Telekom fällt ins Werbeloch

Dienstag, 6. Februar 2001 11:04

Deutsche Telekom AG (WKN: 555750) Die Deutsche Telekom muss sich vor der Regulierungsbehörde für Telekommunikation (RegTP) für ihr DSL-Angebot rechtfertigen. Die Behörde prüft nach eigenen Angaben, ob die Telekom Preisdumping betreibt, um ihre Wettbewerber aus dem Markt zu drängen. Das Preismißbrauchsverfahren wurde bereits am 2. Februar eröffnet und soll bis zum 2. April abgeschlossen sein. Ein Sprecher der Deutschen Telekom äußerte sich zu den Vorwürfen gelassen. Man würde keine "Kampfpreise" anbieten. Das Verfahren würde nur das gute Angebot von T-DSL schlecht machen wollen.

Wettbewerber wie der DSL-Spezialist QSC und der Online-Dienst AOL fordern, die Leitungen der Hausanschlüsse zu teilen. Dann können sie den schnellen Datendienst DSL anbieten, ohne von der Telekom wie bisher die komplette Leitung mieten zu müssen. Das DSL-Angebot der Deutschen Telekom, dass unter dem Markennamen TDSL vertrieben wird, wurde in der Vergangenheit häufiger von Wettbewerbern kritisiert, da die Preise unter den tatsächlichen Kosten liegen würden.

Die Deutsche Telekom hatte zuletzt einen Marktanteil an DSL-Anschlüssen von 95 Prozent. Bis Ende Dezember hat die Telekom nach eigenen Angaben 628.000 T-DSL-Zugänge vermarktet. Davon konnte sie aber nur ein Drittel tatsächlich anschließen. Den Auftragsstau führt ein Telekom-Sprecher auf Engpässe bei der Lieferung der erforderlichen Geräte und die mangelnde Kapazität der eigenen Techniker zurück. Telekom-Sprecher Walter Genz nennt den Ärger der Kunden "unberechtigt". Weiter sagte er: "Wir haben zehn Jahre gebraucht, um ISDN flächendeckend einzuführen. Dass das mit DSL nicht innerhalb weniger Tage klappen kann, muss klar sein."

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