Was tun bei Verlust des Handys?

Donnerstag, 21. Januar 2010 10:43
BITKOM

- 108,5 Millionen Mobilfunkanschlüsse in Deutschland

- BITKOM-Tipps für Handy-Nutzer

Berlin, 21. Januar 2010

Ende des dritten Quartals 2009 gab es 108,5 Millionen Mobilfunkanschlüsse in Deutschland. Zu Jahresbeginn waren es noch 107,2 Millionen. Damit ist die Zahl der Mobilfunkanschlüsse im vergangenen Jahr um mehr als eine Million gestiegen. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM. „Wie unentbehrlich das Handy im Alltag geworden ist, spürt man besonders dann, wenn es verloren geht oder gestohlen wird“, sagt René Schuster, Mitglied des BITKOM-Präsidiums. Mit dem Handy gehen häufig viele persönliche Daten und Bilder verloren. Wenn Diebe oder Finder damit telefonieren, können innerhalb kurzer Zeit hohe Telefonkosten entstehen. BITKOM gibt Tipps, damit der Verlust des Handys nicht unnötig teuer wird.

Rufen Sie zuerst Ihr eigenes Handy an

Es empfiehlt sich immer, zuerst das eigene Handy anzurufen. Das Klingeln verrät den Aufenthaltsort. Möglicherweise steckt das Telefon nur in einer anderen Tasche oder Jacke. Sollte sich das Telefon außerhalb der Reichweite des rechtmäßigen Besitzers befinden, besteht außerdem die Chance, dass ein ehrlicher Finder das Gespräch entgegennimmt. Schnell kann man dann eine Telefon-Übergabe verabreden.

Suchen Sie Ihr Handy per Bluetooth-Funkverbindung

Wenn die Klingeltöne des Telefons ausgeschaltet sind, kann Bluetooth bei der Suche nach dem Handy weiterhelfen. Mit einem Computer, der ebenfalls über diese Funkverbindungstechnik verfügt, durchsucht man die Umgebung nach weiteren Bluetooth-Geräten. Erscheint das Handy in der Liste der gefundenen Geräte, so befindet es sich im Umkreis von wenigen Metern. Voraussetzung ist allerdings, dass beim Handy Bluetooth aktiviert ist.

SIM-Karte sofort sperren lassen

Schlagen diese Versuche fehl, sollte sofort die SIM-Karte des Telefons gesperrt werden. Dadurch wird verhindert, dass Unbefugte über den Handy-Anschluss telefonieren können. Zugleich kann man sich aber auch möglichen Ärger ersparen. Schließlich könnten Diebe das Telefon auch für kriminelle Zwecke verwenden.

Wie kann ich die SIM-Karte sperren?

Für die schnelle und einfache Sperrung haben die Mobilfunkanbieter Service-Rufnummern eingerichtet. Diese Nummern sind auf den Internetseiten der Anbieter zu finden, stehen aber ebenso in den Vertragsunterlagen. Bei dem Sperr-Telefonat kann zugleich eine neue SIM-Karte bestellt werden. Alternativ ist eine Sperrung auch über das Online-Kundenportal möglich.

Welche Unterlagen benötige ich für das Sperren der SIM-Karte?

Meist sind folgende Angaben nötig: Handyrufnummer, SIM-Kartennummer, Kundennummer oder Kundenkennwort. In der Regel finden sich diese Angaben in den Vertragsunterlagen. Die SIM-Kartennummer ist ebenfalls auf der SIM-Karte vermerkt, die im Handy steckt. Es ist ratsam, die notwendigen Daten rechtzeitig zu notieren und für den Notfall griffbereit zu halten.

Gehen Sie zur Polizei und ins Fundbüro

Zu den Informationen, die man am besten direkt nach dem Kauf notiert, zählt auch die „International Mobile Equipment Identity“ (IMEI). Mit dieser Seriennummer kann das Telefon einwandfrei identifiziert und dem rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden – zum Beispiel, wenn das Handy im Fundbüro abgegeben wird oder im Zuge von Polizeiermittlungen auftaucht. Allerdings muss bei der Polizei der Handy-Diebstahl zuvor angezeigt werden. Bei Fundbüros reicht es in der Regel, wenn man die SIM-Kartennummer sowie die IMEI angeben kann.  Diese 15-stellige Seriennummer ist auf dem Typenschild des Handys zu finden, meist unter dem Akku. Einfacher ist es, die Tastenkombination „Stern-Raute-Null-Sechs-Raute“(*#06#) einzutippen. Dann erscheint die IMEI im Display des Mobiltelefons.

Kontaktieren Sie Ihre Versicherung

Die Hausratversicherung zahlt in speziellen Fällen, etwa wenn das Telefon bei einem Einbruch in den eigenen vier Wänden gestohlen wurde oder wenn das Handy mitsamt Wohnung einem Brand zum Opfer fiel. Die Hausratversicherung springt ebenfalls bei Raubüberfällen ein, wenn also die Herausgabe des Handys mit Gewalt erzwungen wird. Der Überfall muss der Polizei gemeldet werden. In der Mehrzahl der Fälle – zum Beispiel wenn Leichtsinn im Spiel war – springt die Hausratversicherung allerdings nicht ein. Wem dieser Schutz nicht ausreicht, sollte spezielle Handy-Versicherungen prüfen, die von einigen Mobilfunkunternehmen und Versicherungsgesellschaften angeboten werden.

Nutzen Sie das Guthaben von Prepaid-Karten weiter

Der Verlust eines Prepaid-Handys sollte kein Anlass sein, den Anbieter zu wechseln. Durch den Verlust der SIM-Karte bleiben sowohl die Handynummer als auch das Guthaben der Prepaid-Karte bestehen. Diese Informationen sind nicht auf der SIM-Karte selbst, sondern beim Mobilfunkanbieter gespeichert.

Meldung gespeichert unter: BITKOM

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