Siemens: Auffanggesellschaft für BenQ Mobile

Freitag, 6. Oktober 2006 00:00

MÜNCHEN - Die Siemens AG (WKN: 723610<SIE.FSE>) vollzieht eine Kehrtwende in dem Skandal um die Insolvenz von BenQ Mobile. Wie das Handelsblatt berichtet, wollen die Münchener eine Auffanggesellschaft für die 3.000 Mitarbeiter ihrer ehemaligen Mobiltelefon-Sparte einrichten.

Vor allem der öffentliche Druck und der Imageschaden dürfte Siemens zu diesem Schritt bewegt haben. Nachdem die Insolvenz bekannt worden war, hatte sich der Konzern spürbar zurückgehalten und auf den Käufer, den taiwanesischen Elektronikkonzern BenQ, verwiesen. Siemens-Chef Klaus Kleinfeld hatte immer wieder betont, dass man im letzten Jahr eine langfristige Lösung für die defizitäre Sparte gesucht habe. Allen Spekulationen zum Trotz: Siemens wollte das Segment seinerzeit schnellstmöglich loswerden - aber das BenQ in dieser Form kurzen Prozess macht, dürfte auch die Vorstellungskraft der Münchener übertroffen haben.

Erst gestern hatte Siemens bekannt gegeben, noch ausstehende Zahlungen an BenQ einzufrieren. Die Taiwanesen selbst haben die Patente des Unternehmens bereits transferiert. Dies sagte BenQ Mobile-Sprecher Stefan Müller der Berliner Zeitung. Bei dem Stopp der Zahlungen an BenQ geht es Siemens vor allem darum, dass den Taiwanesen kein weiteres Geld für die bereits insolvente Sparte zufließt. 50 Mio. Euro sollen demnach direkt BenQ Mobile zufließen, weitere 100 Mio. Euro sollen eingefroren werden. Unterdessen ist die weitere Zukunft von BenQ Mobile offen. Diverse Kunden haben ihre Bestellungen eingefroren.

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