SMA Solar kann auf Branchenerholung hoffen - neues Produkt vorgestellt

Solar-Wechselrichter

Montag, 24. Februar 2014 14:13
SMA Solar Technology

(IT-Times) - Aktionäre der SMA Solar Technology AG hatten im vergangenen Jahr wenig Freude an ihren Papieren. Nach einer Boom-Phase in den Jahren 2009 und 2010 kämpfte der weltweit führende Solar-Wechselrichterhersteller mit den Nachwehen der Solarkrise. Nunmehr scheint sich eine Trendwende abzuzeichnen - auch die Wechselrichter-Branche steht vor einer Erholung.

Entsprechend legten SMA-Aktien in den letzten Monaten kräftig zu. Notierten die Papiere der SMA Solar Technology AG (WKN: A0DJ6J) im Dezember noch bei etwa 22,50 Euro, ging es für die SMA-Aktie zuletzt auf über 40 Euro nach oben. Die Hoffnung der Anleger auf eine branchenweite Erholung ist nicht unbegründet.

Marktforscher erwarten deutliche Erholung
Die Marktforscher aus dem Hause IMS Research haben ihre Prognose für den weltweiten PV-Inverter-Markt zuletzt nochmals nach oben korrigiert. Ursprünglich wurde mit einer Erholung auf 7,3 Mrd. US-Dollar in 2014 gerechnet. Nunmehr glauben die IMS-Experten, dass der Markt aufgrund der boomenden Solarmärkte in Japan und Asien bereits ein Volumen von 8,5 Mrd. US-Dollar erreichen wird, ein Zuwachs von 25 Prozent gegenüber 2013.

Trotz des Preisverfalls und strukturellen Änderung glauben die IMS-Marktforscher an eine Fortsetzung des Trends. Schon in den nächsten fünf Jahren dürfte sich der Markt für PV-Wechselrichter nochmals verdoppeln, schätzen die Marktanalytiker.

SMA will mit Innovationen Marktanteile zurückerobern
Zuletzt machte SMA Solar vor allem die Konkurrenz aus Asien zu schaffen. Vier der Top-10-Wechselrichterhersteller kamen im vergangenen Jahr aus China oder Japan. Der Marktanteil von SMA Solar schrumpfte von rund 40 Prozent in 2009, auf etwa 25 Prozent in 2012. Auch in 2013 dürfte SMA Solar weiter Markanteile verloren haben.

Diesen Trend will SMA Solar durch Innovationen stoppen. Jüngst stellte SMA Solar mit dem „Sunny Boy 240“ einen neuen Micro Inverter vor, der sich deutlich von der Konkurrenz abheben soll. Laut SMA hat das Gerät rund 50 Prozent weniger Bauteile als Konkurrenzprodukte. Durch 176 Bauteile soll die Fehlersicherheit und Robustheit deutlich steigen, gleichzeitig wurden zentrale Funktionen wie zum Beispiel Filter für Powerline Kommunikation oder Netztrennrelais ausgelagert.

Der serienmäßig integrierte Zugang zum Sunny Portal ermöglicht für den Anlagenbetreiber eine genaue Analyse, Diagnose und Erfolgskontrolle seiner Anlage. Laut SMA Solar ist der neue „Sunny Boy 240“ ab Februar in Deutschland und in weiteren europäischen Ländern erhältlich.

Forschungsprogramm mit Fraunhofer Institut
Um neue innovative PV-Inverter zu entwickeln, hat SMA jüngst eine Partnerschaft mit dem Fraunhofer Institute for Solar Energy Systems (ISE), dem IFAM und mit Phoenix Contact geschlossen, um das Forschungsprogramm „PV Pack“ voranzutreiben. Das PV-Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 1,4 Mio. Euro gefördert, wobei SMA Solar die Koordination des Projekts übernimmt - mit dem Forschungsprogramm soll die ausländische Konkurrenz im PV-Wechselrichtermarkt weiter auf Distanz gehalten werden.

Kurzportrait

Die im Jahre 1981 als SMA Regelsysteme GmbH gegründete SMA Solar Technology AG hatte sich ursprünglich mit der Herstellung von Industriecomputern befasst. In den letzten Jahren konzentrierte sich das Unternehmen immer mehr auf das Geschäft mit Wechselrichtern für Photovoltaikanlagen. Heute sieht sich SMA Solar als der weltweit größte Hersteller von Solar-Wechselrichtern und Überwachungsanlagen für Photovoltaik-Anlagen. Mehr als 60 Prozent des Umsatzes wird inzwischen im Ausland erwirtschaftet, wobei SMA in 21 Ländern präsent ist.

Der von leistungsfähigen Prozessoren gesteuerte Wechselrichter ist heute das Herzstück einer jeden Solaranlage, um überhaupt effektiv Strom erzeugen zu können. Der Wechselrichter wandelt den in Solarzellen erzeugten Gleichstrom in netztauglichen Wechselstrom um. Darüber hinaus fungiert der Wechselrichter als System-Manager und überwacht die Generatorfunktion sowie den Ertrag, den die Anlage erzielt. Laut Firmenangaben konnte man den maximalen Wirkungsgrad solcher Wechselrichter von 90 Prozent im Jahre 1990 auf über 98 Prozent in der Neuzeit erhöhen. Gleichzeitig wurde der Verkaufspreis pro Watt der Systeme um rund 70 Prozent gesenkt.

Um sich entsprechend breit im Markt aufzustellen, bietet SMA Solar heute Wechselrichter für nahezu alle Größen von Solaranlagen an. Für Klein- und Hausanlagen ist das Unternehmen mit dem Produkt „Sunny Boy“ am Start. Für mittelgroße Anlagen ab sechs KW ist man mit der Produktfamilie „Sunny Mini Central“ vertreten. Für Großanlagen ab 100 KW bis mehreren Megawatt hat man mit „Sunny Central“ bzw. „Sunny Tower“ das richtige Produkt parat. Für unabhängige Inselanlagen bietet SMA Solar die Lösung „Sunny Island“ an. Das Geschäft rund um Wechselrichter ist unter dem Geschäftsbereich Solartechnik zusammengefasst und trägt heute den Großteil des Umsatzes der Gesellschaft. Im Geschäftsbereich Innovative Energiesysteme wird unter anderem das Geschäft mit Wechselrichtern für Brennstoffzellen gebündelt. Das Geschäft rund um den Produktbereich Bahntechnik ist in der 100%igen Tochtergesellschaft SMA Railway Technology zusammengefasst.

Mitte 2011 verstärkte sich SMA Solar durch die Übernahme der polnischen dtw Sp.z o.o. Ende 2012 übernahm SMA Solar die Mehrheit am chinesischen Rivalen Jiangsu Zeversolar New Energy. Zudem gründete SMA Tochtergesellschaften in Südafrika und in Chile.

Neben dem Hauptsitz in Niestetal/Kassel, ist das Unternehmen noch mit Niederlassungen in Spanien, Italien, Frankreich, Griechenland, Australien, Südkorea, sowie in China und in den USA vertreten. Zuletzt beschäftigte die Unternehmensgruppe mehr als 5.000 Mitarbeiter weltweit.

Zahlen

Meldung gespeichert unter: Solarwechselrichter

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