Salesforce.com weiter im Vorwärtsgang

Donnerstag, 3. September 2009 12:41
Salesforce.com

(IT-Times) - Die Aktien des US-Softwarespezialisten Salesforce.com (NYSE: CRM, WKN: A0B87V) verzeichneten nach den jüngsten Zahlen einen deutlichen Kurssprung, nachdem das Unternehmen einmal mehr die Analystenerwartungen übertreffen und mit einem positiven Ausblick aufwarten konnte.

Im Gegensatz zu vielen anderen Softwarefirmen profitiert das Unternehmen von der aktuellen Wirtschaftskrise mit seinem Geschäftsmodell, Software günstig über das Internet zu vermieten. Dies belegt ein kurzer Blick auf die Kundenzahlen. Allein im jüngsten Quartal konnte Salesforce.com 3.900 neue Kunden gewinnen und betreut nunmehr weltweit 63.000 Firmen.

Der rasante Kundenzulauf erklärt sich aus dem Umstand, dass viele Firmen durch die aktuelle Wirtschaftskrise gezwungen sind, ihre Kosten zu senken. Anstatt teure Hardware und Software anzuschaffen, setzen viele Unternehmen auf kostengünstige Mietsoftware-Lösungen, wie sie Salesforce.com anbietet.

Salesforce bringt neue CRM-Lösung für Kleinstunternehmen
Um sich weitere Kundenkreise zu erschließen, geht Salesforce.com nunmehr noch einen Schritt weiter. Der On-Demand-Spezialist kündigte am Vortag eine Contact Manager Edition für lediglich 9,0 US-Dollar pro Nutzer und Monat an. Die CRM-Lösung kostet damit weniger als ein Drittel, als das bislang günstigste Softwareangebot von Salesforce.

Mit dem neuen Angebot visiert Salesforce.com kleinste Unternehmen bzw. Startup-Firmen an, die lediglich ein bis zwei Mitarbeiter beschäftigen. Salesforce-Manager Bruce Francis begründet den Vorstoß damit, dass viele Menschen im Zuge der Wirtschaftskrise ihren Job verloren haben und sich nunmehr selbständig machen würden. Junge Firmengründer bräuchten nunmehr das richtige Produkt zum richtigen Preis, ist der Salesforce-Manager überzeugt, dass man mit dem neu vorgestellten Produkt den Zahn der Zeit trifft.

Auch wenn der Preis von 9,0 US-Dollar im Monat nicht sehr hoch klingt und nicht gerade zu neuerlichen Umsatzsprüngen bei Salesforce.com führen dürfte, so kann sich der Kunden-Management-Spezialist doch berechtigte Hoffnungen machen, dass nachdem Ende der Wirtschaftskrise manche Existenzgründer mittels Upgrade die besser ausgestatteten Softwarelösungen von Salesforce.com nutzen werden…

Kurzportrait

Salesforce.com, gegründet im Februar 1999 und ansässig in San Francisco, sieht sich selbst als führender Anbieter von Kunden-Management-Lösungen (Customer Relationship Management). Das Unternehmen bietet so gehostete CRM-Lösungen an, welche als vergleichsweise kostengünstiger gelten, als traditionelle Kunden-Management-Lösungen. Der Service der Gesellschaft kann sowohl von einem herkömmlichen PC, als auch von Handys oder Handheld-Computern aufgerufen werden

Die von Salesforce.com angebotene Software soll es Firmenkunden ermöglichen, Kundendaten effektiv zu sammeln und für Marketingzwecke bzw. zur Vertriebsoptimierung zu nutzen. Salesforce.com erzielt seine Umsätze im Wesentlichen aus zwei Einnahmequellen: Abo-Dienste und weiterreichenden Support. Nutzer der Web-basierten Software zahlen an die Gesellschaft Abo-Gebühren, um Zugang zu den On-Demand-Services von Salesforce.com in Anspruch zu nehmen.

Insgesamt bietet Salesforce.com drei verschiedene Produktpakete an, welche auf verschiedene Anforderungen der Unternehmen zugeschnitten sind. So ist die Enterprise-Edition vornehmlich auf große Gesellschaften zugeschnitten und verfügt damit über weit reichende Features, während die Professional-Edition vor allem auf mittlere und kleine Firmenkunden zugeschnitten ist. Die Team-Edition zielt hingegen vornehmlich auf kleine Unternehmen ab. Zu den Kunden von Salesforce.com zählen neben Cisco und Dell auch der Medienkonzern Time Warner, DuPont sowie Nokia, Merrill Lynch und Wachovia. Insgesamt betreut das Unternehmen derzeit mehr als 800.000 Abonnenten und über 60.000 Firmenkunden.

Im Dezember 2000 gründete das Unternehmen gemeinsam mit dem japanischen Unternehmen SunBridge das Joint Venture Kabushiki Kaisha Salesforce.com, wobei Salesforce.com zuletzt 67 Prozent der Anteile an dem Joint Venture hielt. Mitte 2007 ging das Unternehmen eine umfangreiche Kooperation mit dem US-Suchmaschinenspezialisten Google ein. Firmengründer und CEO Marc Benioff hielt in der Vergangenheit etwa 30 Prozent der Anteile an Salesforce.com.

Zahlen

Für das jüngste Quartal meldete der Anbieter von Mietsoftware einen Umsatzsprung auf 316 Mio. US-Dollar, ein Zuwachs von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn verdoppelte sich im gleichen Zeitraum auf 21,2 Mio. US-Dollar oder 17 US-Cent je Aktie, nach einem Profit von 10,0 Mio. Dollar oder acht US-Cent je Aktie im Jahr vorher. Die jüngsten Zahlen beinhalten Aktienkompensationskosten in Höhe von 20,9 Mio. Dollar sowie Wertberichtigungen in Höhe von 2,2 Mio. Dollar.

Insgesamt konnte Salesforce.com mit den vorgelegten Zahlen die Markterwartungen der Analysten übertreffen. An der Wall Street hatte man zuvor nur mit Einnahmen von 312,5 Mio. Dollar sowie mit einem Nettogewinn von 15 US-Cent je Aktie gerechnet.

Im jüngsten Quartal konnte Salesforce.com unter dem Strich 3.900 neue Firmenkunden hinzugewinnen und das Quartal mit 63.000 Kunden beenden. Die operative Gewinnmarge (US-GAAP) legte auf 9,3 Prozent zu, nach 6,1 Prozent im Jahr vorher. Dabei generierte das Unternehmen einen positiven Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit in Höhe von 45,9 Mio. Dollar, ein Rückgang von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt summierten sich die Barreserven zum Quartalsende auf 1,03 Mrd. Dollar, ein Zuwachs von 207 Mio. Dollar gegenüber dem Vorjahr.

Markt und Wettbewerb

Meldung gespeichert unter: Salesforce.com

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