Abschaltung von ISDN verunsichert Privatkunden und Unternehmen

ISDN-Anschlüsse

Donnerstag, 18. Dezember 2014 16:09
DVPT

[Offenbach, 18.12.2014] - Wie in den Medien bereits vielfach berichtet wurde, beabsichtigen die Netzbetreiber im Telekommunikationssektor in den nächsten Jahren die ISDN- durch die IP-Technologie zu ersetzen. Die Planungen hierfür sind bereits weit fortgeschritten. Insbesondere die Deutsche Telekom AG hat eine Abschaltung ihrer ISDN-Anschlüsse für 2018 angekündigt. Diese durchaus historisch zu nennende Umstellung bringt einige gravierende Probleme und Veränderungen für Privatkunden und insbesondere für Unternehmen mit sich. Die Nachfolgetechnologie hat im Gegensatz zur ISDN-Technologie derzeit eine nicht ausreichende Standardisierung für Unternehmen. Im Bereich der Privatkunden spielt die Standardisierung eine untergeordnete Rolle, allerdings ist die unzureichende Stabilität der IP-basierenden Telefonanschlüsse zu bemängeln. Die Umstellung muss in jedem Fall an den Kundenbedürfnissen orientiert vollzogen werden. Insbesondere muss im Geschäftskundenbereich eine stabile geschäftliche Telekommunikation sichergestellt werden. Daher müssen die Interessen der Anwender, privat sowie geschäftlich, sichergestellt werden, so die Sicht des DVPT e. V., Deutscher Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation e. V.

Im Bereich der Deutschen Telekom ist die Transformation bereits in vollem Gange, was insbesondere ISDN-Kunden der Telekom deutlich zu spüren bekommen. Dabei verfolgt die Telekom eine merkwürdige Strategie, bei der die Kunden nicht etwa über die Veränderungen aufgeklärt und mitgenommen werden. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass die Kunden ohne Rücksicht auf deren Interessen massiv zur Umstellung gedrängt und mit der Entscheidung alleine gelassen werden. Die Palette der Merkwürdigkeiten reicht von Briefen, in denen per Vertragskündigung die Umstellung ohne Rücksicht auf die konkrete Interessenlage der Kunden einfach avisiert wird, bis hin zu unangemeldeten Hausbesuchen, die unter dem Vorwand der Prüfung des Anschlusses auf IP-Tauglichkeit erfolgen. Wenn man bedenkt, welch intensiver medialer Werbeaufwand zur Vermarktung von ISDN seinerzeit betrieben wurde, stellt sich die Frage, weshalb die Umstellung eben dieser ISDN-Anschlüsse auf die IP-basierten Anschlüsse in der öffentlichen Wahrnehmung praktisch keine Rolle spielt.

Der DVPT befürwortet grundsätzlich die Einführung der IP-Technologie, erwartet aber von der Telekom transparente und klare Informationen für Endkunden und Unternehmen, wie die Ablösung der ISDN-Anschlüsse in der zeitlichen Abfolge geplant ist und welche Punkte für eine Umstellung relevant für den Kunden sind. Auch die Regulierungsbehörde ist hier aufgerufen, von den Netzbetreibern Transparenz und ausreichende Kundeninformationen für ein so wichtiges Vorhaben einzufordern.

Der DVPT beschäftigt sich bereits seit einigen Jahren mit diesem Thema und kennt die wesentlichen Herausforderungen, vor denen insbesondere Unternehmen stehen. Wie immer im ITK-Bereich müssen die Lösungsansätze individuell und detailliert erarbeitet werden. Außerdem ist es wichtig, bereits heute mit der anstehenden Umstellungsentscheidung die Weichen für eine eventuelle Anschaffung neuer IPT/ITK-Systeme und die Auswahl des für die eigenen Bedürfnisse am besten geeigneten Netzbetreibers zu stellen.

Der DVPT hat zu diesem Thema auf der Informationsseite www.nachfolge-isdn.de die wichtigsten Punkte für Privatkunden und Unternehmen zusammengefasst. Eine kostenfreie Beratung wird aber nur für Mitglieder des DVPT angeboten.

Pressekontakt

Anja Basta

Meldung gespeichert unter: DVPT

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