Apple gibt weiter den Takt vor - neue Produkte angekündigt

Freitag, 23. Juli 2010 13:20
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(IT-Times) - Einmal mehr konnte der US-Computerhersteller Apple (Nasdaq: AAPL, WKN: 865985) die Markterwartungen der Wall Street in den Schatten stellen. Dank der weiterhin hohen Nachfrage nach Macs, dem Kult-Handy iPhone und dem neuen Tablet PC iPad überstieg der Apple-Börsenwert inzwischen den von Microsoft. Auch nahmen viele Analysten die jüngsten Zahlen zum Anlass, um ihre Kursziele für Apple-Aktien nach oben zu schrauben.

Wann der Apple-Aktienkurs die Marke von 300 US-Dollar nehmen wird, scheint nur noch eine Frage der Zeit. Zu groß scheint bereits der technische Vorsprung des Unternehmens im Smartphone- und Tablet PC-Markt gegenüber Wettbewerbern, auch wenn sich das Unternehmen mit dem „Antennagate“ zuletzt einen Fauxpas geleistet hat. Die zusätzliche Ausgabe von Schutzhüllen für das neue iPhone 4 wird Apple zwar 175 bis 200 Mio. US-Dollar an Umsatz kosten, einen peinlichen Rückruf und einen damit verbundenen Image-Verlust kann das Unternehmen dadurch aber vermeiden.

Apple-Ikone Steve Jobs kündigt neue Produkte an
Das neue iPhone 4 und der Tablet PC iPad dürften nicht die einzigen Neuerungen in diesem Jahr bleiben, schon bereitet Apple den nächsten Schlag gegen die Konkurrenz vor. Apple-Chef Steve Jobs äußerte sich zwar im Rahmen der Pressekonferenz noch wage, fest steht aber, dass Apple noch in diesem Jahr weitere Produktneueinführungen plant.

Nicht nur, dass am 1. Juli das mobile Werbenetz iAd an den Start gehen soll, Marktbeobachter erwarten zudem, dass Apple in den nächsten Wochen neue iMacs präsentieren wird. Wie der Branchendienst AppleInsider meldet, hat Apple bereits seine Händler darüber informiert. Unter anderem wird darüber spekuliert, dass Apple erstmals neue iMacs mit einem Intel Core i3 Prozessor für den low-end Markt vorstellen wird, wodurch die Kalifornier erstmals alle drei Mobile-Prozessoren aus dem Hause Intel in seinen Produkten nutzen würden.

Neue Apple TV Box im Anmarsch
Zudem verdichten sich die Hinweise darauf, dass Apple eine neu überarbeitete set-top-Box (Apple TV) auf den Markt bringen wird. Bislang hatte Apple TV nur ein Schattendasein geführt und kaum nennenswert zum Wachstum beigetragen. Dies könnte sich bald ändern. Apple will nach einem Bericht von NewTeeVee TV-Shows für 99 US-Cent pro Show über Apple TV verleihen und verhandelt derzeit mit diversen TV-Studios über einen Vertragsabschluss.

Derzeit müssen Apple TV Kunden 1,99 US-Dollar pro Episode berappen, wobei Sendungen im HD-Format sogar 2,99 US-Dollar kosten. Wie Engadget bereits im Vorfeld berichtete, soll die neue Apple TV Box mit einem A4-Prozessor und dem neuen Betriebssystem iOS 4 daherkommen und für 99 US-Dollar verkauft werden.

Offiziell bestätigen wollte Apple das Produkt noch nicht, dennoch gilt ein entsprechender Vorstoß als wahrscheinlich, denn Google (Google TV) macht bereits in diesem Markt mobil, um sich die Vorherrschaft in einem neuen Wachstumsmarkt zu sichern…

Kurzportrait

Apple leitete zu Beginn der 80er Jahre die Revolution bei Personalcomputern ein. Bereits in den 70er Jahren stellte das Unternehmen mit dem Apple II einen Vorläufer zum heutigen Personalcomputer vor. Ein Jahrzehnt später folgte mit dem Macintosh einer der ersten Desktop-Systeme auf den Markt, welcher sich auch für die breite Masse der Anwender eignete.

