SunPower sieht sich für den Abschwung gut gerüstet

Montag, 2. Februar 2009 13:06
SunPower

(IT-Times) Der US-Solarkonzern SunPower Corporation (Nasdaq: SPWRA, WKN: A0HHD1) konnte trotz Rezession weiter signifikant wachsen und entgegen den Erwartungen die Gewinnschätzungen erheblich übertreffen.

Den Schlüssel für weiteres Wachstum sieht das Unternehmen unter anderem in einen verbesserten Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten. Insbesondere bei Großprojekten kam es zuletzt zu Verzögerungen, nachdem Banken infolge der Finanzkrise bei der Kreditvergabe zögerten. Um der Finanzierungsfalle zu entgehen, will das Unternehmen mehr auf sein Komponentengeschäft setzen und Großprojekte aufteilen. Durch die Aufteilung in mehrere kleinere Projekte will das Unternehmen so Finanzierungsvorhaben erleichtern.

SunPower hofft auf Obama
Daneben will SunPower-Chef Tom Werner Ressourcen auf den US-Versorgungssektor bündeln, nachdem die neue US-Regierung um Barack Obama erneuerbare Energien gezielt fördern will. Nicht weniger als 150 Mrd. US-Dollar will die neue US-Regierung in den nächsten zehn Jahren in grüne Energietechniken stecken. Insgesamt will die USA bis 2012 zehn Prozent seines Elektrizitätsbedarfs durch erneuerbare Energiequellen decken. In 2025 sollen es bereits 25 Prozent bzw. 70 Gigawatt sein, die durch erneuerbare Energieträger erbracht werden.

Daneben hofft SunPower, dass auch andere Staaten dem Trend folgen und erneuerbare Energien durch steuerliche Anreize gezielt fördern. Bewegung in diese Richtung will SunPower bereits in Japan, Italien, Australien, Frankreich und in Griechenland erkannt haben.

Dem anhaltenden Preisverfall bei Modulen will SunPower durch sein Kostenprogramm begegnen. Die operativen Kosten sollen weniger stark wachsen, wobei SunPower zudem auf modernste Produktionsverfahren setzen will, um seine Herstellungskosten weiter zu drücken. Insgesamt sollen die Kosten im Zusammenhang mit der Installation von Solarsystemen bis 2012 um 50 Prozent gegenüber 2006 sinken. Zwei Drittel dieses Vorhabens sollen bereits im nächsten Jahr umgesetzt sein.

Neues Nachführsystem: Mehrertrag bei gleichen Kosten
Daneben will SunPower auch seine Systemtechnik weiter verbessern. Durch den Einsatz neuer T20 Tracker will das Unternehmen 30 Prozent mehr Energie pro Watt liefern, als mit fest installierten Systemen. Laut SunPower sind die Kosten für das neue Tracker-System nur minimal höher als bei Festinstallationen, wobei die dritte Revision der T20 Nachführsysteme noch in diesem Quartal an den Start gehen soll. Durch solche Nachführsysteme wird gewährleistet, dass der Strahlungswinkel der Sonne zu 100 Prozent auf das Modul trifft, womit die Sonneneinstrahlung noch effektiver genutzt werden kann.

Diese Systeme nicht zwar nicht neu, doch sieht sich SunPower damit im Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Konkurrenten am Markt, die solche intelligenten Nachführsysteme teils nur gegen Aufpreise anbieten können…

Kurzportrait

Der im kalifornischen San Jose ansässige Solarkonzern SunPower Corporation wurde ursprünglich im April 1985 gegründet. Das Unternehmen ist ein vertikal integrierter Solarkonzern, der sowohl bei der Entwicklung als auch bei der Herstellung und im Vertrieb von Solarzellen, Solarmodulen sowie Inverter engagiert ist.

SunPower operiert aus zwei Geschäftsbereichen heraus: Komponenten und Systeme. Die Einheit Komponenten verkauft unter anderem Solarzellen, Solarmodule und Inverter. Verkauft werden die Solar-Produkte an Händler, als auch an Installateure und Systemanbieter. Gefertigt werden die Solar-Produkte unter anderen in den eigenen Fertigungsfabriken auf den Philippinen. Daneben werden SunPower-Produkte auch von einem Dritthersteller in China produziert. Die Einheit (SP Systems) entwickelt und fertigt großflächige Solarprojekte. Insgesamt ist SunPower in verschiedenen Absatzmärkten aktiv. So vertreibt SunPower seine Produkte sowohl in Nordamerika, als auch in Asien und Europa.

Der Geschäftsbereich Systeme ist für den Vertrieb Solarsysteme verantwortlich. Der Servicebereich umfasst verschiedene Aufgaben, wie die Entwicklung komplexer Solaranlagen, sowie deren Finanzierung und Konstruktion, sowie Systemintegration. Zu den Produktangeboten der Gesellschaft gehören neben Aufdachsysteme, auch Boden- und Nachführsysteme. Wartung und Überwachung der installierten Solarangaben runden das Serviceangebot von SunPower ab.

Im Januar 2007 verstärkte sich SunPower durch die Übernahme von PowerLight Corporation. Im Januar 2008 verstärkte sich SunPower durch die Übernahme des italienischen Systemintegrators Solar Solutions. Daneben hält SunPower eine 40%ige Beteiligung an der südkoreanischen Woongjin Energy.

Zahlen

So berichtet SunPower für das Dezemberquartal von einem Umsatzsprung um 80 Prozent auf 401 Mio. US-Dollar. Der Gewinn verfünffachte sich dabei auf 29,6 Mio. US-Dollar oder 35 US-Cent je Aktie, nach einem Plus von 4,9 Mio. Dollar oder sechs US-Cent je Aktie im Jahr vorher.

Ausgenommen außergewöhnlicher Sonderbelastungen konnte SunPower sogar einen Nettogewinn von 70 US-Cent je Aktie erwirtschaften und damit die Markterwartungen spürbar übertreffen. Analysten hatten zuvor nur mit Einnahmen von 397,2 Mio. Dollar sowie mit einem Nettogewinn von 57 US-Cent je Aktie gerechnet. Die Bruttogewinnmargen erhöhten sich zuletzt nochmals leicht auf 29,9 Prozent vom Umsatz, nach 29,2 Prozent im Vorquartal.

Für das somit abgeschlossene Gesamtjahr 2008 meldet SunPower einen Umsatzanstieg auf 1,43 Mrd. Dollar, nach Einnahmen von 773 Mio. Dollar im Jahr 2007. Der Gewinn kletterte auf Jahressicht auf 92,3 Mio. Dollar oder 1,09 Dollar je Aktie, nach einem Plus von 9,2 Mio. Dollar oder elf US-Cent je Aktie im Jahr vorher. Insgesamt konnte SunPower im vierten Quartal einen positiven Cashflow in Höhe von 46 Mio. Dollar erwirtschaften und das Jahr 2008 mit Barreserven von 436 Mio. Dollar beenden.

Markt und Wettbewerb

Meldung gespeichert unter: SunPower

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