Wipro übt sich in Optimismus

Donnerstag, 29. Oktober 2009 14:02
Wipro

(IT-Times) - Indiens drittgrößter IT-Outsourcingspezialist Wipro Ltd. (NYSE: WIT, WKN: 578886) konnte im jüngsten Quartal mit positiven Zahlen aufwarten und die Markterwartungen übertreffen.Laut Wipro Chairman Azim Premji sei es keine Frage, dass sich das Konjunkturumfeld weiter stabilisiert habe und vorausschauend auf die kommenden Monate sehe Vieles besser aus, gibt sich der Wipro-Manager optimistisch.

Wipro will sich weiter diversifizieren
Suresh Vaswani, einer der beiden Co-CEOs, sieht vor allem in der Nicht-Linearität einen wichtigen Wachstumsträger für die Zukunft. Mit mehr Shared Service- und Plattform-basierten Serviceangeboten will das Unternehmen künftig weitere Firmenkunden locken. Neben dem Fokus auf diesen Bereich will Wipro sich auch geografisch diversifizierter aufstellen. Dies soll dem Unternehmen dabei helfen, die derzeitige Durststrecke zu überwinden.

Tatsächlich konnte Wipro im jüngsten Quartal den fallenden Umsatztrend durchbrechen und im jüngsten Quartal wieder einen sequentiellen Umsatzzuwachs von drei Prozent gegenüber dem Vorquartal melden. Für das laufende vierte Quartal stellt Wipro zudem ein weiteres Wachstum von 4,5 bis 5,0 Prozent im Kerngeschäft in Aussicht.

Wipro gewinnt Großauftrag im Inland
Profitiert hat das Unternehmen aber nicht nur von der Nachfrage aus Europa und den USA, sondern auch vom gestiegenen Bedarf der inländischen Wirtschaft nach effizienten und kostengünstigen IT-Lösungen. Bestes Beispiel hierfür ist der am Dienstag unterzeichnete Vertrag mit der Delhi International Airport (P) Limited (DIAL). Im Rahmen eines 10-Jahresvertrags wird Wipro IT-Infrastrukturservices für den Indira Gandhi International Airport (IGIA) in Neu Delhi zur Verfügung stellen. Über finanzielle Details des Kontrakts wurde zwar nichts bekannt, jedoch soll der neue Terminal 3 zu den größten Airport Terminals der Welt zählen.

Über den Berg ist Wipro damit aber noch nicht. Firmenkunden planen nach wie vor mit knappen IT-Budgets. Lediglich für bestimmte Projekte machen die IT-Manager derzeit Geld locker. Die Hoffnungen ruhen daher auf das nächste Jahr, wenn viele Firmen möglicherweise den Umstieg auf das neue Microsoft-Betriebssystem planen. Von dieser Sonderkonjunktur könnte dann auch Wipro als IT-Dienstleister und führender BPO-Spezialist profitieren…

Kurzportrait

Die im Jahre 1945 gegründete und im indischen Bangalore ansässige Wipro Ltd. stellte ursprünglich Konsumartikel her und avancierte erst in den vergangenen Jahren zu einem der größten IT-Servicedienstleister Indiens.

Heute bietet Wipro über seine Einheit Wipro Infotech Outsourcing-Services für Firmenkunden in Indien, Nordamerika, dem Mittleren Osten und in der gesamten Asien-/Pazifikregion an. Zum Aufgabenbereich gehört nicht nur die Entwicklung von Software-, sondern auch ganzer Hardwaresysteme. Zum Servicebereich gehören die Wartung, Integration, Infrastruktur-Management und Support komplexer IT-Systeme. Insgesamt ist Wipro im Wesentlichen in drei Kerngeschäftsbereiche gegliedert: Global IT Services und Produkte, Softwareentwicklung und Services, sowie Business Process Outsourcing (BPO-Services). In 2005 fusionierte Wipro seine BPO-Einheit mit der Einheit Wipro Spectramind, woraus die Division Wipro BPO hervorging. Über seine Einheit Wipro Technology Infrastructure Services (TIS) betreut das Unternehmen mit mehr als 1.400 Mitarbeitern über zahlreiche Firmenkunden in Sachen Infrastruktur- und Data-Management-Services. Zu den mehr als 800 Wipro-Kunden zählen namhafte Unternehmen wie Cisco, Microsoft und die Citigroup.

Daneben stellt Wipro aber auch Hardware wie PCs, Notebooks und Server unter seiner eigenen Marke her. Darüber hinaus vermarktet Wipro aber auch internationale Marken namhafter Hersteller im Bereich Desktop-Systeme, Server, Notebooks sowie Speicher- und Netzwerkprodukte. Zu der Vielzahl von Kooperationspartnern gehören unter anderem Cisco Systems, Microsoft, Motorola und die SAP AG. Nachdem sich Wipro durch die Übernahme des österreichischen Chip-Designers NewLogic verstärkte, kaufte das Unternehmen den Abrechnungsspezialisten mPower. Im Frühjahr 2006 folgten die Akquisitionen von Switchgear Ltd, sowie des Design-Spezialisten Quantech Global Services. Mitte 2006 kaufte Wipro den finnischen Mobilfunk-Designer Saraware Oy, nachdem man zuvor den in Portugal ansässigen IT-Spezialisten Enabler Informatica SA übernahm. Ende Juli gründete Wipro gemeinsam mit Motorola das Joint Venture WMNetServ. Im Herbst 2007 übernahm Wipro den US-Netzwerkinfrastrukturanbieter Infocrossing. Ferner übernahm man die Oki-Einheit Oki Techno Centre Singapore Pte.

Das ursprüngliche Geschäft mit Konsumentenprodukte stellt auch weiterhin ein Standbein innerhalb des Konzerns dar. Der Verkauf von Suppen, Regenschirmen, Bad- und Hygieneartikel finanzierte ursprünglich den Ausbau des IT-Geschäfts.

Das IT-Servicegeschäft trägt heute allerdings rund 75 Prozent des gesamten Umsatzes, sowie 85 Prozent des erwirtschafteten Gewinns. Wipro-Chairman Azim Premji hält etwa 84 Prozent der Anteile an dem IT-Konzern.

Zahlen

Im vergangenen Septemberquartal konnte Wipro einen Bruttoumsatz von 68,9 Mrd. Indischen Rupien oder rund 1,43 Mrd. US-Dollar erwirtschaften. Im Vergleichszeitraum 2008 lag der Bruttoumsatz noch bei 65,3 Mrd. Rupien. Der Bruttogewinn belief sich im dritten Quartal 2009 auf 21,41 Mrd. Rupien, wohingegen er in Q3 2008 mit 19,16 Mrd. Rupien zu Buche schlug.

Das operative Ergebnis für die vergangenen drei Monate betrug in diesem Jahr 13,18 Mrd. Rupien, was eine Zunahme bezüglich der Vergleichsperiode 2008 mit einem operativen Ergebnis von 10,94 Mrd. Rupien aufzeigt. Wipro erzielte ein Nettoergebnis im dritten Quartal 2009 von 11,76 Mrd. Rupien, wiederum eine Steigerung im Hinblick auf den Vergleichswert 2008 von 9,72 Mrd. Rupien. Umgerechnet betrug der Nettogewinn des dritten Quartals 2009 245 Mio. US-Dollar. Der Gewinn je Aktie belief sich auf 8,04 Rupien bzw. 0,17 Dollar-Cent.

Meldung gespeichert unter: Wipro

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