Nach einem Auf und Ab in der Unternehmensgeschichte und der Rückkehr von Steve Jobs, gelang Apple erneut die Wende. Heute präsentiert sich das kalifornische Unternehmen als Anbieter von innovativen Desktop-Geräten und Unterhaltungselektronik, welche vor allem durch ihr ausgefallenes Design nicht nur Aufmerksamkeit erregen, sondern auch in Sachen Technik überzeugen. Über die 100%ige Apple-Tochter FileMaker bietet der Computerhersteller aber auch Datenbanksoftware an.

Apple bietet nicht nur Computer und Laptops an, sondern mit dem iPod auch einen tragbaren Musik-Player, mit dem der PC-Hersteller innerhalb kurzer Zeit zum Marktführer wurde. Der inzwischen weltweit verfügbare Musik-Download-Service iTunes gilt als der bisher erfolgreichste legale Online-Musikdienst. So wurden seit Beginn des Dienstes bereits über acht Mrd. Musik-Songs aus dem Netz geladen.

Neben verschiedenen Softwareanwendungen für den Mac, setzt das Unternehmen aber auch auf eine leistungsstarke Hardware und auf ein eigenes Betriebssystem (Mac OS X). Mit der Ankündigung, künftig auch Intel-Chips in seinen Systemen verbauen zu wollen, sorgte Apple im Jahr 2006 für Aufsehen in der Branche. Anfang 2007 stieg Apple mit dem iPhone auch in den Mobilfunkmarkt ein. Mitte 2008 folgte mit dem iPhone 3G ein Nachfolger mit GPS- und UMTS-Unterstützung. Mitte 2009 stellte Apple dann das schnellere iPhone 3GS vor, Mitte 2010 folgte mit dem iPhone 4 der noch schnellere Nachfolger, der vor allem mit einem hochauflösenden Display (Retina) glänzt.

Gleichzeitig präsentierte man mit Apple TV eine neue set-top Box für das Wohnzimmer. Mit dem iPod Touch präsentierte Apple zudem einen neuen portablen Media-Player mit einem Touchscreen-Display. Anfang 2008 stellte Apple mit dem MacBook Air den damals weltweit dünnsten Notebook-PC vor. Im Dezember 2009 kaufte Apple den digitalen Musikservice Lala auf. Anfang 2010 stellte Apple mit dem iPad einen neuartigen Tablet PC vor, der seit Anfang April auf den Markt ist.

Zahlen

So verzeichnete Apple einen Umsatzsprung auf 15,7 Mrd. Dollar, ein Zuwachs von 61 Prozent, nach Einnahmen von 9,73 Mrd. Dollar in der Vorjahresperiode. Der Nettogewinn legte um 78 Prozent auf 3,25 Mrd. Dollar oder 3,51 Dollar je Aktie zu, nach einem Nettogewinn von 1,83 Mrd. Dollar oder 2,01 Dollar je Aktie in der Vorjahresperiode. Mit den vorgelegten Zahlen konnte Apple einmal mehr die Markterwartungen der Analysten in den Schatten stellen. Diese hatten im Vorfeld mit Einnahmen von 14,75 Mrd. Dollar sowie mit einem Nettogewinn von 3,11 Dollar je Aktie gerechnet.

Das internationale Geschäft zeichnete im jüngsten Quartal für 52 Prozent der Umsätze verantwortlich. Die Bruttogewinnmarge schrumpfte allerdings leicht von 40,9 auf 39,1 Prozent.

Apple konnte im jüngsten Quartal eine Rekordzahl von 3,47 Millionen Macs zur Auslieferung bringen, ein Zuwachs von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig setzte Apple 8,4 Millionen iPhone Smartphones ab, ein Wachstum von 61 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Der Musik-Player iPod hat offenbar seinen Zenit überschritten. Apple verkaufte im jüngsten Quartal 9,41 Millionen iPods, was einem Rückgang von acht Prozent gegenüber der Vorjahresperiode entspricht. Vom neuen Tablet PC iPad konnte Apple dagegen bereits 3,27 Millionen Einheiten absetzen.

Meldung gespeichert unter: Apple

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