SAP sieht Oracles Sun-Übernahme gelassen

Mittwoch, 17. Juni 2009 10:18
SAP Headquarter

WALLDORF (IT-Times) - Der deutsche Hersteller von Business-Software, die SAP AG (WKN: 716460), übt sich hinsichtlich des letzten Coups von Wettbewerber Oracle in Gelassenheit. Die Übernahme des US-Server-Spezialisten Sun Microsystems bedeute keine großen Vorteile. 

Diese Einschätzung äußerte Henning Kagermann, ehemaliger Vorstandssprecher von SAP. Kagermann hatte zu Beginn dieses Monats sein Amt an seinen Nachfolger Leo Apotheker abgegeben und wechselte zu Acatech. Während Marktbeobachter noch über die Folgen der Übernahme von Sun durch Oracle spekulieren, übte sich Kagermann gegenüber dem <img alt="undefined" src="fileadmin/img/icons/external_link_new_window.gif"></img>Handelsblatt in Gelassenheit. Man sehe keinen Grund dem Beispiel der Oracle Corp. bzw. Larry Ellison zu folgen und selbst auf den Servermarkt einzusteigen. 

Befürchtungen, SAP könnte gegenüber Oracle nun den Anschluss verlieren, wies Kagermann zurück. Es sei fast unmöglich, auf allen Ebenen zu der Beste zu sein. Eine vertikale Integration biete daher nicht zwangsläufig Vorteile. Oracle kann, wenn die Übernahme von Sun abgeschlossen ist, künftig eine komplette vertikale Kette anbieten. Diese würde bei der Hardware (Server) beginnen und sowohl Softwareprodukte zur Systemsteuerung als auch Anwendungssoftware, etwa zur Buchhaltung, abdecken. Während sich Oracle durch einen entsprechenden Ausbau des Produktportfolios Vorteile gegenüber dem Wettbewerb verspricht, sind Marktbeobachter geteilter Meinung. Nachdem IBM kein weiteres Interesse an einem Kauf von Sun bekundet hatte, schlug Oracle im letzten Monat für rund 7,4 Mrd. US-Dollar erneut zu. 

Meldung gespeichert unter: SAP

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