SunPower will im Heimatmarkt wachsen

Freitag, 16. April 2010 13:58
SunPower

(IT-Times) - Die Aktien des US-Solarkonzerns SunPower (Nasdaq: SPWRA, WKN: A0HHD1) präsentierten sich zuletzt deutlich fester, nachdem sich das Unternehmen eine neue Kreditlinie sichern konnte. Die neue Vereinbarung mit verschiedenen Banken, darunter auch der Deutschen Bank, sichert dem Unternehmen den Zugriff auf Kredite im Volumen von 350 Mio. US-Dollar. Die Vereinbarung ersetzt eine bestehende Kreditlinie in Höhe von 250 Mio. Dollar.

Gleichzeitig konnte SunPower die Übernahme der europäischen SunRay erfolgreich abschließen - die Übernahme ließ sich SunPower 277 Mio. Dollar kosten, um sich im europäischen Solarmarkt zu verstärken.

Obwohl Deutschland im vergangenen Jahr zum weltgrößten Solarmarkt aufstieg, geht der Blick des Unternehmens in diesem Jahr auf den Heimatmarkt USA. Während in Deutschland im vergangenen Jahr Solarkapazitäten im Volumen von 3.800 Megawatt installiert wurden, waren es in den USA gerade einmal 481 Megawatt.

US-Markt vor Boomphase
Dies könnte sich bald ändern. Zum einen sinken die Einspeisevergütungen in Deutschland zur Jahresmitte deutlich, zum anderen versuchen auch die USA den Markt mit Subventionen und neuen Gesetzesvorschriften anzukurbeln. Insbesondere der Sonnenstaat Kalifornien verfolgt ambitionierte Ziele in den nächsten Jahren. Der Renewable Portfolio Standard (RPS) soll dafür sorgen, dass Energieversorger künftig einen höheren Prozentanteil des Stroms durch alternative Energieträger wie Wind, Solar und Solarthermie erbringen. Derzeit entwickelt der kalifornische Gesetzgeber eine Initiative, wodurch Energieversorger gezwungen werden sollen, bis 2020 den Anteil erneuerbarer Energieträger an der Stromerzeugung auf 33 Prozent zu erhöhen.

Zuletzt steuerte der Solarstrom lediglich ein Prozent am gesamten US-Energiemix bei, weiß Rohne Resch, Präsident und CEO der Solar Energy Industries Association (SEIA). Beim Branchenverband gibt man sich optimistisch, dass sich dies bald ändern wird. Derzeit werden solare Großprojekte mit einer Kapazität von 17 Gigawatt entwickelt, heißt es bei der SEIA, genug Strom um 3,4 Millionen Haushalte mit Elektrizität zu versorgen.

Entsprechend optimistisch ist man dann bei SunPower was den US-Markt angeht. Pünktlich zum 25-jährigen Bestehen des Unternehmens plant das Unternehmen ein neues Werk in den USA. Bis Jahresende sollen 100 neue Jobs in der Produktion entstehen, so SunPower-Vizepräsidentin Julie Blunden.

Kurzportrait

Der im kalifornischen San Jose ansässige Solarkonzern SunPower Corporation wurde ursprünglich im April 1985 gegründet. Das Unternehmen ist ein vertikal integrierter Solarkonzern, der sowohl bei der Entwicklung als auch bei der Herstellung und im Vertrieb von Solarzellen, Solarmodulen sowie Inverter engagiert ist.

SunPower operiert aus zwei Geschäftsbereichen heraus: Komponenten und Systeme. Die Einheit Komponenten verkauft unter anderem Solarzellen, Solarmodule und Inverter. Verkauft werden die Solar-Produkte an Händler, als auch an Installateure und Systemanbieter. Gefertigt werden die Solar-Produkte unter anderen in den eigenen Fertigungsfabriken auf den Philippinen. Daneben werden SunPower-Produkte auch von einem Dritthersteller in China produziert. Die Einheit (SP Systems) entwickelt und fertigt großflächige Solarprojekte. Insgesamt ist SunPower in verschiedenen Absatzmärkten aktiv. So vertreibt SunPower seine Produkte sowohl in Nordamerika, als auch in Asien und Europa.

Der Geschäftsbereich Systeme ist für den Vertrieb Solarsysteme verantwortlich. Der Servicebereich umfasst verschiedene Aufgaben, wie die Entwicklung komplexer Solaranlagen, sowie deren Finanzierung und Konstruktion, sowie Systemintegration. Zu den Produktangeboten der Gesellschaft gehören neben Aufdachsysteme, auch Boden- und Nachführsysteme. Wartung und Überwachung der installierten Solarangaben runden das Serviceangebot von SunPower ab.

Im Januar 2007 verstärkte sich SunPower durch die Übernahme von PowerLight Corporation. Im Januar 2008 verstärkte sich SunPower durch die Übernahme des italienischen Systemintegrators Solar Solutions. Daneben hält SunPower eine 40%ige Beteiligung an der südkoreanischen Woongjin Energy. Ende März 2010 schloss SunPower die Übernahme der europäischen SunRay für 277 Mio. Dollar ab.

Zahlen

Der Umsatz kletterte um 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 547,9 Mio. US-Dollar. Der Gewinn brach dabei allerdings auf 8,7 Mio. Dollar oder neun US-Cent je Aktie ein. Dies entspricht einem Rückgang von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als SunPower noch einen Profit von 28,5 Mio. Dollar oder 33 US-Cent je Aktie erwirtschaften konnte.

Ausgenommen außergewöhnlicher Sonderbelastungen konnte SunPower einen Nettogewinn von 47 US-Cent je Aktie erwirtschaften und blieb damit hinter den Gewinnerwartungen der Analysten zurück. Diese hatten im Vorfeld zwar nur mit Einnahmen von 490,9 Mio. Dollar, aber mit einem Nettogewinn von 49 US-Cent je Aktie gerechnet.

Meldung gespeichert unter: SunPower

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