Nexus One: Google wird zum Handy-Verkäufer

Freitag, 8. Januar 2010 16:18
Google Nexus One

MÜNSTER (IT-Times) - Ein wenig war es ja schon wie das Warten auf den Heiligenabend. Nachdem zum Ende des letzten Jahres die ersten Gerüchte gestreut wurden, war es in dieser Woche endlich soweit: Google enthüllte das Nexus One - das Mobiltelefon, von dem Google hofft, dass es den Mobilfunkmarkt aufgemischen wird, dass das Internet damit nun endgültig vollständig mobil wird. Nicht mehr und nicht weniger.

Wie gesagt: Das Gerät ist da und als erstes sollte man durchatmen und sich dann anschauen, was Google mit dem Nexus One denn nun tatsächlich aus dem Hut gezaubert hat. Technisch kann man sagen: Das Nexus One ist voll und ganz auf der Höhe der Zeit. Einen Quantensprung nach vorn hat Google damit aber sicherlich noch nicht gelandet.

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Google bietet plötzlich die vollständige mobile Wertschöpfungskette an

  Dafür aber mit etwas anderem: Google verkauft das Nexus One online - und nicht über die Netzbetreiber wie es die anderen Branchengrößen - Apple inclusive - in erster Linie machen. Das dürfte den Markt zumindest aufwirbeln, weil ein Hersteller von Mobiltelefonen, wie es Google plötzlich ist, einen neuen Vertriebsweg wählt - nahezu abseits der Vertriebswege, die in der Branche ansonsten auf bewährte Weise beschritten werden. Damit ist Google der erste Anbieter, bei dem man tatsächlich die komplette Wertschöpfung des mobilen Internets erhält: Von der Hardware über das Betriebssystem (Adroid) bis hin zum relevanten Content bietet Google damit alles an, was man benötigt, um in der heutigen Zeit mobil unterwegs zu sein. Da wird es sicher den einen oder anderen weiteren Anbieter geben, dem das auch gelingen mag, aber Google ist schon heute ganz vorne mit dabei. Und in der nahen Zukunft, wenn es immer mehr Smartphones gibt,  wird die Frage nicht mehr heißen, “Smartphone oder herkömmliches Mobiltelefone”, dann heißt die Frage “Smartphone - mit welchen weiteren Funktionen?” Und genau diese Zusatzdienste zeigt Google heute schon auf.

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Und so wundert es nicht, dass das Nexus One via Google Maps navigieren kann oder dass mit der Fünf-Megapixel-Kamera des Mobiltelefons aufgenommene Fotos nicht mehr gespeichert sondern gleich via Picasa online gestellt werden können. Da verschmelzen Welten miteinander und Google stellt den Schmelztiegel. Und das Nexus One ist erst der Anfang. Bei Google hofft man darauf, dass es weitere Mobiltelefone geben wird, die der ursprüngliche Suchmaschinenbetreiber dann online verkaufen kann.

Mit dem Vorstoß begibt sich Google in direkten Wettbewerb zu anderen Smartphone-Spezialisten wie Nokia, Research In Motion (RIM) und natürlich Apple. Das Nexus One kommt mit einem 3,7-Zoll großen OLED-Display (Auflösung 480x800 Pixel) daher und wird von einem 1-Gigahertz Snapdragon Chipsatz aus dem Hause Qualcomm angetrieben. Bei Google spricht man davon, dass das Nexus One dank des Chipsatzes so leistungsfähig sei, wie es vor drei bis vier Jahren Laptops waren.

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Meldung gespeichert unter: Alphabet

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