Aixtron - Marktforscher sehen Marktchancen von 4,3 Mrd. Dollar

LED-Ausrüsterbranche

Mittwoch, 14. November 2012 13:32
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(IT-Times) - Aixtron-Aktonäre hatten zuletzt wenig zu lachen. Der Aixtron-Kurs fiel zuletzt unter die Marke von 10 Euro, nachdem die erhoffte Erholung im LED-Ausrüstermarkt für das zweite Halbjahr 2012 ausblieb. Allerdings könnte die Talsohle bis Ende 2012 durchschritten sein.

Vorsichtig optimistisch gibt sich jedenfalls Aixtron-Vorstandschef Paul Hyland. Der Manager glaubt, dass im Jahr 2013 die Wende gelingt und der in Herzogenrath ansässige Spezialanlagenhersteller wieder profitabel wird. Hyland sieht Aixtron SE (WKN: A0WMPJ) für den bevorstehenden dritten Investitionszyklus in der LED-Ausrüsterbranche bestens gerüstet, nachdem traditionelle Glühbirnen verboten und in den Handelsregalen in den Baumärkten durch energiesparende LED-Leuchten ersetzt wurden.

Marktforscher sehen Chancen im kommenden Investitionszyklus
Tatsächlich hat die Branche in 2012 ein Horror-Jahr hinter sich. Nachdem die Branche in 2011 noch von einer 36%igen Steigerung bei den weltweiten LED-Ausrüsterausgaben profitierte, dürften die Investitionen in 2012 um 18 Prozent einbrechen, so der Branchenverband SEMI.

Vor allem China, Taiwan und Korea hatten in 2010 und 2011 kräftig in neue Anlagen investiert. Inzwischen sind viele dieser Anlagen nicht mehr richtig ausgelastet, Überkapazitäten beherrschen den Markt. Diese Situation dürfte noch bis Mitte 2013 anhalten, glauben die Marktforscher aus dem Hause Yole Dévelopement, die dann bereits den nächsten Investmentzyklus in der LED-Ausrüsterbranche erwarten.

Dieser dürfte in 2013 beginnen und bis zum Jahr 2017 anhalten, glaubt man bei Yole, die in dieser Zeit ein Marktvolumen von 4,3 Mrd. US-Dollar für MOCVD-Equipment sehen. Für Aixtron eine große Chance, ist das Unternehmen nach wie vor der größte Hersteller von MOCVD-Anlagen. Im Hause Yole schätzt man, dass Hersteller dann allein mehr als 2,0 Mrd. US-Dollar bis 2016 für neues Equipment im Bereich LED Packaging ausgeben werden.

Wettbewerb: Veeco überholt Aixtron bei GaN LED Tools
Zuletzt lieferte sich Aixtron einen harten Wettbewerb mit der amerikanischen Veeco Instruments. Während Aixtron mit seinem AIX G5+ System punkten konnte, hatte Veeco zuletzt die Nase bei Galliumnitrid (GaN) LED Werkzeugen vorne, so die Marktforscher aus dem Hause IMS Research.

Konnte Aixtron im vierten Quartal 2011 noch die Spitzenposition in diesem Markt für sich beanspruchen, hat sich das Blatt in 2012 gewendet, nachdem Veeco drei neue MOCVD-Systeme vorstellte. Veeco konnte sich zu Jahresbeginn bereits einen Marktanteil von 59 Prozent in diesem Segment sichern und die IMS-Marktforscher sehen die Amerikaner auch auf Jahressicht klar vor dem deutschen Hersteller, nachdem die neuen Produkte den Marktanteil der Amerikaner noch erhöhen dürften.

Aixtron wird also weiter auf der Hut sein und mit weiteren Innovationen nachlegen müssen, will das Unternehmen seine führende Position im Weltmarkt behaupten.

Kurzportrait
Die Aixtron SE ist Anbieter von Depositionsanlagen für die Halbleiterindustrie. Das Unternehmen wurde ursprünglich 1983 als Spin-Off der Aachener Universität gegründet. 1989 erhielt das Unternehmen eine exklusive Lizenz für die Multi-Wafer MOCVD Planetary Reactor®-Technologie von Philips. Im Jahr 1997 folgte der Börsengang in Frankfurt. Die Produkte der Gesellschaft werden zur Herstellung von Bauelementen für elektronische und opto-elektronische Anwendungen auf Basis von Verbindungs-, Silizium- und organischen Halbleitermaterialien sowie Kohlenstoff-Nanostrukturen genutzt. Diese Bauelemente werden in der Displaytechnik, der Signal- und Lichttechnik, bei Glasfaser-Kommunikationsnetzen, drahtlosen und mobilen Telefonie-Anwendungen, der optischen und elektronischen Datenspeicherung, der Computer-Technik sowie einer Reihe anderer High-Tech-Anwendungen eingesetzt.

Heute ist Aixtron ein weltweit führender Anbieter von Anlagen zur Herstellung von Verbindungshalbleitermaterialien. Nach eigenen Angaben konzentriert man sich dabei auf drei Märkte: Verbindungs-, Silizium und organische Halbleitermaterialien. Verbindungshalbleiter kommen in Leuchtdioden oder in Lasern zum Einsatz. Zudem werden diese Halbleiter auch in der Solarindustrie verwendet. Silizium-Halbleiter werden zum Beispiel in Speicher-Bausteinen integriert oder sind Bestandteil von DRAM-Speicherchips. Organische Halbleiter wiederum finden sich in Flachbildschirmen und in flexiblen Displays wider. Zudem können sie in Anwendungen wie RFID-Chips eingesetzt werden.

Im Jahre 1999 wurde die Thomas Swan Scientific Equipment Division, das gesamte MOCVD-Anlagen- und Servicegeschäft der englischen Thomas Swan & Co Ltd., übernommen und wird bis heute als eigenständige Tochtergesellschaft Aixtron Ltd. im Konzern weitergeführt. Im gleichen Jahr erwarb man die schwedische Epigress AB, heute Aixtron AB, mit Sitz in Lund (Schweden). Die Tochtergesellschaft stellt CVD-Anlagen zur Herstellung von Verbindungshalbleitern wie Siliziumcarbid (SiC) mit breiter Bandlücke her.

Meldung gespeichert unter: Aixtron

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