USA: Quo vadis UMTS?

Freitag, 3. August 2001 16:36

Während die Entwicklung der Mobilfunktechnologie der dritten Generation in Europa zwar langsam aber dennoch unaufhaltsam voranschreitet, kommen aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten unterschiedliche Signale. Die Nummer eins der US-Mobilfunkbetreiber Verizon Wireless, ein Gemeinschaftsunternehmen von Verizon Communications und der britischen Vodafone Group, will noch in diesem Jahr in den USA mit einem UMTS-Mobilfunknetz in Großstädten beziehungsweise Ballungsräumen starten. In der ersten Ausbaustufe soll die Stadt New York und ihre Umgebung mit den neuen Diensten versorgt werden. Auch der Wettbewerber Sprint PCS will in Kürze UMTS-Services anbieten, zunächst im Rahmen eines Pilotprojekts, dafür aber schon in etwa sechs bis acht Wochen. Sprint PCS hat große Pläne: Schon Mitte nächsten Jahres sollen zumindest alle wichtigen Ballungsräume der USA abgedeckt werden. Soweit die guten Nachrichten.

Nach einer Analyse der Unternehmensberatung Frost and Sullivan hingegen werden die Mobiltelefonnetze der dritten Generation in den USA wahrscheinlich erst nach dem Jahr 2007 in Betrieb gehen. Als Gründe für diese massiven Verzögerungen nennt die Studie die schlechte Finanzsituation der Mobilfunkanbieter und der Telekomausrüster, sowie Probleme bei der Vergabe der notwendigen Frequenzbänder in den USA.

Um an die entsprechenden Aufträge zu kommen, werden die Bestellungen der Mobilfunkanbieter von den Infrastrukturanbietern wie Lucent, Nortel oder Motorola vorfinanziert. Da aber die entsprechenden Einnahmen verspätet und geringer als bisher erwartet ausfallen dürften, und die Entwicklungskosten stetig ansteigen, kommen sowohl die Netzbetreiber als auch deren Zulieferer zunehmend in Finanzierungsnöte. Als Folge könnte die Inbetriebnahme der Netze noch weiter verzögert werden.

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