VMware sieht sich mit Software-definiertem Datacenter auf Erfolgskurs

Virtualisierung und Cloud Computing

Donnerstag, 25. Juli 2013 14:10
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(IT-Times) - Mit einem Kursplus von 16,7 Prozent gehörten die Aktien des Virtualisierungsspezialisten VMware zu den Hauptgewinnern an der New Yorker Börse. Nach verschiedenen Abgängen im Management hatten Marktteilnehmer und Investoren mit verhaltenen Geschäftszahlen gerechnet, zumal sich das wirtschaftliche Umfeld in Europa zuletzt weiter eintrübte.

Doch der Virtualisierungsgigant VMware (NYSE: VMW, WKN: A0MYC8) sieht sich mit seiner Strategie des Software-definierten Datenzentrums auf den richtigen Weg. VMware CEO Pat Gelsinger spricht von großen Chancen für das Unternehmen, hilft VMware seinen Kunden bei der Umrüstung von Client-Server-Umgebungen auf die neue Mobile-Cloud-Ära.

VMware vCloud Hybrid kommt in Q4
Eine Wachstumsbeschleunigung soll es dann im zweiten Halbjahr 2013 geben. VMware stellte jüngst mit vCloud Hybrid Service ein neues Infrastructure-as-a-Service (IaaS) Angebot vor, mit dem das Unternehmen in direkte Konkurrenz zu Amazon.com treten will. VMware vCloud Hybrid versteht sich als Public Cloud Infrastruktur, die vollständig kompatibel mit der bestehenden virtuellen Infrastruktur ist.

Allerdings steht der VMware vCloud Hybrid Service bislang nur als Early-Access-Programm zur Verfügung, erfreut sich aber bereits einem enormen Interesse von Seiten der Kunden. Man habe den Nagel auf den Kopf getroffen, so Gelsinger. Derzeit würden Unternehmen wie Nexon, Digital River und Harley-Davidson Dealer das Angebot bereits testen. Generell soll VMware vCloud Hybrid dann im vierten Quartal 2013 für die breite Masse verfügbar sein.

Neue Produkte sollen für weiteres Wachstum in 2014 sorgen
Neben seinem VMware vCloud Hybrid Service hat VMware noch ein weiteres heißes Eisen im Feuer. Aus der 1,2 Mrd. US-Dollar teuren schweren Übernahme von Nicira im vergangenen Jahr, sollen neue Produkte wie VMwareNSX hervorgehen. Damit sollen sich ganze Netzwerke virtualisieren lassen.

VMwareNSX soll im zweiten Halbjahr 2013 auf den Markt kommen, erste Umsätze aus dem Bereich Netzwerkvirtualisierung seien dann Anfang 2014 zu erwarten, so der VMware-Chef. Zudem bereitet VMware neue Speichervirtualisierungsprodukte vor, die im nächsten Monat auf der VMworld-Messe diskutiert werden sollen.

Auf den Markt kommen dürften diese neuen Speichervirtualisierungsprodukte dann Ende 2014 bzw. Anfang 2015, womit VMware weitere Schlüsselelemente seines Software-definierten Datenzentrums hinzufügen will.

Kurzportrait

Die im Jahre 1998 gegründete und im kalifornischen Palo Alto ansässige VMware sieht als marktführender Spezialist in Sachen Virtualisierungstechnologien. Das Unternehmen bietet ein vollständiges Produktfolio an, mit dem Unternehmen mehrere Betriebssysteme auf einem Rechner bzw. Server betreiben können. Heute operiert VMware aus drei Geschäftsgruppen heraus: Cloud Infrastructure und Management, Cloud Application Platform und End-User Computing.

Mit dem VMware Player bietet das Unternehmen eine kostenlose Virtualisierungsplattform an, auf dem ein Anwender mehrere virtuelle Maschinen auf einem Desktopsystem betreiben kann. Mit VMware Server bietet das Unternehmen eine kostenlose Virtualisierungsplattform für Firmenkunden an, die mehrere virtuelle Maschinen auf einem Server betreiben wollen. Das Produkt ist vornehmlich für Administratoren in Unternehmen gedacht, wobei VMware hier Einnahmen über Produkt-Support und Subscription-Gebühren erzielt.

Insgesamt setzen weltweit mehr als 500.000 Firmenkunden, darunter Merrill Lynch, Qualcomm, Fuji Film, Denso, Johnson Controls, Siemens, Subaru, Tellabs und T-Systems Global auf VMware-Lösungen.

Anfang 2008 folgten mit der Übernahme von Thinstall und dem Desktop-Virtualisierungsgeschäft von Foedus und B-hive drei weitere Zukäufe. Mitte 2009 stieg VMware beim IT-Spezialisten Terremark Worldwide ein und erwarb fünf Prozent der Anteile. In 2009 verstärkte sich VMware mit der Übernahme von Springsource. Anfang 2010 kaufte VMware den Email-Spezialisten Zimbra von Yahoo. In 2011 kaufte VMware mit Digital Fuel, Neo Accel, Packet Motion, Shavlik, SlideRocket, Socialcast und WaveMaker gleich mehrere Firmen auf. In 2012 wurden mit iTHC, Cetas, Wanova, DynamicOps, Pattern Insight und Nicira weitere Zukäufe getätigt.

In 2013 verkaufte VMware seine Protect-Produktfamilie rund Shavlik Technologies an LANDesk. Gemeinsam mit EMC startete VMware die Pivotal Initiative, in der die Cloud- und Big Data-Aktivitäten beider Firmen zusammengefasst sind. Während EMC 62 Prozent der Anteile hält, ist VMware mit 28 Prozent beteiligt. Die restlichen zehn Prozent hält General Electric (GE). Der Mutterkonzern und Speicherspezialist EMC kontrollierte zuletzt noch 79 Prozent der VMware-Anteile.

Zahlen

Für das vergangene zweite Quartal 2013 meldet VMware einen Umsatzanstieg um elf Prozent auf 1,24 Mrd. US-Dollar, nach Einnahmen von 1,12 Mrd. Dollar im Jahr vorher. Der Nettogewinn kletterte dabei um 27 Prozent auf 244,1 Mio. US-Dollar oder 57 US-Cent je Aktie, nach einem Profit von 191,7 Mio. Dollar oder 44 US-Cent je Aktie im zweiten Quartal 2012.

Meldung gespeichert unter: VMware

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