Apple setzt neue Maßstäbe - iPhone und iPad sorgen für Euphorie

Donnerstag, 22. April 2010 12:21
Apple

(IT-Times) - Die Erwartungen waren hoch, doch der US-Computerhersteller Apple (Nasdaq: AAPL, WKN: 865985) konnte selbst die kühnsten Gewinnerwartungen der Analysten übertreffen. Die jüngsten Geschäftszahlen katapultierten den Apple-Aktienkurs auf ein neues Jahreshoch bei rund 260 US-Dollar.

Der phänomenale Erfolg ist vor allem auf das Apple-Handy iPhone zurückzuführen. Das Smartphone ist inzwischen in immer mehr Ländern verfügbar, wodurch Apple im jüngsten Quartal 8,75 Millionen Einheiten seines Kult-Handys absetzen konnte, ein Zuwachs von 131 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Verkaufszahlen in Greater China explodieren
Nachdem Apple mit seinem Handy in den USA und in Europa bereits zahlreiche Kunden begeistern konnte, erfreut sich das Apple-Handy offenbar auch in Asien einer zunehmenden Beliebtheit.

Laut Aussagen von Apple COO Tim Cook konnte Apple den Absatz des iPhones in der Region Greater China gegenüber dem Vorjahr verneunfachen. Zur Greater China Region zählt nicht nur China, sondern auch die Märkte in Hongkong und Taiwan. Laut Cook habe Apple in China weitere 800 Vertriebsstellen eingerichtet, in denen das Apple-Handy verfügbar ist. Laut Cook kletterte der Apple-Umsatz in der Region in den vergangenen sechs Monaten um rund 200 Prozent auf 1,3 Mrd. Dollar. Apple verkauft das iPhone in China seit Oktober 2009.

Bislang galt das Apple-Handy in China nicht gerade als Verkaufsschlager. Dies hat sich scheinbar nunmehr geändert, auch wenn Apple keine detaillierten Verkaufszahlen für die Region ausweist. Insgesamt will Apple das Geschäft in China weiter vorantreiben und in diesem Jahr zwei neue Läden in Shanghai eröffnen. Bis Ende 2011 will Apple dann mit insgesamt 25 eigenen Apple Stores in China Flagge zeigen, wie die Dongfang Daily berichtet.

Daneben mehren sich die Zeichen, dass Apple im Sommer dieses Jahres ein neues iPhone vorstellen wird. Ein erster Prototyp ist bereits in einer Bar aufgetaucht und in die Hände des Branchendienstes Gizmodo gelangt. Branchengerüchten zufolge wird Apple das iPhone 4G Ende Juni vorstellen und damit voraussichtlich einen neuen Hype auslösen.

iPad ein Game-Changer?
Neben dem iPhone hat Apple inzwischen noch ein weiteres heißes Eisen im Feuer. Die hohe Nachfrage nach dem neuen Tablet PC iPad hat Apple bereits gezwungen, den internationalen Marktstart um einen Monat zu verschieben. Sollte der iPad nur annähernd so erfolgreich sein wie das iPhone, dürfte Apple die gesamte Medien- und Computerbranche neu ordnen…

Kurzportrait

Apple leitete zu Beginn der 80er Jahre die Revolution bei Personalcomputern ein. Bereits in den 70er Jahren stellte das Unternehmen mit dem Apple II einen Vorläufer zum heutigen Personalcomputer vor. Ein Jahrzehnt später folgte mit dem Macintosh einer der ersten Desktop-Systeme auf den Markt, welcher sich auch für die breite Masse der Anwender eignete.

Nach einem Auf und Ab in der Unternehmensgeschichte und der Rückkehr von Steve Jobs, gelang Apple erneut die Wende. Heute präsentiert sich das kalifornische Unternehmen als Anbieter von innovativen Desktop-Geräten und Unterhaltungselektronik, welche vor allem durch ihr ausgefallenes Design nicht nur Aufmerksamkeit erregen, sondern auch in Sachen Technik überzeugen.

Apple bietet nicht nur Computer und Laptops an, sondern mit dem iPod auch einen tragbaren Musik-Player, mit dem der PC-Hersteller innerhalb kurzer Zeit zum Marktführer wurde. Der inzwischen weltweit verfügbare Musik-Download-Service iTunes gilt als der bisher erfolgreichste legale Online-Musikdienst. So wurden seit Beginn des Dienstes bereits über sechs Mrd. Musik-Songs aus dem Netz geladen.

