XM Satellite: Nächster Streich?

Freitag, 30. Dezember 2005 18:34

NEW YORK - Dieses Duell hat etwas faszinierendes. In den USA gibt es zwei Satellitenradio-Netzbetreiber: XM Satellite Radio Holdings (Nasdaq: XMSR, WKN: 928258) und Sirius Satellite Radio (Nasdaq: SIRI, WKN: 904591). Diese Woche meldete letztgenannter, die drei Millionen-Marke bei den Kunden durchbrochen zu haben. Heute kursieren Gerüchte, dass Kontrahent XM nächste Woche den Durchbruch der Sechs-Millionen-Kunden-Marke melden wird.

Die Bekanntgabe soll demnach auf der Consumer Electronics Messe nächste Woche in Las Vegas folgen. An den Märkten erwartet man zudem gespannt die Vorstellung einer Konzeptstudie, die zusammen mit dem Automobilhersteller Lexus hergestellt wurde. Hier von erwartet man sich Fingerzeige, wohin die Reise bei XMs Hardware geht. U. a. soll eine Voice Command-Technologie vorgestellt werden, bei der der Fahrer per auditivem Kommando das Radio steuern kann. Auch Videostreams werden laut Presseberichten erwartet. Selbige hatte Sirius bereits vor einigen Monaten angekündigt.

Im Laufe des letzten Jahres hatte Sirius dem großen Wettbewerber zeitweise unter Zugzwang gesetzt und bei den Neukundenakquisitionen gar überholt. Dabei dürften sich bei Sirius vor allem die starken Marketingaktivitäten und weitere Angebote bemerkbar gemacht haben. Auch das Debüt von Star-Moderator Howard Stern im kommenden Januar wirft bereits seine Schatten voraus. Ende September 2005 hatte Sirius noch 2,17 Millionen Kunden gemeldet, XM 5,03 Millionen. XM hat in dem momentan andauernden Rennen den Vorteil des zuerst auf den Markt getretenen Akteurs, was sich in der größeren Abonnentenzahl und den Umsätzen wiederspiegelt. Auch die Umsätze stiegen zuletzt stark. 153 Mio. US-Dollar im dritten Quartal 2005 entsprachen einer Steigerung von 134 Prozent - der Nettoverlust belief sich jedoch auf 131,9 Mio. Dollar. Kontrahent Sirius setzte im Sommer zu einer Aufholjagd an. Der Umsatz aber lag im dritten Quartal 2005 bei 66,8 Mio. Dollar - der Verlust summierte sich auf 180,5 Mio. Dollar.

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