mitglieder ernst nehmen und eine restriktive Grundeinstellung vornehmen, die eine aktive Freischaltung von Informationen für andere erfordert. Ohne ausdrückliche Zustimmung der Verbraucher dürfe es auch im Internet generell keine Weitergabe persönlicher Daten geben. „Gerade soziale Netzwerke für Senioren können nur dann langfristig erfolgreich sein, wenn sie die Daten ihrer Mitglieder umfassend schützen“, so Aigner.

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