Unternehmen entdecken Software as a Service

Freitag, 5. Dezember 2008 15:36
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(IT-TIMES) Auf der einen Seite stehen Argumente wie Kosteneffizienz sowie die Einfachheit und Geschwindigkeit. Auf der anderen Seite steht die große Unsicherheit, weil niemand so recht vorherzusehen vermag, auf was er sich da einlässt. Und doch: Software as a Service – oder kurz SaaS – wird in Zukunft sicherlich noch stärker nachgefragt werden, als es derzeit ohnehin schon der Fall ist.

Gemäß einer Studie von Saugatuck Technology nutzen fast 40 Prozent aller Unternehmen mindestens eine Lösung zur Miete – sprich: Sie nutzen SaaS. Bis 2010 soll dieser Anteil dann sogar bis auf 65 Prozent steigen. Dahinter verbirgt sich zum einen die Hoffnung auf eine größere Preistransparenz und zum anderen auf eine höhere Energieeffizienz, da zentral gehostete SaaS-Lösungen die Hardware besser auslasten können. Vor allem in Zeiten konjunktureller Unsicherheit wird das Interesse an SaaS deutlich geweckt, da mit Mietmodellen kurzfristige Ausgaben in Unternehmen gesenkt werden können oder aber Anwendungen vor einer längerfristigen Investitionsentscheidung erst einmal getestet werden können. Das gibt Sicherheit.
 

Probleme werden schnell behoben

Wie das IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Gartner feststellt, sei Haupttreiber für die Verbreitung von SaaS der Austausch von vor Ort installierten Anwendungen sowie die Einführung von neuen Internet-basierten Applikationen. Ein weiterer Vorteil: Hinter SaaS steckt die "One-to-many-Idee", das heißt, die Technik, auf der eine Lösung basiert, nutzen einige Dutzend oder sogar einige Hundert andere Firmen auch. Probleme treffen daher alle Nutzer. Die große Zahl der potenziell Geschädigten zwingt den Anbieter deshalb zur Wachsamkeit und dazu, auftretende Probleme so schnell wie möglich zu beseitigen. Dass es trotz allem bei SaaS-Lösungen noch immer Probleme mit der Datensicherheit gibt, ist nicht von der Hand zu weisen. Allerdings ist dies auch kein SaaS-spezifisches Problem, sondern betrifft so ziemlich jede Lösung, die, in welcher Weise auch immer, im Netzwerk angewendet wird.
 

Microsoft, SAP und Strato haben SaaS-Pfeile im Köcher

Viele IT-Anbieter wittern Potenzial hinter SaaS und spezialisieren sich auf solche Anwendungen. So sind vermehrt unabhängige Softwarehäuser und Softwarehersteller auf den Geschmack gekommen. Auch der US-Softwarespezialist Microsoft will seine Exchange-, SharePoint- und Communications Server Softwarelösungen als SaaS-Angebote über das Internet vermarkten. Damit sollen große IT-Einheiten innerhalb von Unternehmen, die mehr als 5.000 PCs verwalten, keine Software-CDs mehr kaufen müssen. Vielmehr wird Microsoft diese Anwendungen künftig auf seinen eigenen Servern und Datenzentren hosten und Firmen auf Subscription-Basis Zugang zu diesen Anwendungen gewähren. Der Internet-Service-Provider Strato betreibt mittlerweile Mietmodelle für das Content- und Dokumenten-Management sowie für Kundendatenbank. Der Walldorfer Softwarekonzern SAP strickt schon länger an seiner SaaS-Lösung, die unter dem Namen „Business by Design“ feilgeboten wird. Aufgrund interner Probleme in der Produktentwicklung verschiebt sich die Markteinführung jedoch immer weiter nach hinten. Die Potenziale von SaaS indes sieht man auch bei SAP, allein an der Umsetzung hapert es dann noch. IBM ist in der Branche dafür bekannt, stets auf der Suche nach unabhängigen Softwareanbietern zu sein, die für SaaS gewonnen werden können.
 

SaaS ist ein Anbieterthema

Meldung gespeichert unter: Software-as-a-Service (SaaS)

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