Patni setzt auf Private Equity-Kunden

Montag, 4. Juni 2007 00:00

(IT-Times) Vor gut einem Jahr notierten die Anteile des indischen IT-Servicespezialisten Patni Computer Systems (NYSE: PTI<PTI.NYS>, WKN: A0HMXC<C2R.FSE>) noch bei unter 12 US-Dollar. Inzwischen haben sich die Papiere mehr als verdoppelt, wobei allein im laufenden Jahr ein Kursplus von rund 35 Prozent zu Buche steht. Auch für die nächsten Jahre stehen die Zeichen weiter auf Wachstum, nachdem die Nachfrage nach Outsourcing-Lösungen nicht abzureißen scheint. Mit einem neuen Geschäftsbereich will Patni neues Klientel erschließen, dass zuletzt vor allem durch zahlreiche Firmen-Buyouts auffiel.

Patni nimmt Private Equity-Kunden ins Visier

Mit der Gründung einer Consulting-Einheit Mitte Mai will man nunmehr auch im IT-Beratungsgeschäft Fuß fassen und speziell Private Equity Gesellschaften bei der Reorganisation der übernommenen Firmen helfen.

In der Vergangenheit schreckten Beteiligungsfirmen noch vor dem Einstieg bei großen Technologiefirmen zurück. Dies hat sich inzwischen geändert. Technologiekonzerne rücken zunehmend in den Mittelpunkt des Interesses von Private Equity Gesellschaften, wie die jüngsten Bewegungen am Markt zeigen. Der Mobilfunkspezialist Alltel, der IT-Händler CDW Corp und Acxiom sind die jüngsten Beispiele und dürften nur die Spitze des Eisberges sein.

Bereits heute werden Investmentgesellschaften als potentielle Übernahmeinteressenten für die IT-Sparte der Telekom, T-Systems, gehandelt und auch beim Chip-Designer Cadence Design zeichnet sich ein Buyout durch KKR bzw. Blackstone ab.

Genau diese Kunden will Patni mit seinem neuen Serviceangebot ins Visier nehmen und nicht nur IT-Infrastrukturservices und Integrationsdienste anbieten. Auch im Hinblick auf Beschaffungs- und Lieferantensysteme sowie in der Personalplanung will man den Beteiligungsgesellschaften zur Seite stehen und sogar einen Chief Information Officer (CIO) stellen.

Kurzportrait

Die im Jahre 1978 gegründete Patni Computer Systems gilt als einer der größten und führenden IT-Spezialisten Indiens. Das in Mumbai ansässige Unternehmen bietet eine breite Palette von IT-Services sowohl für die Finanz- als auch für die herstellende Industrie an. Daneben werden auch Industriebereiche wie Medien & Entertainment, Telekommunikation, Logistik & Transport, Energie & Utilities sowie der Einzelhandel mit Lösungen abgedeckt.

Das Produktangebot umfasst sowohl die Entwicklung und Wartung von Anwendungen, als auch Softwareimplementierung, Infrastruktur-Management, Engineering-Services und Business Process Outsourcing (BPO). Erst vor kurzem hat das Unternehmen auch innerhalb seiner Manufactoring Business Einheit eine Beratungseinheit (Consulting Services) ins Leben gerufen, um insbesondere auch Private Equity-Kunden mit akkuraten Lösungen versorgen zu können.

Mit mehr als 12.000 Mitarbeitern ist das Unternehmen mit 23 Niederlassungen weltweit in Amerika, Europa sowie im asiatisch-pazifischen Wirtschaftsraum präsent. Patni betreut eine Reihe von Großkunden. Als größter und treuester Kunde gilt General Electric (GE). Weitere Kunden sind Guardian Life Insurance, State Farm Insurance, Hitachi, Hewlett-Packard, Southern California Edison sowie Electrolux.

Um in den verschiedenen Bereichen weiter zu wachsen, setzt Patni auch auf Allianzen. So kooperiert Patni unter anderem mit InteQ, um den Markt für Infrastructure Management Services (IMS) zu erschließen.

Nachdem man sich im Jahr 2003 durch die Übernahme der US-Gesellschaft The Reference verstärkt hat, übernahm Patni Mitte 2006 den Design- und Verifizierungsspezialisten ZAiQ Technologies.

Zahlen

Für das vergangene erste Quartal 2007 meldete Patni Computer einen Umsatzanstieg auf 150,6 Mio. US-Dollar, ein Zuwachs von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. US-Kunden trugen dabei 80 Prozent des Umsatzes, heißt es aus dem Management.

Der Nettogewinn kletterte um 92 Prozent auf 27,8 Mio. Dollar oder 40 US-Cent je Aktie, womit Patni die Erwartungen des Marktes deutlich übertreffen konnte. Analysten hatten im Vorfeld nur mit einem Nettogewinn von 32 US-Cent je Aktie kalkuliert.

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