BREKO Firmen peilen 6 Mrd. Euro Umsatz an

Donnerstag, 24. April 2008 12:31
BREKO

Präsident Knauer fordert Politik zu schnellerem Handeln auf

Köln, 24.4.2008. Die im Bundesverband Breibandkommunikation BREKO zusammengeschlossenen Netzbetreiber haben im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 5,6 Mrd. Euro und damit ein Plus zum Vorjahr von 20% erwirtschaftet.* Dies gab BREKO-Präsident Peer Knauer heute in Köln bei der jährlichen Vorstellung der Unternehmens-Wirtschaftdaten bekannt. Die Firmen, die 99% des Festnetzwettbewerbs der Telekom repräsentieren, werden im laufenden Jahr die 6 Mrd.-Grenze überschreiten. Knauer sieht in diesem Wachstum die Strategie des eigenen Infrastrukturausbaus bestätigt, gibt jedoch zu bedenken: „Diesen Erfolg haben wir eher trotz als wegen der Regulierungsvorgaben erreicht. Die Miete der Teilnehmeranschlussleitung ist mit 10,50 Euro im europäischen Vergleich immer noch zu hoch und wir subventionieren immer noch mit rd. 2 Milliarden Euro Terminierungsentgelten pro Jahr die Preisgestaltung der Mobilfunker.“

Unzufrieden zeigt sich der Verband insbesondere mit der Länge der Verfahren bei der Bundesnetzagentur. Es gehe nicht an, so Knauer, dass sich beispielsweise die Beratungen über den Standardvertrag zur Teilnehmeranschlussleitung über zwei Jahre hingezogen hätten und entscheidende Missbrauchsverfahren nicht stringent genug angegangen würden. Dies seien zentrale Punkte für einen fairen und am Konsistenzgedanken orientierten Wettbewerb. Vor diesem Hintergrund plädiert BREKO-Präsident Knauer für ein preisbewussteres Entgeltmanagement durch die Bundesnetzagentur. Nicht hinnehmbar seien Entscheidungen, die eine weitere Entwertung der vorhandenen und zu schaffenden TK-Infrastruktur herbeiführen würden und das Konsistenzgebot unterlaufen. Insbesondere bei der Festlegung des Entgeltes für den IP-Bitstrom-Zugang am 13. Mai fordert der Verbandschef ein klares Signal für den Werterhalt von TK-Infrastruktur. Knauer: „Ein zu niedriges Bitstrom-Entgelt würde ein weiteres Mal die Reseller bevorzugen, die kaum eigene Infrastruktur besitzen und ihre Dienste einfach Huckepack auf den Netzen anderer transportieren. Das muss seinen Preis haben.“

Meldung gespeichert unter: BREKO

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