Virtuelle Welten: Nach dem Hype folgt der Trend

Freitag, 10. Oktober 2008 15:04
Second Life

Mittlerweile ist der Hype abgeklungen. Aber es geht weiter: Second Life. Die virtuelle Welt, geschaffen von ihren Bewohnern, fasziniert noch immer weltweit die Menschen, auch wenn die Medien mittlerweile abgesprungen zu sein scheinen. Das war vor gut einem Jahr noch anders. Da war Second Life tatsächlich in aller Munde.

Die Mutter aller virtuellen Welten: Second Life

Second Life ist eine dauerhaft bestehende 3D-Umgebung, die vollständig von ihren Bewohnern erschaffen und weiterentwickelt wird. In dieser Onlinewelt können Nutzer praktisch alles erschaffen oder werden, was Sie sich vorstellen können. In einer virtuellen Welt schlüpft man in die Rolle einer digitalen Figur, eines sogenannten Avatars. Die Simulation der Umgebung in Second Life basiert auf einem Backbone, das aus Hunderten miteinander verbundener Computer gebildet wird. Das Spannende nicht nur für den verspielten Online-User sondern auch für Unternehmen: Nutzer können 3D-Inhalte selbst entwerfen und verkaufen, Land erwerben und bebauen, und Sie können virtuelles Geld in Form einer Mikrowährung verdienen, die in reales Geld umgetauscht werden kann.
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Hinter Second Life steckt das Unternehmen Linden Lab. Und Linden Lab erhält seit Sommer einen Wettbewerber, der in der großen bunten Online-Welt kaum namhafter sein könnte: Nach rund einem Jahr langen Marktrumoren brachte kein geringerer als Google seine eigene Avatar-Welt Lively auf den Markt. Auch hier können sich Nutzer als Avatar darstellen und eigene virtuelle Welten schaffen und sich in den virtuellen Welten anderer bewegen. Soweit die Gemeinsamkeiten mit Second Life. Bislang ist Lively dann aber doch nicht viel mehr als ein virtueller Chatraum. Das ist zunächst einmal nicht besonders aufregend. Vor allem dann nicht, wenn man die Maßstäbe zugrunde legt, die ansonsten bei der Produktveröffentlichung von Google angelegt werden können.

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 Was Lively dennoch von Second Life abhebt? Lively basiert schlicht und ergreifend auf einem Browser-Plugin, kann also im Browser angezeigt werden. Hier kommt nun natürlich ins Spiel, dass Google erst vor kurzem mit Chrome einen ersten eigenen Browser auf den Markt geworfen hat. Zudem ein Bestandteil der Philosophie, die sich auch in anderen Google-Produkten wieder findet: Nutzer können und dürfen ihre gestalteten Räume oder ihre Avatare auch auf eigenen Webseiten anzeigen lassen. Und damit ergibt sich eine neue nutzungsphilsophische Spielart des Internets, die deutlich näher an den Nutzungsgewohnheiten dran ist als es Second Life jemals sein könnte: In Second Life betritt man eine zwar grenzenlose und doch in sich geschlossene Welt. Man kann nur in Second Life sein oder man ist es eben nicht. Ganz oder gar nicht lautet hier die Devise.

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