Städte der Zukunft intelligent machen

Mittwoch, 18. Mai 2011 12:21
BITKOM

Städte der Zukunft intelligent machen  

- 5. Jahreskonferenz „Green IT“ von BITKOM, Umweltministerium und Umweltbundesamt

- Studie: Über 80 Prozent der Verbraucher wollen intelligente Städte  

Berlin, 18. Mai 2011

ITK wird die Stadt der Zukunft prägen. Moderne IT und Telekommunikation machen aus passiven Infrastrukturen intelligente Systeme. Sie ermöglichen beispielsweise Elektromobilität und Verkehrssteuerung, eine dezentrale Energieversorgung aus regenerativen Quellen sowie vernetztes Wohnen. Basisinfrastruktur für die intelligenten Netze ist ein schnelles, sicheres und allzeit verfügbares Kommunikationsnetz. So lautet das Fazit der 5. Jahreskonferenz von BITKOM, dem Bundesumweltministerium (BMU) und dem Umweltbundesamt (UBA). „Green IT ist der zentrale Baustein, um zukunftsfähige und moderne Städte zu entwickeln und bei verringertem CO2-Ausstoß die Mobilität und Lebensqualität der Einwohner zu erhöhen“, sagte Alf Henryk Wulf vom BITKOM-Hauptvorstand anlässlich der Veranstaltung in Berlin. Intelligente Netze müssten ein Teil der Lösung sein, wenn Industrienationen ihre Städte sauberer und lebenswerter, ressourcen- und energieeffizienter gestalten wollen.  

Die allermeisten Verbraucher hierzulande sehen das ähnlich. Über 80 Prozent der Deutschen befürworten den intelligenten Aus- und Umbau von Städten – und dies möglichst schnell. Das ergab eine aktuelle repräsentative Studie von Forsa im Auftrag von Accenture. Die Erwartungen an die intelligente Stadt der Zukunft sind hoch: Die Befragten wünschen sich insbesondere mehr Energieeffizienz, wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit, Umweltschutz und Lebensqualität.  

Ein wichtiges Beispiel sind Verkehr und Mobilität: „Effizienzgewinne im Verkehr und in der Logistik sind ein erster Hebel des High-Tech-Klimaschutzes und für die Stadt der Zukunft“, sagte Wulf. Über zwei Drittel der verkehrsbedingten CO2-Emissionen entstehen im Straßenverkehr. Die Vermeidung von Staus, Parkplatzsuche und LKW-Leerfahrten durch ITK hat daher einen großen wirtschaftlichen Nutzen und trägt dazu bei, den Energieverbrauch und die Emissionen zu senken sowie den persönlichen Nutzen der einzelnen Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. Dass viele Menschen vom täglichen Verkehrschaos die Nase voll haben, zeigt eine BITKOM-Umfrage: 60 Prozent der Bürger sind für eine Ausweitung der Lkw-Maut auf Landstraßen bzw. in Innenstädten. Und fast 40 Prozent der Autofahrer befürworten eine Pkw-Maut.

Auch neue Konzepte wie Elektromobilität können nur erfolgreich umgesetzt werden, wenn sie über Lade- und Kommunikationsinfrastrukturen umfassend in das Verkehrsnetz eingebunden werden. Sonst stehen Fahrer von Elektroautos mit leerer Batterie vor besetzten Ladestationen und können nicht weiterfahren. „Die Verbindung von wirtschaftlichem und ökologischem Nutzen von Mobilität wird nur durch ITK-Lösungen erreicht“, sagte Wulf. Moderne IT stellt eine nachhaltige und bezahlbare Mobilität sicher, trotz steigender Ölpreise und teurer Elektroakkus. Wulf: „Deutschland kann und sollte Leitanbieter für innovative Mobilitätslösungen werden.“ Klimaschutz und Wirtschaftswachstum schließen sich nach Meinung des BITKOM nicht aus, sie bedingen einander. „Eine starke Stellung im Umweltschutz dank innovativer Technologien hält und schafft Arbeitsplätze in Deutschland“, so Wulf.  

Die intelligente Nutzung von moderner ITK spart CO2-Emissionen in anderen Branchen. Laut der aktuellen SMART-2020-Studie können durch die zunehmende ITK-Nutzung im Jahr 2020 bis zu 25 Prozent der CO2-Emissionen eingespart werden. Dabei sollten auch die Bewohner der Städte die Vorteile intelligenter Lösungen kennen und nutzen lernen, etwa bei der Heimvernetzung. Die Fraunhofer-Gesellschaft prognostizierte 2009, dass im Jahr 2020 private Haushalte für knapp 60 Prozent des ITK-bedingten Stromverbrauchs stehen werden. „Wir erwarten zahlreiche Innovationen rund um vernetzte Produkte, etwa bei Haustechnik, Elektrohausgeräten und im Gesundheitswesen“, sagte Wulf. Die vernetzten Technologien werden fast alle Lebensbereiche und Altersschichten des Alltags durchdringen. Wulf: „Wir sollten beim Verbraucher das Verständnis fördern, wie viel Strom Geräte verbrauchen und wie sie energieeffizient genutzt werden können.“  

Ansprechpartner

Marc Thylmann

Meldung gespeichert unter: BITKOM

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