Apple - massive Lieferprobleme verhindern besseres Quartal

Lieferengpässe verhageln Ergebnis

Montag, 28. Januar 2013 13:20
Apple

(IT-Times) - Apple ist nicht mehr länger das weltweit wertvollste Unternehmen. Nach den Kursverlusten der letzten Tage hat der Mac-Hersteller diese Position an den Ölkonzern Exxon Mobile abtreten müssen.

Zuvor sorgten enttäuschende iPhone-Absatzzahlen für kräftige Kursverluste. Apple-Aktien brachen an der Wall Street um über 12 Prozent ein, mehr als zehn Mrd. US-Dollar Börsenwert lösten sich in Luft auf. Apple CEO Tim Cook erklärte im Conference Call, warum das jüngste Quartal teilweise sehr schwierig für den Mac-Hersteller war.

Apple (Nasdaq: AAPL, WKN: 865985) hatte dabei mit verschiedenen Problemen zu kämpfen. Zum einen war das jüngste Quartal mit 13 Wochen um eine Woche kürzer als das Vorquartal, zum anderen hatte Apple mit signifikanten Lieferschwierigkeiten zu kämpfen.

Lieferengpässe beim iPhone 5, iPhone 4, iPad mini und neuen iMacs
So kam Apple nicht mit der Produktion des neuen iPhone 5 hinterher. Schon während des Quartals zeichneten sich die Lieferschwierigkeiten ab. Stets waren auf der Apple-Seite Lieferfristen von zwei bis drei Wochen angegeben. Cook bestätigte die Lieferschwierigkeiten dann auch im Conference Call, wonach Apple diese Probleme erst gegen Ende des Quartals lösen konnte.

Signifikante Lieferengpässe gab es auch beim neuen iPad mini Tablet sowie bei beiden neuen iMac-Modellen. Diese Probleme zogen sich über das gesamte Quartal hinweg, so Cook. Auch beim älteren iPhone 4 hatte Apple die Nachfrage unterschätzt. Auch dort konnte Apple nach Aussagen von Cook nicht genügend Stückzahlen in den Markt bringen.

Die Lieferengpässe im Zusammenhang mit dem iPad mini und dem iPhone 4 hofft Apple im laufenden ersten Quartal 2013 beheben zu können. Beim iMac setzt Apple auf eine signifikante Erhöhung der Liefermengen, nach dem auch dort die Nachfrage höher als erwartet war. Noch könne man aber nicht mit Sicherheit sagen, ob man die Lieferprobleme im Bezug auf die neuen iMacs im laufenden Quartal lösen könne, so Cook.

Analysten fürchten Druck auf die Gewinnmargen
Im Analystenlager wollte man die Lieferengpässe für die eher enttäuschenden Zahlen nicht gelten lassen. Durch die Reihen korrigierten Analysten ihre Kursziele für Apple-Aktien kräftig nach unten.

Im Analystenlager fürchtet man vor allem einen zusätzlichen Druck auf die Gewinnmargen, falls Apple doch gezwungen sein wird, ein Billig-iPhone auf den Markt zu bringen. Darüber hinaus warten Branchenbeobachter noch immer auf ein Zeichen von Apple und CEO Tim Cook, auf neue Innovationen im TV-Bereich.

Kommt der Apple TV-Fernseher noch Ende 2013?
Die Produktkategorie ist zwar weiterhin nur ein "Hobby" von Apple, jedoch machte Cook nochmals deutlich, dass der TV-Bereich nach wie vor von großem Interesse für Apple sei.

Immerhin konnte Apple im jüngsten Quartal zwei Millionen Apple TV Set-Top-Boxen verkaufen, ein Zuwachs von 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zu konkreten Produkten wollte sich Cook zwar nicht äußern, dennoch steigen durch die Aussagen die Chancen, dass Apple im TV-Markt künftig mehr als nur eine Set-Top-Box anbieten wird.

Die Rede ist von einem voll integriertem TV-System samt TV App Store (iTV), welches zwischen 1.500 und 2.000 US-Dollar kosten könnte. Behalten die Marktauguren und Analysten wie Piper Jaffray Analyst Gene Munster recht, könnte das System schon zu Weihnachten 2013 im Handel sein und damit eine weitere Revolution in der Technologiebranche einläuten.

Kurzportrait

Apple leitete zu Beginn der 80er Jahre die Revolution bei Personalcomputern ein. Bereits in den 70er Jahren stellte das Unternehmen mit dem Apple II einen Vorläufer zum heutigen Personalcomputer vor. Ein Jahrzehnt später folgte mit dem Macintosh einer der ersten Desktop-Systeme auf den Markt, welcher sich auch für die breite Masse der Anwender eignete.

Heute präsentiert sich das kalifornische Unternehmen als Anbieter von innovativen Desktop-Geräten und Unterhaltungselektronik, welche vor allem durch ihr ausgefallenes Design nicht nur Aufmerksamkeit erregen, sondern auch in Sachen Technik überzeugen. Über die 100%ige Apple-Tochter FileMaker bietet der Computerhersteller aber auch Datenbanksoftware an.

Apple bietet nicht nur Computer und Laptops an, sondern mit dem iPod auch einen tragbaren Musik-Player, mit dem der PC-Hersteller innerhalb kurzer Zeit zum Marktführer wurde. Der inzwischen weltweit verfügbare Musik-Download-Service iTunes gilt als der bisher erfolgreichste legale Online-Musikdienst.

Neben verschiedenen Softwareanwendungen für den Mac, setzt das Unternehmen aber auch auf eine leistungsstarke Hardware und auf ein eigenes Betriebssystem (Mac OS X). Mit der Ankündigung, künftig auch Intel-Chips in seinen Systemen verbauen zu wollen, sorgte Apple im Jahr 2006 für Aufsehen in der Branche. Anfang 2007 stieg Apple mit dem iPhone auch in den Mobilfunkmarkt ein. Anfang 2008 stellte Apple mit dem MacBook Air den damals weltweit dünnsten Notebook-PC vor. Mitte 2008 folgte mit dem iPhone 3G ein Nachfolger mit GPS- und UMTS-Unterstützung. Mit dem iPod Touch präsentierte Apple zudem einen neuen portablen Media-Player mit einem Touchscreen-Display.

Mitte 2009 stellte Apple dann das schnellere iPhone 3GS vor. Mitte 2010 folgte mit dem iPhone 4 der noch schnellere Nachfolger, der vor allem mit einem hochauflösenden Display (Retina) glänzt. Anfang 2010 stellte Apple mit dem iPad einen neuartigen Tablet PC vor, im Frühjahr 2011 brachte Apple mit dem iPad 2 den Nachfolger seines ersten Erfolgsmodells auf den Markt. Im Herbst 2011 folgte das iPhone 4S mit dem Sprachassistenten Siri. In 2012 schickte Apple die 4te Generation des iPads und das iPhone 5 ins Rennen.

Daneben ist Apple TV inzwischen mit einer 99 Dollar teuren und neuen Set-Top-Box für das Wohnzimmer im Markt vertreten. Im Dezember 2009 kaufte Apple den digitalen Musikservice Lala auf. Anfang 2012 bestätigte Apple die Übernahme der israelischen Anobit Technologies. Im Herbst 2012 stellte Apple seinen neuen 7,85-Zoll großen iPad mini Tablet vor.

Zahlen

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