Wettlauf um Asiens Mobilfunkmärkte

Freitag, 30. Dezember 2005 10:36

HAMBURG - Der Mobiltelefonhersteller Nokia (WKN:870737 <NOA3.FSE>) wird auch im kommenden Jahr die führende Position in der Mobiltelefon-Branche beibehalten. Aber auch die allgemeinen Aussichten für das kommenden Jahr sind im Mobilfunkbereich phantastisch: Fast 850 Millionen Mobiltelefone werden die Hersteller im kommenden Jahr weltweit verkaufen, prognostizieren die Marktforscher von Gartner. Allerdings sind diese Erwartungen allein noch kein Grund zur Euphorie, denn das Wachstum kommt vor allem aus aufstrebenden Ländern wie China und Indien - dort aber sind preiswerte Modelle gefragt.

Also keine guten Nachrichten für die Profite der Hersteller. Trotz ständig sinkender Preise für die Mobilfunkgeräte innerhalb der letzten zwei Jahre, hat Nokia einen weltweiten Marktanteil von mehr als 32 Prozent. Tendenz steigend. Der zweite Platz in der Handybranche geht an den Hersteller Motorola. Wenn auch mit deutlichem Abstand zum Spitzenreiter und nur Dank einem absolutem Rekordjahr. Die Amerikaner haben die Bedeutung des Designs erkannt und legen nach. Mit 18 Prozent Marktanteil ist der Abstand zu Nokia aber gewaltig. Motorola richtet sich deshalb auf Position zwei ein und setzt mit einem fokussierten Modellprogramm auf Profitabilität. Im Schatten der beiden Großen hat auch Sony Ericsson zum Erfolg zurückgefunden. Der Marktanteil des japanisch-schwedischen Joint Ventures blieb im abgelaufenen Jahr zwar weiterhin einstellig, mit hochpreisigen Multimedia- und Designhandys sowie attraktiven Smartphones, einer Kombination aus Handy und Minicomputer. Aber gerade mit den Smartphones scheint SonyEricsson nun wieder den Erfolg ernten zu können, vor allem mit dem neuen Mobiltelefon, das einen integrierten mp3-Player hat.

An die Wachstumsgrenze stößt der koreanische Hersteller Samsung. „Samsung hat in den vergangenen fünf Jahren beim Design entscheidend zugelegt und ist eine Topmarke in Asien. Hier ist Samsung bereits die Nummer zwei bei Handies", sagte UBS-Analyst Christian Dinwoodie. Weltweit hingegen hat Samsung seine Position bei knapp 13 Prozent Marktanteil gefunden. Auf einem hinteren Rang stecken geblieben ist auch der koreanische Produzent LG Electronics. Im Sommer hatte Deutschlandchef Kim Weon-Dae noch vollmundig angekündigt, seinen Marktanteil zu vervierfachen. Im Handel tauchen LG-Modelle jedoch weiterhin nur vereinzelt auf. Selbst strategische Partnerschaften wie etwa mit T-Mobile haben daran nichts geändert.

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