VATM-Tele-Kompass: „Nicht locker lassen beim Breitbandausbau"

Montag, 31. Oktober 2011 10:34
VATM

VATM-Tele-Kompass: „Nicht locker lassen beim Breitbandausbau" Verbandspräsident Eickers: „Universaldienstdebatte jetzt aufgeben“ – LTE und Open Access als Treiber – 70 Gäste beim politischen Abend nach TKG-Beschluss in Berlin  

Köln, 31.10.2001. Die Herausforderungen beim Breitbandausbau in Deutschland standen im Mittelpunkt des VATM-Tele-Kompass in Berlin. Die aktuelle Debatte um einen Breitbanduniversaldienst, die Fortschritte beim LTE-Ausbau sowie die Bedeutung von Open Access für weitere Fortschritte waren entsprechend die Themenschwerpunkte der abendlichen Expertenrunde mit sechs Vertretern aus Wirtschaft und Politik sowie von der Bundesnetzagentur vor rund 70 Gästen.

Aktueller hätte die Diskussionsrunde kaum sein können, hatte doch der Bundestag wenige Stunden zuvor am 27. Oktober 2011 wichtige Neuerungen im Telekommunikationsgesetz (TKG) beschlossen. VATM-Präsident Gerd Eickers zeigte sich bei der Begrüßung erleichtert, dass das neue Gesetz nun keine Breitband-Universaldienstverpflichtung vorsieht. Ein solches „bürokratisches Monstrum“ wäre ein erhebliches Hemmnis für den Ausbau gewesen, so Eickers. Für die Planungssicherheit der Unternehmen sei es jetzt wichtig, dass die Univer-saldienstdebatte im Bundesrat nicht wieder neu angeheizt werde.  

Für einen Breitbandmarkt mit Wettbewerb sowohl bei den Diensten und Anwendungen als auch den Netzen sprach sich die Vizepräsidentin der Bundesnetzagentur, Dr. Iris Henseler-Unger, in der Diskussionsrunde aus und bekannte sich klar zu „Open Access“, dem diskriminierungsfreien offenen Zugang zur schnellen Glasfaser-Infrastruktur: „Wir wollen, dass jeder Anbieter in Deutschland bundesweit anbieten kann. Über Open Access können auch kleine Unternehmen Vorleistungen offerieren.“ Die Netze müssten deshalb nicht nur technisch, sondern auch hinsichtlich der Geschäftsprozesse interoperabel sein.  

Insbesondere auf den „Wettbewerb der Breitband-Dienste“ setzt Huawei Technologies als eines der wichtigsten Unternehmen, das TK-Lösungen für Fest- und Funknetze anbietet. „Die immens hohen Investitionen für die Glasfasernetze bergen ein großes Risiko, wenn die Netze nicht optimal ausgelastet werden können", gab Walter Haas, CTO von Huawei Technologies Deutschland, zu bedenken. Ohne Wettbewerb und Open Access seien die Netze nicht zu füllen. „Wir sehen in Open Access ein zentrales Thema für den weiteren Erfolg beim Breitbandausbau“, erklärte Haas. Dabei sprach er sich auch dafür aus, verstärkt die Eigentümer selbst zum Anschlussausbau zu motivieren, da der Breitbandanschluss in nicht versorgten Gebäuden beispielsweise auch zur Wertsteigerung der Immobilien beitrage.  

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