Trotz anfänglicher Frustrationen zuversichtlich: Die Deutschen M-Commerce Nutzer

Donnerstag, 16. November 2000 11:15

Eine Studie der Boston Consulting Group vergleicht die

M-Commerce-Erfahrungen deutscher Nutzer mit denen anderer Länder

Jeder dritte deutsche Handy-Nutzer ist frustriert von

M-Commerce-Angeboten und nutzt diese Dienste nach ersten erfolglosen

Versuchen nicht mehr. Das hat die Boston Consulting Group (BCG) in

ihrer weltweiten Untersuchung "Mobile Commerce: Winning the On-Air

Consumer" herausgefunden. Die Unternehmens-beratung befragte über 1

800 tatsächliche und potenzielle M-Commerce-Nutzer in Deutschland,

Frankreich, Schweden, Japan, den USA sowie Australien.

Die Ursachen für die Unzufriedenheit bei den Anwendern sieht BCG

unter anderem darin, dass die Handy-Nutzer die Übertragungsraten und

Funktionalität der mobilen Anwendungen mit denen des Internets

vergleichen: hohe Kosten, niedrige Geschwindigkeit, schwerfällige

Navigation, schwierige Texteingabe und unzuverlässige Dienste sind

die fünf am häufigsten genannten Ärgernisse. Trotz der negativen

Erfahrungen glauben aber zwei Drittel der Befragten in Deutschland,

dass M-Commerce-Dienste in wenigen Jahren eine wichtige Rolle im

täglichen Leben spielen werden.

David Dean, BCG Geschäftsführer und weltweiter Leiter der

Praxisgruppe "Technology and Communications", erklärt die

Frustrationen aber nicht nur mit den technischen Problemen. Vielmehr

wären bei den Kunden Erwartungen geweckt worden, die noch nicht

erfüllt werden könnten. Sobald diese Anfangsschwierigkeiten aber

überwunden seien, würden M-Commerce-Anwendungen aus dem Alltag nicht

mehr wegzudenken sein: So meinten über zwei Drittel der Interviewten

in Deutschland, dass ihr Handy innerhalb der nächsten vier Jahre zu

ihrem "persönlichen Assistenten" werde. Und sogar 73 Prozent

erwarteten, dass mobile Endgeräte mehr und mehr zur

Zahlungsabwicklung verwendet werden.

Die BCG-Experten gehen davon aus, dass im Jahr 2003 im M-Commerce

ungefähr so viel Umsatz getätigt wird wie 1998 im Internet. Allein im

B2C-Geschäft würden dann weltweit etwa 100 Milliarden US-$ umgesetzt,

die sich jeweils zur Hälfte aus Datenübertragungsgebühren,

Nutzungsentgelten für E-Mail sowie Werbung auf der einen Seite und

dem Wert von per Handy gekauften Produkten und Diensten auf der

anderen Seite zusammensetzen.

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