Virtualisierung: Die Hoffnung auf ein neues Zugpferd

Freitag, 19. September 2008 16:23
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(IT-TIMES) Hört man auf das, was das IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner sagt, dann wird das Thema Virtualisierung das wohl wichtigste Thema auf dem Servermarkt der Zukunft sein. Zumindest bis zum Jahr 2012. Viel weiter kann man in dem dynamisch-komplexen Marktgefüge ohnehin nicht in die Zukunft schauen. Zudem dürfte sich das Rumoren, das seit rund einem Jahr durch die Branche geht, zu einem fetten und satten Sound geändert haben: Bis dahin wird sich die Branche suchen, sie wird Alternativen ausprobieren und diskutieren, bis sich letztlich jene Ideen durchsetzen werden, die von den Endkunden als wirklicher Mehrwert erfahren werden. Heißt: Die nächsten vier bis fünf Jahre wird sich in Sachen Virtualisierung auf dem Servermarkt einiges tun. Schon in den letzten Wochen und Monaten wurde von einigen Großunternehmen aus der IT-Branche in Sachen Virtualisierung auf das Gaspedal gedrückt.

In der gleichen Studie gehen die Gartner-Analysten davon aus, dass Unternehmen durch Virtualisierung relativ rasch einen immensen Return on Investment erzielen könnten. Dazu sei es in einem ersten Schritt allerdings notwendig, die Virtualisierung in die Managementstrategie, Architektur und Software zu implementieren. Dazu bedarf es in einem ersten Schritt erst einmal einer Planung, ehe Unternehmen dann ihre Maschinen virtualisieren können. Und außerdem bringen sich viele Anbieter - sowohl Hardware- als auch Softwarespezialisten - in Position, um das Thema Virtualisierung voranzutreiben. Und das sind nicht irgendwelche Unternehmen, die nun beginnen, ganz auf Virtualisierung zu setzen.

Der Markt rumort, muss sich aber noch finden

Allein in den vergangenen Wochen berichtete IT-Times darüber, dass Microsoft eine Virtualisierungsoffensive startet, dass Red Hat den Virtualisierungsspezialisten Qumranet gekauft hat, dass Citirix eine neue Virtualisierungssoftware auf den Markt bringt und dass Dell ein neues Virtualisierungsangebot gestartet hat. Microsoft hatte erst in der letzten Woche bekannt gegeben, dass gemeinsam mit 20 Partnern Firmen an Virtualisierungslösungen herangeführt werden sollen. Hierfür will das Unternehmen weltweit „Get Virtual Now“ Events abhalten, um mehr als 250.000 Firmenkunden erreichen zu können. Im Mittelpunkt der Vermarktungsoffensive stehen dabei Virtualisierungslösungen wie Hyper-V Server 2008, Microsoft Application Virtualization 4.5 und System Center Virtual Machine Manager 2008, die nach Microsoft-Angaben als kostenloser Download zur Verfügung stehen sollen. Durch die Hypervisor-Software Hyper-V können insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen Server-Infrastrukturen konsolidieren und ihre Hardware-Kosten senken. Durch die Hypervisor-Software lassen sich mehrere virtuelle Maschinen auf einem einzigen Server betreiben, womit Firmen nicht nur Hardware-, sondern auch Admin-Kosten sparen können. Ganz klar: Durch die neue Offensive geht Microsoft den bisherigen Marktführer VMware direkt an, der bislang mit seinen Lösungen den Markt dominierte. Zuletzt hat auch VMware nachziehen müssen und sein Produkt VMware ESX Server zum kostenlosen Download freigegeben. Gemeinsam mit dem Linux-Spezialisten Novell hat Microsoft ebenfalls in der letzten Woche eine Partnerschaft in Sachen Virtualisierung beschlossen: Beide Unternehmen stellen eine gemeinsam entwickelte Virtualisierungslösung vor. Die neue Lösung ist für Systeme optimiert, die mit verschiedenen Betriebssystemen betrieben werden - beispielsweise Windows und Linux (weshalb ja auch gerade diese Zusammenarbeit sinnvoll ist). Das gemeinsame Angebot umfasst Suse Linux Enterprise Server aus dem Hause Novell, welches für den Einsatz auf Windows Server 2008 Hyper-V optimiert wurde. Novell und Microsoft sehen in dem neuen Produktangebot einen wichtigen Schritt im Rahmen ihrer im November 2006 eingegangenen Partnerschaft. Das Original-Abkommen sieht eine Kooperation in den technischen Bereichen Virtualisierung, System-Management, Identity-Federation und bei der Kompatibilität von Dokumentformaten vor.

Und auch der US-Softwarespezialist Citrix Systems hat mit XenApp 5 jüngst seine neueste Application Delivery Software vorgestellt, die eine end-to-end Virtualisierungslösung, die sich über sämtliche Plattformen wie Server, Anwendungen und sogar Desktops erstreckt. XenApp platziert Anwendungen direkt auf einem zentralen Server und erlaubt Nutzern einen direkten Zugang von einem Arbeitsplatz. Dem Anwender dürfte das nahezu egal sein, da er hiervon nichts mitbekommt, da sich die Anwendung so verhält wie ein auf dem Desktop installiertes Programm.

Meldung gespeichert unter: VMware

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