Neben verschiedenen Softwareanwendungen für den Mac, setzt das Unternehmen aber auch auf eine leistungsstarke Hardware und auf ein eigenes Betriebssystem. Mit der Ankündigung, künftig auch Intel-Chips in seinen Systemen verbauen zu wollen, sorgte Apple im Jahr 2006 für Aufsehen in der Branche. Anfang 2007 stieg Apple mit dem iPhone auch in den Mobilfunkmarkt ein. Mitte 2008 folgte mit dem iPhone 3G ein Nachfolger mit GPS- und UMTS-Unterstützung. Mitte 2009 stellte Apple dann das schnellere iPhone 3GS vor. Gleichzeitig präsentierte man mit Apple TV eine neue set-top Box für das Wohnzimmer. Mit dem iPod Touch präsentierte Apple zudem einen neuen portablen Media-Player mit einem Touchscreen-Display. Anfang 2008 stellte Apple mit dem MacBook Air den damals weltweit dünnsten Notebook-PC vor. Im Dezember 2009 kaufte Apple den digitalen Musikservice Lala auf. Anfang 2010 stellte Apple mit dem iPad einen neuartigen Tablet PC vor, der seit Anfang April auf den Markt ist.

Über die 100%ige Apple-Tochter FileMaker bietet der Computerhersteller aber auch Datenbanksoftware an. Zuletzt stellte das Unternehmen mit dem iPod Shuffle und dem Mac Mini kostengünstige Einstiegsvarianten seiner Flagschiffprodukte vor.

Zahlen

Für das vergangene zweite Fiskalquartal 2010 meldet Apple einen Umsatzanstieg um 49 Prozent auf 13,5 Mrd. US-Dollar, nach Einnahmen von 9,1 Mrd. Dollar in der Vorjahresperiode. Die Einnahmen aus dem iPhone- und Zubehörgeschäft steuerten bereits 40 Prozent der Gesamtumsätze bei.

Insgesamt kletterte der Gewinn um 90 Prozent und damit auf ein Rekordniveau von 3,1 Mrd. Dollar oder 3,33 Dollar je Aktie, nach einem Profit von 1,6 Mrd. Dollar oder 1,79 Dollar je Anteil in der Vorjahresperiode. Mit den vorgelegten Zahlen konnte Apple die Markterwartungen der Analysten in den Schatten stellen. Diese hatten im Vorfeld mit Einnahmen von 12 Mrd. Dollar sowie mit einem Nettogewinn von 2,45 Dollar je Aktie gerechnet.

Den signifikanten Gewinnanstieg führt das Unternehmen insbesondere auf den anhaltenden Erfolg des Kult-Handys iPhone zurück. Insgesamt konnte Apple im jüngsten Quartal eine Rekordzahl von 8,75 Millionen Smartphones absetzen, womit sich der Absatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelte.

Daneben konnte Apple 2,94 Millionen Macs verkaufen, was einem Zuwachs von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Daneben gelang es dem Computerpionier, 10,89 Millionen iPods abzusetzen, ein Rückgang von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Bruttomargen konnte Apple auf 41,7 Prozent vom Umsatz heben, nach 39,9 Prozent in der Vorjahresperiode. Das internationale Geschäft zeichnete für 58 Prozent der Gesamteinnahmen verantwortlich.

Markt und Wettbewerb

Meldung gespeichert unter: Apple

© IT-Times 2016. Alle Rechte vorbehalten.

Unternehmen / Branche folgen
Unsere Nachrichten auf Ihrer Website

Sie haben die Möglichkeit, mit unserem Webmaster-Nachrichten-Tool die Nachrichten von IT-Times.de kostenlos auf Ihrer Internetseite einzubauen.

Zugeschnitten auf Ihre Branche bzw. Ihr Interesse.

Unternehmen / Branche folgen
Unsere Nachrichten auf Ihrer Website

Sie haben die Möglichkeit, mit unserem Webmaster-Nachrichten-Tool die Nachrichten von IT-Times.de kostenlos auf Ihrer Internetseite einzubauen.

Zugeschnitten auf Ihre Branche bzw. Ihr Interesse.

Folgen Sie IT-Times auf ...