Apple - iPod Nano soll es richten

Dienstag, 1. August 2006 00:00
Apple

(IT-Times) Der US-Computerpionier Apple (Nasdaq: AAPL, WKN: 865985) schwimmt weiter auf der Erfolgswelle. Der Run auf den Musik-Player iPod ist noch nicht abgeebbt, gleichzeitig bereitet das Unternehmen bereits den nächsten Coup vor.

iPod Nano gegen Microsofts „Zune“

Noch im Spätherbst wird ein neuer iPod Nano aus dem Hause Apple erwartet. Das Gerät wird damit im direkten Wettbewerb mit Microsofts neuem Projekt „Zune“ treten. Über die Spezifikationen und Preise bezüglich Apples iPod Nano und Microsofts „Zune“ ist bislang nur wenig bekannt.

In der nächsten iPod-Generation werden aber vermutlich Chips des Grafikchipentwicklers nVidia arbeiten, berichtet das IT-Magazin EETimes. Die neue iPod-Generation wird daher möglicherweise nicht nur Musik, Videos und Filme, sondern auch Computerspiele abspielen können. Damit würde Apple in eine ganz neue Dimension im Unterhaltungsmarkt vorstoßen.

Microsoft setzt bei seinem Musik-Player „Zune“ vor allem auf drahtlose Kommunikationsfunktionen, um bei den Konsumenten zu punkten. Ohnehin hat sich Microsoft bereits auf eine langfristige Auseinandersetzung mit Apple eingestellt und bittet um Geduld. Ob Microsoft, wie im Falle Xbox, Anfangsverluste in Kauf nehmen wird, um sein Produkt im Markt zu platzieren, steht noch nicht fest. Doch sei das Xbox-Team rund um J. Allard in die Entwicklung des Zune-Projektes miteinbezogen, heißt es aus Redmond.

Strategiewechsel zahlt sich aus

Aber nicht nur das iPod-Geschäft entwickelte sich zuletzt weiter positiv. Auch mit dem Wechsel auf Intel-Prozessoren landete Apple einen Treffer, der sich bereits im vergangenen Quartal positiv bemerkbar machte. Die Notebook-Auslieferungen kletterten in der Berichtsperiode um 61 Prozent, wobei insbesondere die Intel-basierten MacBooks großen Anklang bei den Käufern fanden. Intel-basierte Geräte zeichneten nach Apple-Angaben zuletzt für über 75 Prozent aller verkauften Macs verantwortlich.

Kurzportrait

Apple Computer leitete zu Beginn der 80er Jahre die Revolution bei Personalcomputern ein. Bereits in den 70er Jahren stellte das Unternehmen mit dem Apple II einen Vorläufer zum heutigen Personalcomputer vor. Ein Jahrzehnt später folgte mit dem Macintosh einer der ersten Desktop-Systeme auf den Markt, welcher sich auch für die breite Masse der Anwender eignete.

Nach einem Auf und Ab in der Unternehmensgeschichte und der Rückkehr von Steven Jobs, gelang Apple erneut die Wende. Heute präsentiert sich das kalifornische Unternehmen als Anbieter von innovativen Desktop-Geräten und Unterhaltungselektronik, welche vor allem durch ihr ausgefallenes Design nicht nur Aufmerksamkeit erregen, sondern auch in Sachen Technik überzeugen.

Apple bietet nicht nur Computer und Laptops an, sondern mit dem iPod auch einen tragbaren Musik-Player, mit dem der PC-Hersteller innerhalb kurzer Zeit zum Marktführer wurde. Der inzwischen auch in Europa und Asien gestartete Musik-Download-Service iTunes gilt als der bisher erfolgreichste legale Online-Musikdienst. So wurden seit Beginn des Dienstes bereits über 500 Mio. Musik-Songs aus dem Netz geladen. Mit Final Cut Pro und iMovie will das Unternehmen vor allem auch Multimedia-Spezialisten ansprechen. Die kostenlose Anwendung iPhoto soll Fotofreunde eine Hilfestellung beim Sichten und Bearbeiten von entsprechendem Fotomaterial an die Hand geben. Neben verschiedenen Softwareanwendungen für den Mac, setzt das Unternehmen aber auch auf eine leistungsstarke Hardware und auf ein eigenes Betriebssystem. Mit der Ankündigung, künftig auch Intel-Chips in seinen Systemen verbauen zu wollen, sorgte Apple zuletzt für Aufsehen in der Branche.

Über die 100%ige Apple-Tochter FileMaker bietet der Computerhersteller aber auch Datenbanksoftware an. Zuletzt stellte das Unternehmen mit dem iPod Shuffle und dem Mac Mini kostengünstige Einstiegsvarianten seiner Flagschiffprodukte vor.

Zahlen

Für das vergangene Juniquartal meldet Apple einen Umsatzanstieg auf 4,37 Mrd. Dollar, nach Einnahmen von 3,52 Mrd. Dollar im Jahr vorher. Der Nettogewinn kletterte dabei um 46 Prozent auf 472 Mio. Dollar oder 54 US-Cent je Aktie, nach einem Plus von 320 Mio. Dollar oder 37 US-Cent je Aktie im Jahr vorher. Mit diesen Zahlen konnte Apple gleichzeitig auch die Erwartungen der Analysten deutlich übertreffen. An der Wall Street hatte man im Vorfeld mit Einnahmen von 4,4 Mrd. Dollar, aber nur mit einem Nettogewinn von 44 US-Cent je Aktie kalkuliert.

Wie Apple weiter mitteilt, konnte man im jüngsten Quartal 1,3 Mio. Macintosh-Computer ausliefern und 8,1 Mio. iPod Musik-Player absetzen. Dies entspricht einem Absatzzuwachs von 12 Prozent bei Macs und ein Plus von 32 Prozent bei iPods im Vergleich zum Vorjahr.

Mit dem iPod Musik-Player dominiert Apple auch weiterhin 75 Prozent des US-Marktes für Musik-Player, so Apple-CEO Steve Jobs. Das Kerngeschäft rund um Macintosh-Computer trug zuletzt 55 Prozent der Erlöse, während das Musik-Geschäft rund um iPod und iTunes bereits 45 Prozent zu den Erlösen beisteuerten.

Markt und Wettbewerb

Apple Computer sieht sich im immer härter werdenden Wettbewerb vor allem traditionellen Computerherstellern gegenüber. So gelten Dell, Gateway, Hewlett-Packard, IBM und Microsoft als ernstzunehmende Konkurrenten für den Computerpionier aus Kalifornien.

Während Apple mit seinen Modellen nicht den Massenmarkt anvisiert, setzt die Konkurrenz in Form von Dell von Anfang an auf den Direktvertrieb und erschwingliche Computergeräte für den privaten Verbraucher. Zuletzt wagte Apple allerdings mit seinem Mac Mini den Vorstoß in den Massenmarkt, wobei Apple einen Wechsel auf Intel-Chips vollzog.

Meldung gespeichert unter: iPod nano

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