Versatel - Ballast an die Börse

Mittwoch, 2. Mai 2007 00:00

(IT-Times) Das Telekommunikationsunternehmen Versatel AG (WKN: A0M2ZK<VTW.FSE>) feierte am letzten Freitag ein mäßiges Börsendebüt. Während sich die Gesellschaft mit dem Verlauf des IPOs nach den Worten von Vorstandschef Peer Knauer sehr zufrieden zeigte, herrschte an den Märkten Skepsis.

Mäßiger Börsengang

Am vergangenen Freitag startete Versatel mit einem Kurs von 29 Euro und lag damit auf Ausgabeniveau. Gleichwohl rangierte man am unteren Ende der Preisspanne, die sich bis 36 Euro erstreckte. Knauer sagte am Freitag in Frankfurt/M., man hätte auch einen höheren Preis nehmen können. Die 29 Euro seien aber ganz bewusst gewählt worden.

Es wurden insgesamt 28.577.500 Aktien platziert, womit sich ein Streubesitz von ca. 65 Prozent ergibt. Hiervon stammen 14.000.000 Aktien aus einer Kapitalerhöhung, 10.850.000 Aktien aus dem Eigentum der abgebenden Aktionärin sowie 3.727.500 Aktien aus dem Eigentum der abgebenden Aktionärin aus einer den Konsortialbanken eingeräumten Mehrzuteilungsoption.

Taschengeld für Expansion

Durch den Börsengang ergab sich ein Emissionserlös von 830 Mio. Euro, wobei Versatel davon aus einer Kapitalerhöhung 406 Mio. Euro erhält. Hiervon sollen 350 Mio. Euro zum Abbau der Gesamtverbindlichkeiten von 768 Mio. Euro verwendet werden - auch, um die laufende Zinsbelastung zu reduzieren. In den weiteren Ausbau der eigenen Infrastruktur will man ebenfalls investieren. Derzeit erreicht Versatel acht Millionen Haushalte, künftig sollen es nach Angaben Knauers 10,4 Millionen sein.

In diesem Zusammenhang fasst Versatel auch Zukäufe ins Auge. Knauer hatte in der Vergangenheit deutlich gemacht, dass man nur in Städten, wo man mit einer eigenen Infrastruktur vertreten ist, am Markt agieren wolle. Die regionale Expansion wird also über Akquisitionen erfolgen, wobei Stadtnetz- und Regionalanbieter im Visier des Unternehmens sind. Dem ehemaligen Mehrheitseigner, ein von Apax Partners beratener Fonds, wurde vor einiger Zeit auch Interesse an Arcor nachgesagt. Dies erledigte sich aber von selbst, da die Vodafone-Tochtergesellschaft entgegen ursprünglicher Planung im Konzern verbleiben soll.

Kurzportrait

Die in Düsseldorf und Berlin ansässige Versatel AG ist einer der größten alternativen Telekommunikationsanbieter in Deutschland. Das Unternehmen ist in elf der 16 deutschen Bundesländer und in 28 der 50 größten deutschen Städte vertreten. Insgesamt bietet Versatel seine Dienstleistungen in über 170 Städten an. Diese umfassen Festnetzanschlüsse und Internetzugänge. Für Geschäftskunden gibt es weitere, spezielle Angebote.

Kernstück von Versatels Assets ist das Netz aus über 35.000 km Lichtwellenleiterkabeln in ganz Deutschland, von denen ca. 26.000 km zur regionalen- und Stadtnetzebene gehören. I. d. R. muss Versatel die letzte Meile von der Deutschen Telekom AG mieten. Außerdem erzielt Versatel signifikanten Umsatz durch die Vermietung freier Netzwerkkapazität an dritte Anbieter. Der Vertrieb erfolgt über eigene Shops oder Partner wie The Phone House.

Die Tochtergesellschaften des Unternehmens sind Versatel Berlin GmbH (Berlin),

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