WEEKEND-STORY: Erholte Nokia holt aus

Freitag, 25. November 2005 19:30

ESPOO/PEKING (IT-TIMES) - Vom Gummistiefelhersteller zum Platzhirsch der Mobiltelefone: Die Geschichte der Nokia Oyj (WKN: 870737<NOA3.FSE>) ist eine Erfolgsstory, die besonders in dieser Form Seltenheitswert hat.

Mehr als nur Mobiltelefone

Nokia wird meistens in einem Atemzug mit Mobiltelefonen genannt. Mit rund 62 Prozent des Umsatzes von 8,4 Mrd. Euro im dritten Quartal 2005 handelt es sich hier auch um das Hauptgeschäftsfeld. In der Multimedia-Sparte (17 Prozent Umsatzanteil mit 1,447 Mrd. Euro im Berichtszeitraum) wurde zuletzt mit 55 Prozent ein starkes Wachstum erzielt. Das Segment existiert erst seit Anfang 2004 und deckt eine Vielzahl von Bereichen wie Multimedia-Anwendungen im Mobilfunk einschließlich Bilder, Spiele, Musik und anderen Content-Formen ab. Offeriert werden unter anderem Megapixel-Digitalkameras, 3-D-Spiele, mobile Jukeboxen und Bürosoftware. Darüber hinaus entwickelt und vermarktet Nokia Fernseh-Empfangsgeräte wie Satellitenreceiver und Antennen.

In einem ähnlichen Umfang steuert die Netzwerk-Sparte ihren Teil zum Umsatz bei. Auch wenn hier zuletzt nur eine zweiprozentige Steigerung gemeldet wurde, handelt es sich ebenfalls um einen Wachstumsmarkt. Vor allem in den Emerging Markets wie Indien ist der Bedarf nach Mobilfunk-Infrastruktur groß. Führend ist hier allerdings der schwedische Nachbar Ericsson (WKN: 850001<ERCB.FSE>) mit 27 Prozent weltweitem Marktanteil, gefolgt von Nokia mit 14 Prozent. Knapp dahinter kommt Siemens (WKN: 723610<SIE.FSE>) mit einem Anteil von 13 Prozent. Nummer vier ist Motorola (NYSE: MOT<MOT.NYS>, WKN: 853936<MTL.FSE>) mit elf Prozent von dem 49 Mrd. US-Dollar großen Kuchen der Mobilfunkinfrastruktur. Dieser soll allein in 2005 um zehn Prozent wachsen, so das Marktforschungsinstitut Gartner vergangene Woche.

Mit 203 Mio. Euro Umsatz im dritten Quartal 2005 ist die Sparte Enterprise Solutions das Nesthäkchen der Nokia-Familie. Doch auch hier stehen die Zeichen auf Wachstum. Der Umsatz nahm im Jahresvergleich um 16 Prozent zu. Vor rund zwei Wochen wurde mit der Übernahme der US-Gesellschaft Intellisync, Spezialist für plattformunabhängige Mobile-Messaging-Software, ein strategisch wichtiger Schritt getan. Hierdurch will der Konzern die eigene Position im Bereich der mobilen Unternehmensanwendungen ausbauen. Momentan ist hier der Branchenprimus und Blackberry-Hersteller Research in Motion (Nasdaq: RIMM<RIMM.NAS>, WKN: 909607<RI1.FSE>) angeschlagen. Mit der Akquisition haben die Finnen nun das Know-How, um in diesem Segment weitere Marktanteile zu ergattern.

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