Research In Motion bleibt auf der Überholspur

Donnerstag, 11. Oktober 2007 13:02
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(IT-Times) Der kanadische BlackBerry-Hersteller Research In Motion (Nasdaq: RIMM, WKN: 909607) konnte im jüngsten Quartal dank neuer Produkte wie dem BlackBerry 8830 World und dem BlackBerry Curve 8310 erneut mit Rekordzahlen aufwarten.

Insgesamt wurde im jüngsten Quartal eine Rekordzahl von Geräten ausgeliefert, u.a. ging auch der 20 Millionste BlackBerry über die Ladentheke. Die Gesamtzahl der BlackBerry-Abonnenten kletterte zum Quartalsende auf 10,5 Mio. Kunden, wobei man Anfang Oktober bereits über elf Mio. BlackBerry-Abonnenten zählte.

RIM kündigt heißen Herbst an
Nachdem das internationale Geschäft zuletzt rund 32 Prozent zu den Gesamteinnahmen beisteuerte, will man vor allem im Ausland weiter wachsen. Insbesondere in Lateinamerika konnte man zuletzt erstaunliche Fortschritte erzielen. Zum ersten Mal seien BlackBerry-Produkte auch Guatemala, Honduras und Paraguay verfügbar, heißt es bei den Kanadiern. Inzwischen habe man rund um den lateinamerikanischen Distributionspartner Brightstar ein Carrier-Netz von 70 Partnern in der Region aufgebaut, die den BlackBerry-Service unterstützen. Anfang Oktober startete RIM eine weitere Offensive im Schlüsselmarkt Brasilien, wo ab sofort der BlackBerry 8310 verfügbar ist.

Aber auch in Asien bleibt RIM weiter auf der Überholspur. Der BlackBerry Curve 8310 mit integrierter GPS-Funktion ist bereits seit August in Hongkong zu haben, während man Anfang September mit Vodafone SR in Indien ebenfalls das viel versprechende Produkt auf den Markt gebracht hat.

Mit dem BlackBerry Pearl 8130, der CDMA-Netze unterstützt, sowie durch den 8120 Wi-Fi Pearl, erhofft sich RIM einen weiteren Wachstumsschub. Der BlackBerry Pearl 8130 ist der ganze stolz der Kanadier, kann das Gerät mit erweiterten Videofunktionen sowie mit einer integrierten 2-Megapixel-Kamera inklusivem fünffachen digitalen Zoom aufwarten. Erweiterte Brower-Funktionen sollen das Surfen im Internet künftig vereinfachen.

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BlackBerry Pearl 8130 mit CDMA-Unterstützung

Um den Verbreitungsgrad seiner BlackBerry-Geräte zu unterstützen, hat das Unternehmen mit BlackBerry Unite eine kostenlose PC-Software auf den Markt gebracht. Dadurch können Nutzer künftig Kalender, Bilder, Musik, Dokumente und andere Desktop-Inhalte mit anderen Nutzern teilen. In dieses Schema passt auch die neue Webseite builtforblackberry.com, über die sich Kunden verschiedene Anwendungen für ihren BlackBerry herunterladen können. Hier gibt es nicht nur Karten, Nachrichten, sondern auch Spiele und andere Lifestyle-Anwendungen dritter Anbieter.

Im großen und ganzen sieht sich RIM für das diesjährige Weihnachtsgeschäft sehr gut gerüstet - doch die wahre Herausforderung dürfte im Frühjahr 2008 auf die Kanadier warten, wenn auch Google mit einem eigenen Alleskönner (GPhone) in den Ring steigt...

Kurzportrait

Die im Jahre 1984 in Waterloo/Kanada gegründete Research In Motion (RIM) gilt heute als einer der führenden Anbieter von drahtlosen Kommunikationslösungen. Das im kanadischen Ontario ansässige Unternehmen konnte sich vor allem durch seinen Email-Pushservice BlackBerry einen Namen nicht nur in Nordamerika machen. Mit dem BlackBerry können Nutzer an einen beliebigen Ort Emails empfangen, bearbeiten und versenden. RIMs kleines Kommunikationswunder wird derzeit bereits von mehr als 100.000 Organisationen und mehr als zehn Mio. Kunden in über 100 Ländern weltweit eingesetzt. Durch neue Produkte (BlackBerry Pearl etc.) will das Unternehmen auch von neuen und schnellen Mobilfunknetzstandards profitieren und seine Marktposition entsprechend sichern. Nach der Expansion in europäische und asiatisch-pazifischen Märkte, will das Unternehmen vor allem in China und Indien weiter wachsen. Durch ein Abkommen mit der ägyptischen Orascom Holdings ist RIM auch in den Märkte des Mittleren Ostens präsent. Durch Kooperationen mit zahlreichen ausländischen Partnern geht die Internationalisierung weiter. Im Mittelpunkt der Expansionsbemühungen stand zuletzt nicht nur Europa, sondern insbesondere auch Asien. Im Frühjahr 2006 verstärkten sich die Kanadier durch die Übernahme des kalifornischen Softwarespezialisten Ascendent Systems.

Neben dem Handheld-Computer BlackBerry bietet das Unternehmen aber auch PC-Steckkarten für Laptops und PDAs an. Entsprechende Softwarelösungen rund um die angebotene Hardware ergänzen das Produktportfolio der Kanadier. RIM vertreibt seine Produkte sowohl direkt an Herstellerfirmen, als auch über ein Händlernetz und Carrier wie Hutchison Telecommunications, Cingular, und Motient. Zu den namhaften Vertriebspartnern zählen neben AT&T Wireless, auch T-Mobile, Vodafone und Sprint Nextel. Zu den Kunden der Kanadier zählen darüber hinaus Technologiefirmen wie AT&T, Dell, Intel, Panasonic und IBM. Das RIM-Führungsduo bestehend aus Jim Balsillie und Mike Lazaridis hielt zuletzt noch eine Minderheitsbeteiligung an der Gesellschaft.

Zahlen

Für das vergangene Augustquartal meldete RIM einen Umsatzsprung auf 1,37 Mrd. US-Dollar, ein Zuwachs von 108 Prozent nach Einnahmen von 658,5 Mio. Dollar im Jahr vorher. Dabei erwirtschaftete der BlackBerry-Hersteller einen Nettogewinn von 287,7 Mio. Dollar oder 50 US-Cent je Aktie, nach einem Plus von 140,2 Mio. Dollar oder 25 US-Cent je Aktie im Jahr vorher. Mit den vorgelegten Zahlen konnte RIM die Markterwartungen mehr als erfüllen. Analysten hatten im Vorfeld mit Einnahmen von 1,36 Mrd. Dollar sowie mit einem Nettogewinn von 50 US-Cent je Aktie kalkuliert.

Im jüngsten Quartal konnten die Kanadier 1,45 Mio. BlackBerry-Abonnenten hinzugewinnen. Insgesamt wurden mehr als drei Mio. Geräte ausgeliefert. So kletterte die Zahl der BlackBerry-Abonnenten zum Quartalsende auf 10,5 Mio. Nutzer. Während 32 Prozent der Subscriber aus Nordamerika kommen, stellen Privatkonsumenten 30 Prozent der Kunden, so das Unternehmen.

Meldung gespeichert unter: BlackBerry

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