Netzbetreiber des BREKO mit Investitionsrekord in zukunftssichere Glasfasernetze

Telekommunikationsnetzbetreiber Deutschland

Mittwoch, 21. August 2019 12:26

Wettbewerber investieren erstmals seit 2015 wieder mehr als die Deutsche Telekom

80 Prozent des Netzausbaus werden eigenwirtschaftlich ohne staatliche Fördermittel realisiert

Bereits mehr als ein Drittel aller Ausbauprojekte werden im Rahmen von Kooperationen umgesetzt

Festnetzanschlüsse werden auch künftig nicht durch den Mobilfunk ersetzt

BREKO

Der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) hat heute zusammen mit dem renommierten Telekommunikationsexperten und Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Jens Böcker die gemeinsam erhobenen Marktdaten zur aktuellen Lage auf dem Telekommunikationsmarkt vorgestellt. Im Rahmen eines Pressegesprächs präsentierte Prof. Böcker die wichtigsten Ergebnisse der BREKO Marktanalyse19 und nahm eine wissenschaftliche Bewertung und Einordnung vor.

Positive Botschaft und klares Signal: Die mittlerweile mehr als 190 Netzbetreiber des BREKO haben 2018 so viel in den Telekommunikationsmarkt investiert wie noch nie: Sie leisteten Investitionen von rund 2,5 Milliarden Euro – und übertrafen die Vorjahresprognose des BREKO (2,2 Milliarden Euro) damit deutlich.

Erstmals seit 2015 stemmen alle Wettbewerber der Deutschen Telekom wieder den größten Teil der TK-Investitionen: Sie investierten 2018 insgesamt 4,6 Milliarden Euro (Telekom: 4,4 Milliarden Euro).

Die Gesamtinvestitionen in den deutschen TK-Markt sind im vergangenen Jahr deutlich angestiegen und lagen bei 9 Milliarden Euro (plus 6 Prozent). Nach Überwindung der „Vectoring-Delle“ erwarten der BREKO und Prof. Böcker eine Fortschreibung dieses positiven Trends, da der – auch von der Nachfrage zunehmend forcierte – zwingend notwendige Infrastrukturwechsel hin zu direkten Glasfaseranschlüssen bis mindestens in die Gebäude für anhaltend hohe Investitionen sorgen wird.

Die BREKO-Netzbetreiber haben den Ausbau mit Glasfaseranschlüssen bis in die Gebäude (FTTB) oder bis direkt zum Nutzer (FTTH) auch im vergangenen Jahr maßgeblich vorangetrieben: Sie stellen rund 2,8 Millionen (56 Prozent) der zurzeit etwa 5 Millionen verfügbaren Glasfaseranschlüsse. Dies entspricht fast 70 Prozent aller von den Wettbewerbern des Ex-Monopolisten Deutsche Telekom realisierten Glasfaseranschlüsse.

Dabei haben die Carrier des BREKO rund 80 Prozent aller Ausbauprojekte eigenwirtschaftlich – also ohne Inanspruchnahme staatlicher Fördergelder – realisiert. Nur etwa 20 Prozent aller Breitbandausbauten wurden/werden mit Hilfe von Fördermitteln umgesetzt.

Alle deutschen Wettbewerber stellen derzeit rund 4,1 Millionen reine Glasfaseranschlüsse und zeichnen damit für 82 Prozent aller direkten Glasfaseranschlüsse bis mindestens in die Gebäude (FTTB/FTTH) verantwortlich (Deutsche Telekom: 18 Prozent).

Die BREKO Marktanalyse19 zeigt: Kooperationen beim Glasfaserausbau werden immer wichtiger. Schon heute werden mehr als ein Drittel (36 Prozent) aller Ausbauprojekte von BREKO-Mitgliedsunternehmen in Kooperation mit einem oder mehreren weiteren Netzbetreibern realisiert. Für die kommenden fünf Jahre planen sogar fast drei Viertel (72 Prozent) aller BREKO-Carrier entsprechende Kooperationen beim Ausbau mit zukunftssicherer Glasfaser.

„Kooperationen verhindern volkswirtschaftlich unsinnigen Doppelausbau und beschleunigen den flächendeckenden Glasfaserausbau in Deutschland“, sagt Telekommunikationsexperte Prof. Jens Böcker. „Dabei erleichtern Open-Access-Plattformen wie die BREKO Handelsplattform die Zusammenarbeit, tragen zur besseren Auslastung vorhandener Glasfasernetze bei und können den Glasfaserausbau auf diese Weise schneller voranbringen.“

Insgesamt steigt die Zahl der verfügbaren, direkten Glasfaseranschlüsse (FTTB/FTTH) in Deutschland seit Jahren stabil an (nun 11,2 Prozent). Demgegenüber haben die deutschen Kabelnetzbetreiber im vergangenen Jahr praktisch keinen neuen Ausbau mehr betrieben: Die Zahl an Haushalten, denen ein Kabel-Breitbandanschluss mit 50 MBit/s oder mehr zur Verfügung steht, stagniert im Vergleich zum Vorjahr (63,9 Prozent). Die Zahl der verfügbaren (V)DSL-Anschlüsse hat im Zuge des Vectoring-Ausbaus insbesondere der Deutschen Telekom deutlich zugelegt (65,8 Prozent).

Meldung gespeichert unter: Breitband, Festnetz, Mobilfunknetzbetreiber (Mobile Carrier), Telekommunikationsnetzbetreiber (Carrier), Vectoring, Glasfaser, FTTH, BREKO, Marktdaten und Prognosen, Telekommunikation, Verbände

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