VMware profitiert vom Virtualisierungsboom

Donnerstag, 20. September 2007 12:33
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(IT-Times) Der kalifornische Virtualisierungsspezialist VMware (NYSE: VMW, WKN: A0MYC8) zählt in diesem Jahr zweifelsohne zu den Shootingstars an der New Yorker Börse. Nachdem VMware-Papiere Mitte August für 29 Dollar an der Börse platziert wurden, verdreifachte sich der Wert nahezu innerhalb von wenigen Wochen.

VMware ist in einem rasant wachsenden Markt tätig, der aus Desktop- und Server-Systeme virtuelle Maschinen macht. So lassen sich dann beispielsweise auf einem Rechner mehrere verschiedene Betriebssysteme betreiben, ohne dass die Festplatte des PCs partitioniert werden muss. Unternehmen können daher mit dem Einsatz virtueller Maschinen Hardware- und IT-Verwaltungskosten sparen. So überrascht es wenig, dass bereits heute mehr als 20.000 Firmenkunden VMware-Lösungen nutzen.

Virtualisierung steht erst am Anfang - immenses Wachstumspotential
Doch der Markt steht offenbar erst am Anfang seiner Entwicklung. Die IDC-Marktforscher gehen davon aus, dass der Markt für Virtualisierungssoftware und Support-Services von 6,5 Mrd. US-Dollar in 2007 auf 15 Mrd. Dollar im Jahr 2011 wachsen wird. Im Server-Markt steht die Technik erst in den Kinderschuhen.

Server-Virtualisierung habe hier eine Marktdurchdringung von gerade mal fünf Prozent erreicht, schätzt Caris-Analyst Shebly Seyrafi. Doch in den nächsten 15 Jahren soll die Marktdurchdringung hier auf 15 Prozent klettern, glaubt Seyrafi.

Auch andere Firmen wie Microsoft und Citrix Systems haben dieses Marktpotential erkannt und wollen sich mit eigenen Produkten am Markt positionieren. Dennoch räumen Branchenexperten VMware mit mehr als 17 verfügbaren Virtualisierungsprodukten und 22 Patenten (Patentschutz bis 2018) im Zusammenhang mit der Virtualisierungstechnik einen technischen Vorsprung von mehreren Jahren gegenüber der Konkurrenz ein.

Virtualisierung soll noch einfacher werden
Gerade erst hat VMware seine Innovationsfähigkeit abermals unter Beweis gestellt und mit ESX Server 3i ein weiteres Top-Produkt auf den Markt gebracht, dass in Sachen Verlässlichkeit, Skalierbarkeit und Sicherheit neue Maßstäbe setzen soll. VMware geht davon, dass Firmenkunden und IT-Administratoren sehr schnell auf die neue Virtualisierungssoftware (Hypervisor) umstellen werden.

Die neue Software kommt ohne Service-Konsole daher und ist nicht länger von der Server-Hardware getrennt. Vielmehr wird die Software direkt in Standard-Server aus dem Hause Dell, Fujitsu, Fujitsu Siemens Computers, HP, IBM und NEC integriert. Damit lassen sich Server sofort mit integrierter Virtualisierung starten und die Vorteile der Technik nutzen. VMware rechnet damit, dass dies Virtualisierung künftig noch mehr vereinfacht und somit für kleine und mittlere Unternehmen leichter zugänglich sein wird.

Kurzportrait

Die im Jahre 1998 gegründete und im kalifornischen Palo Alto ansässige VMware sieht als marktführender Spezialist in Sachen Virtualisierungstechnologien. Das Unternehmen bietet ein vollständiges Produktfolio an, mit dem Unternehmen mehrere Betriebssysteme auf einem Rechner bzw. Server betreiben können. Ferner bietet VMware Backup- und Sicherungssysteme (VMware Consolidated Backup, VMware HA) an, um Unternehmen bei Defekten bei Rechnern und Servern vor Datenverlusten zu schützen. Zudem werden Automatisierungsprodukte angeboten, die Firmen dabei helfen sollen, ihre IT-Umgebung weiter zu optmieren.

Mit dem VMware Player bietet das Unternehmen eine kostenlose Virtualisierungsplattform an, auf dem ein Anwender mehrere virtuelle Maschinen auf einem Desktopsystem betreiben kann. Die Kreation einer virtuellen Maschine ist jedoch mit dem kostenlosen Tool nicht möglich. Trotzdem wurde der VMware Player bereits mehr als 2,6 Mio. Mal aus dem Netz geladen.

Mit VMware Workstation bietet das Unternehmen ein Desktop-Virtualisierungsprodukt für Software- und IT-Professionals an, die mehrere Betriebssysteme auf einem Desktop-Rechner betreiben wollen. Nutzer können somit simultan Betriebssysteme wie Windows, Linux, NetWare oder Solaris auf einem Rechner betreiben. Eine Partitionierung der Festplatten ist nach VMware-Angaben nicht notwendig.

Mit VMware Server bietet das Unternehmen eine kostenlose Virtualisierungsplattform für Firmenkunden an, die mehrere virtuelle Maschinen auf einem Server betreiben wollen. Das Produkt ist vornehmlich für Administratoren in Unternehmen gedacht, wobei VMware hier Einnahmen über Produkt-Support und Subscription-Gebühren erzielt. Das kostenlose Tool VMware Server wurde bislang mehr als 1,7 Mio. Mal über die VMware-Seiten heruntergeladen. Mit VMware ESX Server bietet die Gesellschaft eine Virtualisierungsplattform an, die direkt auf der Hardware lauffähig ist und ohne Betriebssystem auskommt.

Mit VMware Motion bietet die Gesellschaft ein Tool an, dass den Wechsel von virtuellen Maschinen auf einen anderen Rechner ermöglicht, ohne dass es zu einem Datenverlust oder einer Serviceunterbrechung kommt. Insgesamt setzen weltweit mehr als 20.000 Firmenkunden, darunter Merrill Lynch, Qualcomm, Fuji Film, Denso, Johnson Controls, Siemens, Subaru, Tellabs und T-Systems Global. Im Herbst 2007 verstärkte sich VMware durch die Übernahme von Dunes Technologies. Der Mutterkonzern und Speicherspezialist EMC kontrollierte zuletzt noch 86 Prozent der VMware-Anteile.

Zahlen

Für das vergangene zweite Quartal 2007 berichtet VMware von einem Umsatzsprung auf 296,8 Mio. US-Dollar, ein Zuwachs von 90 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Lizenzerlöse wuchsen um 80 Prozent auf 204,4 Mio. Dollar, während sich das Servicegeschäft auf 92,8 Mio. Dollar mehr als verdoppelte.

Meldung gespeichert unter: VMware

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