ZVEI fordert nachhaltige Breitbandförderpolitik – jetzt die richtigen Schritte Richtung Gigabit-Netze einleiten

Breitbandförderung

Freitag, 10. Juli 2015 09:37
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Frankfurt, 10. Juli 2015 – Der ZVEI fordert ein perspektivisches Umdenken in der deutschen Breitbandförderpolitik. Im Vorfeld der Veröffentlichung des geplanten Breitband-Förderprogramms des Bundes tritt er für vereinfachte Rahmenbedingungen und die Konzentration auf einen nachhaltigen, flächendeckenden Ausbau mit Glasfaser in Richtung Gigabit-Netze ein.

Aus Sicht des ZVEI hängt die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in den nächsten zehn bis 15 Jahren entscheidend vom Ausbau der Breitbandinfrastrukturen ab. „Unser Ziel muss ein Spitzenplatz unter den Industrienationen bei der Breitbandversorgung sein. Ressourcen und Investitionen müssen sich daher auf Netzausbauten konzentrieren, die auch hinreichend Reserven für die nächsten Jahrzehnte bieten. Mit Glasfaser und Hybrid-Fiber-Coax- (HFC)-Kabelnetzen mit dem nächsten Übertragungsstandard DOCSIS 3.1 stehen hierfür bereits geeignete Technologien bereit“, unterstreicht Herbert Strobel, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Satellit & Kabel.

„Das neue Förderprogramm des Bundes darf sich nicht länger nur an der Erreichung kurzfristiger Breitbandziele orientieren“, betont Christof Barklage, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Kabel und isolierte Drähte. „Die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel müssen vielmehr bereits heute volkswirtschaftlich sinnvoll und effizient in leistungsfähige, nachhaltige Infrastrukturen investiert werden. Nur so können wir vor allem auch den schwierig erschließbaren ländlichen Regionen langfristig eine Perspektive und Zukunft geben.“

Der ZVEI fordert daher:

•           Kurzfristige Breitbandziele um perspektivische Ziele für den Zeitraum bis 2030 zu erweitern. Unternehmen und Privathaushalten sollten bis dahin flächendeckend Zugang zu Bandbreiten im Gigabit-Bereich erhalten.

•           Es dürfen nicht nur Download-Raten betrachtet werden. Besonders für die erfolgreiche Umsetzung von Industrie 4.0 müssen höhere Upload-Geschwindigkeiten erzielt werden.

•           Geeignete Technologien und Anbieter jeder Größe, die den flächendeckenden Ausbau gigabitfähiger Infrastrukturen ermöglichen, fördern.

•           Ausschreibungs- und Förderverfahren vereinfachen und so auch mittleren und kleineren Anbietern bei der Vergabe Perspektiven bieten.

•           Wirksame Förderprogramme für den Ausbau schwierig erschließbarer ländlicher Gebiete mit Zukunftstechnologien schaffen.

•           Schaffung positiver Rahmenbedingungen für den eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau in mit Breitbandzugängen unter- und unversorgten Regionen.

•           Keine Entwertung bereits getätigter Investitionen in Zukunftstechnologien. Die Überbauung existierender NGA-Netze durch geförderten Ausbau ist daher auszuschließen.

•           Die Politik sollte einen Bundesnetzausbauplan entwickeln, der einen Verhältnis-Ausbau von Stadt und Land sowie die Einbindung einer Datenverkehrsprognose berücksichtigt.

Meldung gespeichert unter: Breitband

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