Niedrige Preise für Hightech-Produkte vor Weihnachten

Sonntag, 15. November 2009 09:49
BITKOM

- Flachbildfernseher sind im laufenden Jahr um 17 Prozent günstiger

- Auch Digicams, Notebooks und  HD-DVD-Player preiswerter

- Große Preisunterschiede bei einzelnen Modellen

Berlin, 15. November 2009

Die Verbraucher können vor Weihnachten mit niedrigen Preisen für hochwertige Elektronikprodukte rechnen. Die Durchschnittspreise für Flachbildfernseher sind im Jahr 2009 um 17 Prozent auf 720 Euro gefallen. Das teilte der Hightech-Verband BITKOM auf Basis von Daten der GfK mit. Danach kosten Digitalkameras mit durchschnittlich 210 Euro 13 Prozent weniger als im Vorjahr. Günstige Geräte der Einstiegsklasse sind schon für deutlich unter 100 Euro zu haben. „Die Preise für hochwertige Hightech-Produkte sind so niedrig wie nie zuvor“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. Mit weiteren Abschlägen sei vorerst nicht zu rechnen. Scheer: „Die Verbraucher sollten beim Kauf aber nicht nur auf den Preis achten, sondern auch auf Qualität, Benutzerfreundlichkeit und guten Händlerservice.“ Ursächlich für die gesunkenen Preise sei neben dem technischen Fortschritt das starke Absatzwachstum, was wiederum zu Kostenvorteilen in der Produktion führe. So wird sich der Absatz von hoch auflösenden DVD-Playern (Blu-ray) auf rund 450.000 Stück im Jahr 2009 mehr als verdreifachen. Die Preise der Geräte sind um fast 30 Prozent auf durchschnittlich 226 Euro gefallen. Tragbare Notebook-Computer kosten im Handel im Schnitt 682 Euro (minus 17 Prozent) weniger. Die Preise für die kleinen, leichten Netbooks sind um 8 Prozent auf 290 Euro gesunken.

Nach Empfehlung des BITKOM sollten Verbraucher bei ihren Weihnachtseinkäufen die Angebote der Händler sowohl im stationären Einzelhandel als auch im Internet sorgfältig vergleichen. Hier zeigen sich oftmals große Preisunterschiede bei einzelnen Modellen. Das hat eine exklusive Untersuchung des unabhängigen Preisvergleichsportals guenstiger.de für den BITKOM ergeben. Dabei wurden die Preise von 15 besonders beliebten Produkten verglichen. Die Basis sind Preisangaben von rund 3.000 Online-Shops und 11.000 stationären Geschäften. So beträgt die Preisspanne für die 10-Megapixel-Kamera eines japanischen Herstellers 190 Euro: Der niedrigste Preis liegt bei 254 Euro und der höchste bei 446 Euro. Das Modell eines Blu-ray-Players kostete zwischen 157 Euro und 337 Euro – also mehr als das doppelte. Den größten absoluten Preisunterschied gab es bei einem Flachbildfernseher, der zwischen 1.240 und 1.649 Euro kostete. Das sind 409 Euro. Die größten Preisunterschiede findet man in der Regel bei Auslaufmodellen.

Der Vergleich zwischen Online-Shops und stationären Geschäften zeigt, dass Hightech-Produkte im Internet im Schnitt um 9 Prozent preiswerter sind. Allerdings kommen bei den Online-Händlern meist Versandkosten hinzu. „Das Internet ist aber nicht grundsätzlich günstiger als der Einzelhandel“, sagte Scheer. „Bei fast jedem Produkt findet sich ein Geschäft, das die meisten Online-Händler preislich unterbietet.“ Zudem können die Internethändler in der Regel keine persönliche Beratung durch einen Fachverkäufer bieten. Der BITKOM empfiehlt den Verbrauchern, bei der Kaufentscheidung neben Preis und Beratung auch die Kriterien Versandkosten, Lieferzeit, Installations- und Reparaturservice zu berücksichtigen.

Hinweis zur Methodik: Basis für den Vergleich der Preisniveaus zwischen Online-Shops und stationären Geschäften von guenstiger.de für den BITKOM sind die aktuellen Durchschnittspreise der jeweils 50 beliebtesten Modelle in den ausgewählten Produktkategorien. Dabei werden knapp 3.000 Online-Shops und 11.000 stationäre Geschäfte im Bundesgebiet berücksichtigt.

Ansprechpartner

Maurice Shahd

Pressesprecher

Wirtschaftspolitik

und Konjunktur

Meldung gespeichert unter: BITKOM

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