T-Mobile USA: Abschied unter Tränen?

Freitag, 15. Juli 2005 19:36

BONN/SEATTLE - Vor fast genau fünf Jahren wollten einige den damaligen Telekom-Chef Ron Sommer für verrückt erklären. Doch der inzwischen geschasste Manager sollte Recht behalten. Für 40 Mrd. Euro kaufte er das US-Mobilfunkunternehmen Voicestream Wireless, welches heute unter dem Namen T-Mobile USA firmiert. Doch damit nicht genug: Bei der Deutsche Telekom AG (WKN: 555750<DTE.FSE>) hat sich der überseeische Ableger zum Prunkstück des Konzerns gemausert. Doch selbst in Bonn ist man sich nicht ganz sicher, wie mit der Tochter zukünftig verfahren werden soll.

Dabei ist dies eigentlich noch recht milde ausgedrückt. Die Telekom steckt in einem regelrechten Dilemma. Als Voicestream übernommen wurde, war das Unternehmen die Nummer sechs des US-Marktes und hatte rund drei Millionen Kunden in der Kartei. Binnen fünf Jahren und zweistelliger Zuwachsraten ist man auf Platz vier vorgerückt - mit inzwischen fast 20 Millionen Nutzern. Noch 2004 hatte man die Kundenzahl um 30 Prozent erhöht.

Insgesamt wird ein Umsatz von neun Mrd. Euro und damit wesentlich mehr als über die deutsche Schwester generiert, obwohl T-Mobile Deutschland mehr Kunden hat. In den USA jedoch liegt der ARPU (Average Revenue per User) bei 50 US-Dollar. Aus dem Verschmelzungsvertrag von T-Online geht zudem hervor, dass sich diese Werte steigern sollen. In einer Zehn-Jahres-Projektion wird eine Kundenzahl von 30 bis 35 Millionen und eine Verdoppelung der Umsatzzahlen bei T-Mobile USA avisiert.

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